Neues aus Sondershausen
Wollen Sie hier wieder Autos haben?
Mittwoch, 07. September 2016, 10:08 Uhr
Über die Hauptstraße von Sondershausen wurde gestern viel diskutiert. Hier weitere Einzelheiten aus der Diskussion beim gestrigen Forum...
Hintergrund der gestrigen Veranstaltung, der Leerstand in der Innenstadt und besonders in der Hauptstraße:
Ideen ja - Und auch schon Lösungen?
Ein Diskussionspunkt war, dabei auch das Einkaufsverhalten der Bürger. Viele Bürger sind kaum noch bereit größere Entfernungen zu Fuß zurückzulegen (Bürgermeister Joachim Kreyer /CDU)). Selbst bei 50 Meter Wegstrecke wird überlegt, schon am liebsten mit dem Auto vorzufahren. Der beste Beleg dafür sein die Wezelstraße, quasi eine Verlängerung der Hauptstraße, weil dort auch die Geschäfte und Dienstleister recht gut ausgelastet sind.
Interessant dann eine gewünscht provozierende Frage, um eine weitere Diskussion anzufachen von Tobias Schneegans, selbst Unternehmer und auch Stadtrat (VS).
Wollen wir aus dem oben genannten Grund die Hauptstraße wieder für die Autos öffnen?
Eckhard Wehmeier Geschäftsführer Wippertal Immobilien GmbH: Tabus sollte es nicht geben, fragen und diskutieren kann man ja.
Allerdings kamen auch gleich jede Menge Gegenargumente für die Öffnung. Lassen es die gesetzlichen Bestimmungen zu, hier auch noch Fahrzeugverkehr, parkende Autos und Fußgänger zu zulassen? Wie immer dachte keiner an die Radfahrer, die extra jetzt durch die Hauptstraße gelotst werden (quasi als Umleitung des Unstrut-Werra-Radweges), die sollen ja einkaufen und Geststätten besuchen.
Und wie sieht das der Bürger? So recht kann sich kn nicht erinnern, aber es fiel die Frage, mit den Abgasen und der Lebensqualität in der engen Straße für die Anwohner. Auch Schneegans bekam sein "Fett weg" mit der spitzen Frage, ob seinen Besuchern die vor dem Café Pille sitzen der Autoverkehr schmecken wird.
Hardo Kendscheck (Firma Komet empirica), betreut die Stadt Sondershausen seit Jahren bei der Stadtentwicklung wies aber auch auf die baulichen und einkäuferischen Probleme der Hauptstraße hin.
Die Hauptstraße sei, zusammen mit der Lohstraße und der Wezelstraße eine sogenannte "Bandstraße", alle Geschäfte sind wie auf einem Band aufgereiht. Solche Bandstraßen bereiten auch in anderen Orten fast immer Probleme bei den Kunden.
Besser sei nun mal ein bauliche Version, wo es einen zentralen Markt gibt und immer wieder kleine Einkaufsstraßen und - gassen gibt. Hier haben Städte weit weniger Probleme, so Kendscheck.
Nun ja, wir müssen als Stadt nun mal mit unseren baulichen Erbe leben. Die Stadt im Kern niederreißen und optimal bauen wird man sich nicht leisten können.
Es müssen eben andere Ideen her um die Innenstadt zu belegen. Es müssen nicht immer Einzelhandelsgeschäfte sein, so Kendscheck weiter. Selbst ein Umbau der Geschäfte zu Wohnungen und Treffpunkten für alt und jung sollte angedacht werden.
Man darf gespannt sein, wie die Entwicklung weiter gehen wird.
Autor: khhHintergrund der gestrigen Veranstaltung, der Leerstand in der Innenstadt und besonders in der Hauptstraße:
Ideen ja - Und auch schon Lösungen?
Ein Diskussionspunkt war, dabei auch das Einkaufsverhalten der Bürger. Viele Bürger sind kaum noch bereit größere Entfernungen zu Fuß zurückzulegen (Bürgermeister Joachim Kreyer /CDU)). Selbst bei 50 Meter Wegstrecke wird überlegt, schon am liebsten mit dem Auto vorzufahren. Der beste Beleg dafür sein die Wezelstraße, quasi eine Verlängerung der Hauptstraße, weil dort auch die Geschäfte und Dienstleister recht gut ausgelastet sind.
Interessant dann eine gewünscht provozierende Frage, um eine weitere Diskussion anzufachen von Tobias Schneegans, selbst Unternehmer und auch Stadtrat (VS).
Wollen wir aus dem oben genannten Grund die Hauptstraße wieder für die Autos öffnen?
Eckhard Wehmeier Geschäftsführer Wippertal Immobilien GmbH: Tabus sollte es nicht geben, fragen und diskutieren kann man ja.
Allerdings kamen auch gleich jede Menge Gegenargumente für die Öffnung. Lassen es die gesetzlichen Bestimmungen zu, hier auch noch Fahrzeugverkehr, parkende Autos und Fußgänger zu zulassen? Wie immer dachte keiner an die Radfahrer, die extra jetzt durch die Hauptstraße gelotst werden (quasi als Umleitung des Unstrut-Werra-Radweges), die sollen ja einkaufen und Geststätten besuchen.
Und wie sieht das der Bürger? So recht kann sich kn nicht erinnern, aber es fiel die Frage, mit den Abgasen und der Lebensqualität in der engen Straße für die Anwohner. Auch Schneegans bekam sein "Fett weg" mit der spitzen Frage, ob seinen Besuchern die vor dem Café Pille sitzen der Autoverkehr schmecken wird.
Hardo Kendscheck (Firma Komet empirica), betreut die Stadt Sondershausen seit Jahren bei der Stadtentwicklung wies aber auch auf die baulichen und einkäuferischen Probleme der Hauptstraße hin.
Die Hauptstraße sei, zusammen mit der Lohstraße und der Wezelstraße eine sogenannte "Bandstraße", alle Geschäfte sind wie auf einem Band aufgereiht. Solche Bandstraßen bereiten auch in anderen Orten fast immer Probleme bei den Kunden.
Besser sei nun mal ein bauliche Version, wo es einen zentralen Markt gibt und immer wieder kleine Einkaufsstraßen und - gassen gibt. Hier haben Städte weit weniger Probleme, so Kendscheck.
Nun ja, wir müssen als Stadt nun mal mit unseren baulichen Erbe leben. Die Stadt im Kern niederreißen und optimal bauen wird man sich nicht leisten können.
Es müssen eben andere Ideen her um die Innenstadt zu belegen. Es müssen nicht immer Einzelhandelsgeschäfte sein, so Kendscheck weiter. Selbst ein Umbau der Geschäfte zu Wohnungen und Treffpunkten für alt und jung sollte angedacht werden.
Man darf gespannt sein, wie die Entwicklung weiter gehen wird.



