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keine Unterschriften bei Haustürgeschäften

Johanniter warnen vor Betrügern

Donnerstag, 04. August 2016, 12:41 Uhr
Die Johanniter-Unfall-Hilfe warnt ausdrücklich vor Betrügern, die derzeit an Haustüren in der Region unterwegs sind. Mit dubiosen Tricks wollen sie an die persönlichen Daten und das Geld der Bürger. Dabei werden sogar gezielt Fördermitglieder der Johanniter angesprochen...

Eine aufmerksame Dame aus Zerbst/Anhalt, die Fördermitglied der Johanniter ist, informierte die Hilfsorganisation darüber, dass sie Besuch von einem Vertreter einer Auslandsreisekrankenversicherung bekommen hatte.

Dieser erklärte ihr, dass es die Johanniter in Dessau nicht mehr gäbe und die Mitgliedschaften nun durch die Versicherung übernommen werden. Es wurde ein vorgefertigtes Kündigungsschreiben für die Johanniter vorgelegt, welches die ahnungslose Dame unterzeichnete. Im gleichen Zug forderte der Vertreter eine Unterschrift für den Beitritt in die Versicherung und für die Einzugsermächtigung eines Jahresbeitrags von 108,00 Euro im Voraus.

„Das ist natürlich Betrug, die Johanniter in Dessau gibt es weiterhin!“ erklärt Anne- Katrin Windisch, Pressereferentin im Regionalverband Sachsen-Anhalt/Südost, und warnt eindringlich davor, Unterschriften an Unbekannte bei Haustürgeschäften zu leisten oder Bargeld auszuzahlen. „Wenn unsere ausgebildeten Mitarbeiter im Rahmen einer Mitglieder-Werbeaktion an den Haustüren unterwegs sind, um über die Arbeit der Johanniter zu informieren und neue Förderer zu gewinnen, führen Sie immer einen Lichtbildausweis mit sich und tragen Johanniter-Dienstbekleidung. Natürlich sind diese Teams hinsichtlich der Einhaltung aller Datenschutzbestimmungen professionell geschult. Die erbetenen Förderbeiträge werden ausschließlich per Lastschrift an die Johanniter weitergeleitet; die Mitarbeiter nehmen kein Bargeld entgegen. Damit soll möglichen Trittbrettfahrern keine Chance gegeben werden.“

Die Angelegenheiten von bestehenden Fördermitgliedern besprechen die Johanniter grundsätzlich nicht unangekündigt an der Haustür oder auf der Straße. Dafür stehen persönliche Ansprechpartner im Servicecenter und in den regionalen Geschäftsstellen zur Verfügung. Persönliche Termine zuhause werden im Vorfeld vereinbart. Wer dennoch unsicher ist, sollte niemals Unbekannte in die Wohnung lassen und bei den Johannitern nachfragen, ob der Mitarbeiter bzw. dessen Besuch dort bekannt sind.

Bereits seit mehreren Monaten verzeichnen die Johanniter in Sachsen-Anhalt immer wieder Betrugsfälle an Haustüren. Auch werden gezielt ältere Menschen telefonisch kontaktiert, um persönliche Beratungstermine zu vereinbaren oder um vermeintliche Spenden einzuwerben.

Weitere Hinweise zu Betrügern nimmt die örtliche Polizeistelle sowie die Johanniter unter 0340 260790 telefonisch entgegen.
Autor: red

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