nnz-Forum:
Raus ist raus
Samstag, 25. Juni 2016, 12:36 Uhr
Raus ist raus, sagte Herr Juncker im Interview mit einer großen deutschen Zeitung. Mit ein bisschen Bedauern und ganz wenig Krokodilstränen war damit der Fall für ihn erledigt. Dazu Anmerkungen eines Lesers...
Persönliche Konsequenzen – aber nein. Wir in Brüssel haben alles richtig gemacht, sind Herrn Cameron doch schon so entgegen gekommen. Gerade das war der Fehler.
In einer Staatengemeinschaft, die funktionieren soll und auch kann, müssen alle Mitglieder gleich gestellt sein. Neid lässt sich nicht per Gesetz abschaffen, aber man muss Neid auf ein unvermeidliches Mindestmaß reduzieren. Das ist – in ganz kurzer Zeit zum 2. Mal in entscheidendem Maß in Europa - nicht gelungen.
Viel mehr hat man sich mit so wichtigen Problemen wie Gurkengestalt, Fahrradbeleuchtungen, Ölkännchen etc. beschäftigt, die nun wirklich jeder Unternehmer nach seinem Gutdünken entscheiden könnte, ohne dass die EU daran zerbricht.
Die Menschen in GB tun mir leid. Immerhin sind insgesamt 48,1% anderer Meinung als die Mehrheit. Das ist bei so einer entscheidenden Frage verdammt viel. Über die Mehrheiten in Schottland und Nordirland mag ich gar nicht nachdenken. Da gehen Risse sogar durch die Familien und noch in einigen Jahrzehnten wird man sich gegenseitig je nach Faktenlage beschimpfen, 2016 die falsche Entscheidung getroffen zu haben.
Eine andere Fragestellung für die britische Abstimmung wäre vielleicht eine gesamteuropäische Lösung geworden: Soll GB unter Führung der Brüsseler Bürokraten weiterhin in der EU bleiben? Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und sage: Das Wahlergebnis wäre viel deutlicher ausgefallen.
Jürgen Wiethoff
Persönliche Konsequenzen – aber nein. Wir in Brüssel haben alles richtig gemacht, sind Herrn Cameron doch schon so entgegen gekommen. Gerade das war der Fehler.
In einer Staatengemeinschaft, die funktionieren soll und auch kann, müssen alle Mitglieder gleich gestellt sein. Neid lässt sich nicht per Gesetz abschaffen, aber man muss Neid auf ein unvermeidliches Mindestmaß reduzieren. Das ist – in ganz kurzer Zeit zum 2. Mal in entscheidendem Maß in Europa - nicht gelungen.
Viel mehr hat man sich mit so wichtigen Problemen wie Gurkengestalt, Fahrradbeleuchtungen, Ölkännchen etc. beschäftigt, die nun wirklich jeder Unternehmer nach seinem Gutdünken entscheiden könnte, ohne dass die EU daran zerbricht.
Die Menschen in GB tun mir leid. Immerhin sind insgesamt 48,1% anderer Meinung als die Mehrheit. Das ist bei so einer entscheidenden Frage verdammt viel. Über die Mehrheiten in Schottland und Nordirland mag ich gar nicht nachdenken. Da gehen Risse sogar durch die Familien und noch in einigen Jahrzehnten wird man sich gegenseitig je nach Faktenlage beschimpfen, 2016 die falsche Entscheidung getroffen zu haben.
Eine andere Fragestellung für die britische Abstimmung wäre vielleicht eine gesamteuropäische Lösung geworden: Soll GB unter Führung der Brüsseler Bürokraten weiterhin in der EU bleiben? Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und sage: Das Wahlergebnis wäre viel deutlicher ausgefallen.
Jürgen Wiethoff
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
