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Meldung aus der Wirtschaftswelt

Thema: Betriebliche Altersvorsorge

Donnerstag, 15. September 2016, 22:42 Uhr
Der DGB Kreischef Reiner Sörgel verweist auf die Stellungnahme zur Flexirente: Zur betrieblichen Altersvorsorge fordert DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach...

"Die betriebliche Altersversorgung muss gestärkt und vor allem verbreitert werden, denn große Teile (ca. 70%) der Beschäftigten in KMU (Betriebe unter zehn Beschäftigten) und auch viele NiedrigverdienerInnen haben bisher keine. Das wird sich für sie später bitter rächen. Deshalb brauchen wir neue Ansätze, um dieser möglichen Entwicklung frühzeitig zu begegnen - für die Betroffenen und die Gesellschaft. Innovative Ansätze wie ein tarifliches Opt-out-Modell und zielgenauere neue Förderungsformen für Niedrigverdiener, wie sie Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble andenken, sind deshalb Ideen, die in die richtige Richtung weisen.

Dafür noch mehr sozialversicherungsfreie Beiträge zuzulassen, wie es die Bundesvereinigung der Arbeitgeber heute forderte, ist aber kontraproduktiv, denn wenn diese Beiträge jetzt nicht eingezahlt werden, schmälern sie den Rentenaufbau und ziehen niedrigere gesetzliche Renten später nach sich. Dass die gesetzliche Rente am Ende nicht reicht, muss aber auf jeden Fall vermieden werden. Als zielführend können dagegen höhere steuerfreie Beträge erachtet werden.

Die Verbreitung in einer Branche sollte durch Tarifvertrag besser noch forciert werden können. Beim tariflichen Opt-out-Modell haben sich die tarifgebundenen AG ja bereits zur Zahlung festgelegt; darüber konnten die KMU im Arbeitgeberverband also bereits entscheiden; der einzelne Arbeitnehmer soll deshalb dann, wenn es um Entgeltumwandlung geht, das gleiche Recht haben. Das ist nur fair.
Autor: khh

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