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Bundespolitiker äußern sich

Neues aus Berlin (32)

Mittwoch, 01. Juni 2016, 19:30 Uhr
Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Steffen-Claudio Lemme (SPD) zum Thema: "Integration muss gelingen“. Lemme: Mehr Geld für Deutsch- und Integrationslehrer...

Ich bin sehr froh, dass wir Sozialdemokraten eine bessere Bezahlung der Lehrkräfte in den Sprach- und Integrationskursen durchgesetzt haben, erklärt der Abgeordnete Steffen-Claudio Lemme:

„Die Lehrkräfte in den Sprach- und Integrationskursen leisten einen elementaren Beitrag zum Gelingen der Integration von Flüchtlingen. Nur wenn wir sie angemessen bezahlen, werden wir ausreichend Personal bekommen. Deshalb haben wir jetzt mit einem Beschluss im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages eine Mindestvergütung von 35 Euro pro Stunde sichergestellt.“ erklärte Lemme, seines Zeichens Mitglied des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages.

Lemme weiter: „In diesem Jahr werden wir mehr als doppelt so viele Sprach- und Integrationskurse bereitstellen müssen. Schon jetzt haben wir zu wenig qualifizierte Lehrer dafür. Diesem Mangel können wir nur begegnen, wenn wir die Lehrkräftevergütung deutlich verbessern und damit endlich faire, gerechte und motivierende Gehälter zahlen.“

Die bislang in dem Bereich gezahlten Gehälter reichen bei Weitem nicht aus, um genügend qualifiziertes Personal anzuwerben. Bereits seit Langem weisen die Sozialdemokraten auf diesen Umstand hin und sie haben sich für eine deutliche Verbesserung stark gemacht.

Dieser Einsatz hat sich jetzt gelohnt. So konnten mit dem Koalitionspartner einen Beschluss im Haushaltsauschuss herbeigeführt werden, der das Bundesinnenministerium ermächtigt, den Kostenerstattungssatz für die Integrationskurse auf bis zu 4,00 Euro pro Teilnehmer und Unterrichtseinheit zu erhöhen. „Mit diesem erhöhtem Kostenerstattungssatz wollen wir eine Mindestvergütung der Lehrer von 35 Euro pro Unterrichtseinheit garantieren.

Das Innenministerium muss in Zukunft sicherstellen, dass die entsprechenden Anbieter der Kurse diese Mindestvergütung auch an die Lehrkräfte auszahlen. Um eine effiziente und effektive Aufgabenerledigung in diesem wichtigen Teilbereich der Integration zu erreichen, fordern wir die Bundesregierung auf, eine wirkungsvolle Gesamtstrategie für die verschiedenen Maßnahmen der Sprachförderung zu entwickeln und fortlaufend deren Wirksamkeit zu überprüfen.“ so Lemme abschließend.

Integration fängt beim Erlernen der Sprache an und kann nur gelingen, wenn wir dafür gute Lehrerinnen und Lehrer bereitstellen.

Hintergrund: Lehrkräfte im Bereich der Sprach- und Integrationskurse sind oftmals selbständig tätige Dozenten, welche mit ihrem Honorar beispielsweise die Kosten ihrer Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und weitere Ausgaben bestreiten müssen. Die bisherigen Honorare waren oft so niedrig, dass den Honorarkräften am Ende weniger zum Leben übrig blieb als einem Mindestlohnempfänger.

Wahlkreisbüro Seffen-Claudio Lemme
Autor: khh

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