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Städtische Wohnungsgesellschaft wurde 25 Jahre

Dienstag, 20. September 2016, 16:18 Uhr
Auf 25 Jahre "Wippertal" Wohnungsbau- und Grundstücksgesellschaft mbH Sondershausen blickte man heute im Achteckhaus von Sondershausen zurück..

Am 20. September vor 25 Jahren begann die Geschichte der "Wippertal" WBG. Hervorgegangen aus dem VEB Gebäudewirtschaft zu DDR Zeiten hatte der Betrieb im Laufe der Jahre zahlreiche Schwierigkeiten und Herausforderungen zu meistern.

Schon ab Vormittag hatte man auf dem Markt ein Fest für die Mieter organisiert, kn berichtete bereits.

Im Achteckhaus von Schloss Sondershausen wurde im Beisein vieler Mitarbeiter, Firmen und betreuenden Behörden ein Bilanz gezogen. Das erfolgte nicht in langen anstrengenden Reden, sondern Moderator Matthias Deichstetter machte das in einer sehr gekonnten Podiumsdiskussion mit den Bürgermeistern von Sondershausen, Joachim Kreyer CDU) und Ebeleben, Uwe Vogt (SPD), dem früheren Geschäftsführer der Wippertal Wolfgang Wytriekus und dem jetzigen Geschäftsführer Eckhard Wehmeier. Der Gründungsgeschäftsführer Klaus Geißler ist leider bereits verstorben.

Städtische Wohnungsgesellschaft wurde 25 Jahre (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Städtische Wohnungsgesellschaft wurde 25 Jahre (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Mit heute ca. 2.600 Wohn- und 60 Gewerbeeinheiten hat man eine solide Basis. Mit den 3400 Wohnungen, die man zum Start hatte, wäre man einfach nicht überlebensfähig gewesen. Auch die hohe Personalkosten konnten gesenkt werden, weil es der Geschäftsführung gelang, die Beschäftigten in andere Unternehmen zu vermitteln.

Wolfgang Wytriekus verwies besonders auf die Probleme Altschuldenhilfegesetz und dessen Umsetzung in der Wippertal. Alle zu übernehmenden Schulden aus DDR-Zeiten (54 Millionen Mark) konnten noch nicht vollständig getilgt werden.

Städtische Wohnungsgesellschaft wurde 25 Jahre (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Städtische Wohnungsgesellschaft wurde 25 Jahre (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Selbst als das alles lieft, kamen auf den neuen Geschäftsführer ab 2004 (Wehmeier) weitere kräftige Probleme dazu: Der Leerstand. Bei stark rückläufiger Bevölkerungszahl mussten viele Wohnungen zurückgebaut werden. Und wir sind leider noch nicht am Ende der Entwicklung so Wehmeier, so schmerzlich das für die Mieter ist, die in den leer zuziehenden Häusern Wohnen.

Von Anfang an dabei und in die Entwicklung einbezogen, der Gesellschafter der Wippertal, die Stadt Sondershausen. Joachim Kreyer zo eine sehr positive Bilanz in der Zusammenarbeit mit der Wippertal. Die gleich gute Bilanz zog Bürgermeister Vogt für Ebeleben. Die Stadt war 1997 als kleinerer Gesellschafter in die Wippertal eingestiegen. Wir hätten als Stadt Ebeleben mit der ganzen Wohnungsbetreuung mit der kleinen Verwaltung nie händeln können.

Und so zogen beide Bürgermeister die Bilanz: Gut, dass es die Wippertal gibt. Und so sprechen viele Gebäude für sich. In Ebeleben zum Beispiel die alte Schule, die jetzt barrierefreie Wohnungen und einen Begegnungsstätte enthält. So bißchen mit Blick auf das Cafe Pille hofft Vogt, dass die Wippertal bei zwei leer stehenden Gasstätten helfen könnte.

Bürgermeister Kreyer würdigte die Leistungen "seiner" städtischen Wohnungsgesellschaft bei der Gestaltung der Stadtentwicklung, sei es das Cafe Pille, das Gottschalcksche Haus oder die neuen Räuen der Thüringer Landesmusikakademie.
Nicht umsonst erhielt die Wippertal den Denkmalsschutzpreis.

Städtische Wohnungsgesellschaft wurde 25 Jahre (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Städtische Wohnungsgesellschaft wurde 25 Jahre (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Unter den Ehrengästen der Feierstunden waren Landrätin Antje Hochwind (SPD), viele Städteräte und vor allem Handwerker und Baufirmen.
Kreyer und Wehmeier dankten den Mietern und Unternehmen für die Unterstützung der Wippertal.
Autor: khh

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