aktuelle Zahlen vom Arbeitsmarkt
Arbeitslosigkeit weiter deutlich rückläufig
Donnerstag, 28. Juli 2016, 09:51 Uhr
Über 1.000 Arbeitslose weniger als im Juli letzten Jahres - der positive Trend am Nordthüringer Arbeitsmarkt hält auch im Sommer an. Erstmals sei man unter 10.000 Arbeitslosen geblieben, erklärte jetzt Gabriela Helbing, Geschäftsführerin der Nordhäuser Arbeitsagentur...
Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Ferienbeginn und gegenüber Juni ist nicht ungewöhnlich. Insbesondere junge Leute haben sich nach ihrem Ausbildungsende arbeitslos gemeldet. Erfahrungsgemäß sei bei dieser Personengruppe die Arbeitslosigkeit aber nur von kurzer Dauer.
Junge Leute mit aktuellen Kenntnissen sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Die saisonale Schwankung könne damit recht schnell wieder ausgeglichen werden.
9.813 Männer und Frauen waren Ende Juli arbeitslos gemeldet. Das sind rund 300 mehr als im Juni, aber 1.023 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen lag bei 7,1 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonat. Zum Vorjahresmonat ging die Quote um 0,6 Punkte zurück. Am stärksten sank die Quote im Kyffhäuserkreis um 1,2 Punkte auf 9,2 Prozent, gefolgt vom Landkreis Nordhausen von 8,7 auf 8,0 Prozent. Der Landkreis Eichsfeld reduzierte um 0,2 Punkte und liegt aktuell bei einer Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent.
Die gute Beschäftigungslage führt dazu, dass mehr junge Leute nach einer Ausbildung in Beschäftigung übernommen und damit gar nicht erst arbeitslos werden, erklärt Gabriela Helbing. Die Zahl der Arbeitslosmeldungen nach einer Ausbildung sei verglichen mit Juli 2015 um 12,5 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen liegt aktuell bei 7,7 Prozent.
Das könnte für manche Unternehmen zum Problem werden, während in den Dienstleistungsbereichen und im Handel noch ein deutlicher Überschuss an Interessenten vorhanden ist.
Hier sind auch die Jugendlichen gefragt, sich mit alternativen Ausbildungsangeboten auseinanderzusetzen. Zum jetzigen Zeitpunkt gäbe es noch gute Chancen im Bau- und Baunebengewerbe, in der Metall-Elektrobranche, in Transport, Verkehr, Logistik sowie in den Gesundheits- und Pflegeberufen. Für die Ausbildungssuchenden sei der regelmäßige Kontakt zu den Berufsberatern deshalb besonders wichtig.
Knapp 1.400 Ausbildungsbewerber hatten sich seit Oktober bei den Berufsberatern der Nordhäuser Arbeitsagentur gemeldet, 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. 1.482 Ausbildungsstellen waren insgesamt registriert. Damit kommen in diesem Jahr auf 100 Stellen 94 Bewerber.
Dabei meldeten sich 813 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 8 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 683 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–41). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.982 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 531 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, dem gegenüber stehen 6.244 Abmeldungen von Arbeitslosen (–454).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 17 Stellen auf 325 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 35 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 128 neue Arbeitsstellen, 2 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 964 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 50.
Eichsfeld Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 129 auf 2.653 Personen gestiegen. Das waren 125 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 4,8%; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,0%.
Dabei meldeten sich 772 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 37 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 634 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+26). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.113 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 834 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 5.312 Abmeldungen von Arbeitslosen (–676).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 22 Stellen auf 688 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 55 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Juli 206 neue Arbeitsstellen, 59 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.433 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 264.
Kyffhäuser Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 50 auf 3.674 Personen gestiegen. Das waren 522 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 9,2%; vor einem Jahr belief sie sich auf 10,4%.
Dabei meldeten sich 755 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 32 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 694 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–10). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.651 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 818 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 6.195 Abmeldungen von Arbeitslosen (–386).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 25 Stellen auf 344 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 51 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 146 neue Arbeitsstellen, 43 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 883 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 55.
Autor: redDer leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Ferienbeginn und gegenüber Juni ist nicht ungewöhnlich. Insbesondere junge Leute haben sich nach ihrem Ausbildungsende arbeitslos gemeldet. Erfahrungsgemäß sei bei dieser Personengruppe die Arbeitslosigkeit aber nur von kurzer Dauer.
Junge Leute mit aktuellen Kenntnissen sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Die saisonale Schwankung könne damit recht schnell wieder ausgeglichen werden.
9.813 Männer und Frauen waren Ende Juli arbeitslos gemeldet. Das sind rund 300 mehr als im Juni, aber 1.023 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen lag bei 7,1 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonat. Zum Vorjahresmonat ging die Quote um 0,6 Punkte zurück. Am stärksten sank die Quote im Kyffhäuserkreis um 1,2 Punkte auf 9,2 Prozent, gefolgt vom Landkreis Nordhausen von 8,7 auf 8,0 Prozent. Der Landkreis Eichsfeld reduzierte um 0,2 Punkte und liegt aktuell bei einer Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent.
