Neues aus Sondershausen
15. Alzheimer Tag Thüringen in Sondershausen
Samstag, 24. September 2016, 20:40 Uhr
Schirmherrin der Veranstaltung Thüringens Sozialministerin Heike Werner. Unter der Überschrift "Jung und alt bewegt Demenz" findet heute in Sondershausen der 15. Alzheimer Tag Thüringen im Bürgerzentrum Cruciskirche statt...
Unter dem Motto Jung und alt bewegt Demenz fand am 21.09.2016 der Weltalzheimer Tag statt. In ganz Deutschland finden um diesen Tag herum die verschiedensten Veranstaltungen statt, so auch heute in Sondershausen. Das Thema Demenz bewegt.
Als Bürgermeister der Stadt Sondershausen hieß Joachim Kreyer (CDU) die Tagungsteilnehmer im Bürgerzentrum willkommen. Er informierte über das große bürgerliche Engagement, damit dies Haus wieder in seinem jetigen Zustand entstehen konnte.
Ministerin Heike Werner (Die Linke) vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie nahm die Schirmherrschaft gern an. Sie dankte der Alzheimergesellschaft, dass sie sich dieses Themas angenommen hat und in die Öffentlichkeit bringt.
Es gibt rund 1,6 Millionen Demenzkranke in Deutschland, so Werner, davon 45.000 in Thüringen. Bis 20150 werden es in Deutschland voraussichtlich 2,6 Millionen sein.
Es geht um die Auseinandersetzung mit dem Thema und sollte nicht nur am Alter festgemacht werden.
Single-Haushalte nehmen zu, in denen ältere Menschen allein wohnen, was zu sozialer Isolation führen kann. Hier müssen Ausgleich geschaffen werden.
Eine Möglichkeit sind die lokalen Allianzen, so Werner. Der Freistaat fördert die 14 bestehenden Allianzenin Thüringen mit 800.000 Euro.
Margot Arendt Vorsitzende Alzheimer Gesellschaft Thüringen e.V. eröffnete die Veranstaltung. Sie wies zu Beginn darauf hin, das Demenz eine Herausforderung auch für junge Menschen ist, die nicht erkrankt sind. Arendt kritisierte fehlende Pflegekräfte und die nicht ausreichenden Entgelte.
Zur Tagung sprach unter anderem Frau Dr. Sambale vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff sprechen und Prof. Bär von der Uniklinik Jena zeigte einen Einblick in die Kliniken der Frontotemporalen Demenzen einführen.
Demenzerkrankungen sind eine Herausforderung nicht nur für die von der Diagnose betroffenen Menschen und ihre Angehörigen, sondern wegen der langen Zeit der Begleitung auch für unsere solidarisch finanzierten sozialen Sicherungssysteme. Die Zahl der Erkrankten nimmt zu, und die Zeit drängt. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, mit mehr Erkrankten und immer weniger personellen und finanziellen Ressourcen, werden die Demenzen zu einer der größten Belastungen für das Gesundheits- und Sozialwesen nicht nur in Deutschland.
Großer Bedarf besteht an individuell passenden Angeboten zur Unterstützung und Versorgung von Menschen mit Demenz und zur Entlastung ihrer Angehörigen. Wir begrüßen die Neudefinition von Pflegebedürftigkeit, die mit dem Pflegestärkungsgesetz II jetzt eingeführt wird, erklärt Monika Kaus, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Wichtig wird nun sein, dass die Veränderungen sich auch in der Praxis wiederfinden, dass ein deutlicher Qualitätssprung stattfindet in der ambulanten und in der stationären Versorgung von Menschen mit Demenz. Zentral ist es hierbei, die Fähigkeiten und Ressourcen der Betroffenen zu erkennen und sie in geeignetem Umfang und in geeigneter Weise gezielt an den Stellen zu unterstützen, wo dies nötig ist.
Hintergrundinformationen:
In Thüringen sind nach Hochrechnungen etwa 45.000 Menschen an einer Demenz erkrankt. Zwei Drittel von ihnen werden von Angehörigen zu Hause betreut. Die Demenzerkrankung bedeutet im Verlauf eine 24-Stunden-Betreuung jeden Tag. Deshalb ist die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer wichtig, damit Angehörige von Menschen mit Demenz wieder etwas Freiraum erlangen.
