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Radwegeführung überdenken?

Montag, 01. August 2016, 00:01 Uhr
An einigen Stellen sollte die Wegeführung beim Unstrut-Werra-Radweg (UWR) und Kyffhäuser-Radweg (KYF-R) überdacht werden. Hier die Einzelheiten…


Touristiker, ADFC, Verkehrsbehörde und Stadtverwaltung Bad Frankenhausen sollten sich zu zwei Problemen über die Wegeführung verständigen.

Kritische Stelle ist in Bad Frankenhausen die Straße An der Wipper. Aus Richtung Sondershausen kommend trifft man, auf dem UWR und KYF-R fahrend (beide verlaufen hier parallel), an der Kreuzung zur Gebickestraße auf das Fehlen eines Wegweisers.

Radwegeführung überdenken? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Radwegeführung überdenken? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wenn es keinen neuen Wegweiser gibt, dann gilt unter Wanderern und Radwanderern die Prämisse, es geht gerade aus weiter. Und die weitere Beschilderung lässt darauf schließen, dass es so sein soll.

Radwegeführung überdenken? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Radwegeführung überdenken? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Denn aus der Gegenrichtung gibt es ja das Schild, siehe Pfeil, dass beide Radwege über die Straße An der Wipper lang laufen. Übrigens stehen an der Kreuzung Manniske-Straße – An der Wipper die gleichen Radwegweiser (quadratisches Schild mit grünem Fahrrad).

Im Gespräch mit kn betonte allerdings Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc, der UWR würde durch die Gebicke-Straße führen.

Hier wurden offensichtlich einige Wegweiser vergessen. Kritisch ist auch, dass man nicht mehr erkennt, ist man nun auf dem UWR oder auf dem KYF-R. Hier muss einige eindeutige Kennzeichnung beider Radwege her.

Kritisch ist die ganze Sache, weil die Straße An der Wipper“ ab Gebickestraße eine Einbahnstraße ist. Entweder nimmt man den viel zu schmal ausgelegten Fuß-Radweg (rote Pflastersteine) oder man fährt einfach in der Einbahnstraße entgegen der Fahrtrichtung und verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung.

Die genaue Kennzeichnung ist auch dann notwendig, wenn beide Radwege später mal über die Rottleberstraße laufen sollen (nach Fertigstellung der Neubauten an der Rottleberstraße), wie Strejc in einem Gespräch mit kn informierte.

Aber gerade über diese Wegführung sollte nochmals sprechen. Auf der Rottleberstraße würden beide Radwege auf einem kombinierten Fuß-Radweg in beiden Richtungen verlaufen. Für einen überregionalen Radweg ein keine besonders gute Lösung, wenn man die Örtlichkeit kennt.
Besonders kritisch auch für die Anwohner. Wenn die aus ihren Einfahrten raus wollen, können sie kaum erkennen ob ein Radfahrer kommt!
Und anders herum können die Radfahrer kaum erkennen, ob das ein Fahrzeug aus der Einfahrt kommt. Im Prinzip müsste der Radfahrer im Schrittfahren, um überhaupt reagieren zu können! Auf dem Radweg Schrittfahren müssen? Das widerspricht dem Ziel des Radwegs!

Übrigens haben fast alle Grundstücke an der Rottleberstraße schöne hohe Hecken als Sicht- und Spritzschutz gegen die stark befahrene Straße. Hier ist ein Überdenken unbedingt notwendig.
Einziges Glück wird sein, dass die meisten Einheimischen die Straße meiden oder lieber gleich die Straße benutzen, besonders die sportlichen Radfahrer, die hier ohne große Probleme sogar über 30 km/h fahren.

Die Ausschilderung des UWR oder auf dem KYF-R ist auch an einer weiteren Stelle kritisch zu sehen! In Verlängerung der Straße An der Wipper trifft man von Bad Frankenhausen kommend, an diesen Abzweig des Radwegs in Richtung Teichmühle.

Radwegeführung überdenken? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Radwegeführung überdenken? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bei der Ausschilderung wurde allerdings nur so getan, als ob es nur den UWR gäbe (Schwarzer Pfeil). Dabei wurde völlig vergessen, dass es auch den KYF-R gibt, der aber laut Radwanderkarten geradeaus weiter entlang der kleinen Wipper über den Grasweg (weißer Pfeil) bis zur „Dreiangel“ und weiter zur Barbarossahöhle geht.
Hier werden die Radwanderer erst mal auf den UWR geschickt, ohne das später in den Abzweigen irgendwo ein Hinweis auf den KYF-R steht! Zwar kann man erahnen, wo man wieder auf ihn treffen kann, aber das reicht noch nicht. In Rottleben stehen zwei Hinweisschilder die zur Barbarossahöhle weisen, aber der Radwanderer wird nicht mehr auf den KYF-R verwiesen. Auch nach der Abfahrt vom UWR gibt es keine Wegweiser für Radfahrer mehr.
Die beste Lösung für den KYF-R ist, wenn er künftig konsequent von der Barbarossahöhle über den Ort und den UWR in beiden Richtungen ausgeschildert wird.

Es sollte also nochmals über eine ordnungsgemäße Ausschilderung des Unstrut-Werra-Radweg (UWR) und Kyffhäuser-Radweg (KYF-R) und deren Wegeführung nach gedacht werden.
Autor: khh

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