Jugendarbeitslosigkeit niedriger als im Juli 2015
756 Jugendliche sind derzeit bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern gemeldet, 137 mehr als im Juni. Gegenüber dem Vorjahr hingegen konnte die Jugendarbeitslosigkeit um 2,7 Prozent abgebaut werden. In den Gesamtzahlen bilde sich aber auch der Zuzug vieler junger Ausländer ab, so Helbing. Beim näheren Hinsehen stellt man fest, dass die deutschen Jugendlichen für die sinkende Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich ausschlaggebend waren. Um 14,6 Prozent ging die Arbeitslosigkeit deutscher unter 25-Jähriger zurück.Die gute Beschäftigungslage führt dazu, dass mehr junge Leute nach einer Ausbildung in Beschäftigung übernommen und damit gar nicht erst arbeitslos werden, erklärt Gabriela Helbing. Die Zahl der Arbeitslosmeldungen nach einer Ausbildung sei verglichen mit Juli 2015 um 12,5 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen liegt aktuell bei 7,7 Prozent.
Arbeitskräftenachfrage zieht an
In den letzten vier Wochen konnten durch den Arbeitgeber-Service 480 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote aufgenommen werden, über 70 mehr als im Juni. Über 85 Prozent der Stellen sind unbefristet. Knapp 80 Stellen meldeten Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes. 47 Stellen kamen aus der Baubranche. Seit Jahresbeginn ging die Personalnachfrage im Baugewerbe um rund ein Drittel nach oben.Freie Ausbildungsstellen verfügbar
Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres gibt es in Nordthüringen noch rund 580 offene Ausbildungsstellen. Mitunter haben sich auch Personalchefs noch nicht abschließend entschieden. Wer noch kurzfristig in eine Ausbildung einsteigen möchte, hat gute Karten. Etwa die Hälfe der freien Stellen sind im verarbeitenden Gewerbe, so Helbing. Nur für jede dritte Stelle stünde dafür rein rechnerisch ein Bewerber zur Verfügung.Das könnte für manche Unternehmen zum Problem werden, während in den Dienstleistungsbereichen und im Handel noch ein deutlicher Überschuss an Interessenten vorhanden ist.
Hier sind auch die Jugendlichen gefragt, sich mit alternativen Ausbildungsangeboten auseinanderzusetzen. Zum jetzigen Zeitpunkt gäbe es noch gute Chancen im Bau- und Baunebengewerbe, in der Metall-Elektrobranche, in Transport, Verkehr, Logistik sowie in den Gesundheits- und Pflegeberufen. Für die Ausbildungssuchenden sei der regelmäßige Kontakt zu den Berufsberatern deshalb besonders wichtig.
Knapp 1.400 Ausbildungsbewerber hatten sich seit Oktober bei den Berufsberatern der Nordhäuser Arbeitsagentur gemeldet, 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. 1.482 Ausbildungsstellen waren insgesamt registriert. Damit kommen in diesem Jahr auf 100 Stellen 94 Bewerber.
Berufsabschluss durch Qualifizierung
Im Mittelpunkt des täglichen Beratungsgeschäftes der Arbeitsagentur stehen derzeit wieder die Qualifizierungen mit Ausbildungsbeginn ab September. Insbesondere die Qualifizierungsoffensive der Bundesregierung, die auf die Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Altenpflege ausgerichtet ist, spielt dabei eine große Rolle. Wer sich einen Beruf in der Pflegebranche vorstellen kann, für den ist jetzt noch der richtige Zeitpunkt. Umschulungen in Branchen mit hohem Fachkräftebedarf können für Arbeitslose und auch für Beschäftigte, die noch keinen Abschluss haben, gefördert werden. Individuelle Auskünfte erteilen die Vermittlungsfachkräfte der Agentur für Arbeit.Der Blick in die Landkreise
Nordhausen Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 125 auf 3.486 Personen gestiegen. Das waren 376 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 8,0%, vor einem Jahr belief sie sich auf 8,7%.Dabei meldeten sich 813 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 8 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 683 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–41). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.982 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 531 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, dem gegenüber stehen 6.244 Abmeldungen von Arbeitslosen (–454).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 17 Stellen auf 325 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 35 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 128 neue Arbeitsstellen, 2 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 964 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 50.
Eichsfeld Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 129 auf 2.653 Personen gestiegen. Das waren 125 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 4,8%; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,0%.
Dabei meldeten sich 772 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 37 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 634 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+26). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.113 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 834 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 5.312 Abmeldungen von Arbeitslosen (–676).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 22 Stellen auf 688 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 55 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Juli 206 neue Arbeitsstellen, 59 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.433 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 264.
Kyffhäuser Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 50 auf 3.674 Personen gestiegen. Das waren 522 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 9,2%; vor einem Jahr belief sie sich auf 10,4%.
Dabei meldeten sich 755 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 32 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 694 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–10). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.651 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 818 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 6.195 Abmeldungen von Arbeitslosen (–386).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 25 Stellen auf 344 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 51 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 146 neue Arbeitsstellen, 43 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 883 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 55.