Autor: khhUnter dem Motto Jung und alt bewegt Demenz fand am 21.09.2016 der Weltalzheimer Tag statt. In ganz Deutschland finden um diesen Tag herum die verschiedensten Veranstaltungen statt, so auch heute in Sondershausen. Das Thema Demenz bewegt.
Als Bürgermeister der Stadt Sondershausen hieß Joachim Kreyer (CDU) die Tagungsteilnehmer im Bürgerzentrum willkommen. Er informierte über das große bürgerliche Engagement, damit dies Haus wieder in seinem jetigen Zustand entstehen konnte.
Ministerin Heike Werner (Die Linke) vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie nahm die Schirmherrschaft gern an. Sie dankte der Alzheimergesellschaft, dass sie sich dieses Themas angenommen hat und in die Öffentlichkeit bringt.
Es gibt rund 1,6 Millionen Demenzkranke in Deutschland, so Werner, davon 45.000 in Thüringen. Bis 20150 werden es in Deutschland voraussichtlich 2,6 Millionen sein.
Es geht um die Auseinandersetzung mit dem Thema und sollte nicht nur am Alter festgemacht werden.
Single-Haushalte nehmen zu, in denen ältere Menschen allein wohnen, was zu sozialer Isolation führen kann. Hier müssen Ausgleich geschaffen werden.
Eine Möglichkeit sind die lokalen Allianzen, so Werner. Der Freistaat fördert die 14 bestehenden Allianzenin Thüringen mit 800.000 Euro.
Margot Arendt Vorsitzende Alzheimer Gesellschaft Thüringen e.V. eröffnete die Veranstaltung. Sie wies zu Beginn darauf hin, das Demenz eine Herausforderung auch für junge Menschen ist, die nicht erkrankt sind. Arendt kritisierte fehlende Pflegekräfte und die nicht ausreichenden Entgelte.
Zur Tagung sprach unter anderem Frau Dr. Sambale vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff sprechen und Prof. Bär von der Uniklinik Jena zeigte einen Einblick in die Kliniken der Frontotemporalen Demenzen einführen.
Demenzerkrankungen sind eine Herausforderung nicht nur für die von der Diagnose betroffenen Menschen und ihre Angehörigen, sondern wegen der langen Zeit der Begleitung auch für unsere solidarisch finanzierten sozialen Sicherungssysteme. Die Zahl der Erkrankten nimmt zu, und die Zeit drängt. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, mit mehr Erkrankten und immer weniger personellen und finanziellen Ressourcen, werden die Demenzen zu einer der größten Belastungen für das Gesundheits- und Sozialwesen nicht nur in Deutschland.
Großer Bedarf besteht an individuell passenden Angeboten zur Unterstützung und Versorgung von Menschen mit Demenz und zur Entlastung ihrer Angehörigen. Wir begrüßen die Neudefinition von Pflegebedürftigkeit, die mit dem Pflegestärkungsgesetz II jetzt eingeführt wird, erklärt Monika Kaus, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Wichtig wird nun sein, dass die Veränderungen sich auch in der Praxis wiederfinden, dass ein deutlicher Qualitätssprung stattfindet in der ambulanten und in der stationären Versorgung von Menschen mit Demenz. Zentral ist es hierbei, die Fähigkeiten und Ressourcen der Betroffenen zu erkennen und sie in geeignetem Umfang und in geeigneter Weise gezielt an den Stellen zu unterstützen, wo dies nötig ist.
Hintergrundinformationen:
In Thüringen sind nach Hochrechnungen etwa 45.000 Menschen an einer Demenz erkrankt. Zwei Drittel von ihnen werden von Angehörigen zu Hause betreut. Die Demenzerkrankung bedeutet im Verlauf eine 24-Stunden-Betreuung jeden Tag. Deshalb ist die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer wichtig, damit Angehörige von Menschen mit Demenz wieder etwas Freiraum erlangen.









