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Ein Blick in die Statistik

Verhaltener Start für Thüringer Großhandel

Montag, 18. Juli 2016, 10:12 Uhr
Der Thüringer Großhandel startete verhalten in das Jahr 2016. Preisbereinigt lag der erwirtschaftete Umsatz der Thüringer Großhandelsunternehmen (ohne Kfz-Handel) in den ersten drei Monaten um 0,5 Prozent höher als im 1. Quartal 2015. Nominal mussten Umsatzeinbußen in Kauf genommen werden, meldet das Thüringer Landesamt für Statistik...

Die Beschäftigung im Thüringer Großhandel lag nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik im 1. Quartal 2016 um 1,7 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum; sowohl in der Zahl der Vollzeitbeschäftigten (- 1,4 Prozent) als auch in der Zahl der Teilzeitbeschäftigten (- 2,8 Prozent) gab es einen Rückgang.

Bundesweit setzte der deutsche Großhandel nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im 1. Quartal 2016 real 2,1 Prozent weniger um als im 1. Quartal 2015, nominal ging der erwirtschaftete Umsatz um 3,6 Prozent zurück.

Die Umsatzentwicklung verlief im Thüringer Großhandel sehr unterschiedlich. Der „Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern“ setzte seine positive Entwicklung aus dem Jahr 2015 auch im 1. Quartal 2016 fort (real: + 5,5 Prozent, nominal: + 7,2 Prozent). Auch der „Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren“ erreichte in den ersten drei Monaten des Jahres ein Umsatzplus (real: + 0,8 Prozent, nominal: + 1,9 Prozent).

Im Gegensatz dazu musste insbesondere der Großhandel mit „Sonstigen Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör“ (real: - 3,3 Prozent, nominal: - 1,9 Prozent), der „Großhandel mit Informations- und Kommunikationstechnik“ (real: - 4,5 Prozent, nominal: - 2,3 Prozent) und insbesondere der „Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren“ (real: - 5,8 Prozent, nominal: - 11,9 Prozent) im 1. Quartal zum Teil empfindliche Umsatzeinbußen in Kauf nehmen.
Auch der „Sonstige Großhandel“ als größte Wirtschaftsgruppe des Thüringer Großhandels (hierzu gehört u.a. der Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen, mit Baustoffen und chemischen Erzeugnissen) erreichte zwar real ein Umsatzplus (+ 0,7 Prozent) musste aber aufgrund der Preisentwicklung Verluste verbuchen (nominal: - 6,4 Prozent).

Auf eine positive Umsatzentwicklung kann im 1. Quartal 2016 der Bereich der Handelsvermittlung (Tätigkeiten von Handelsvertretern, Handelsmaklern und anderen Großhändlern, die im Namen und auf Rechnung anderer Handel betreiben) zurückblicken (real: + 12,3 Prozent, nominal: + 14,2 Prozent). Die Handelsvermittlung spielt allerdings mit einem Anteil von 1,3 Prozent am Gesamtumsatz des Thüringer Großhandels auch weiterhin nur eine untergeordnete Rolle.
Autor: red

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