Neues aus Sondershausen
Sammlungszuwachs im Schlossmuseum Sondershausen
Montag, 10. Oktober 2016, 13:45 Uhr
Aus dem Nachlass der Erben der letzten Fürstin Anna Luise von Schwarzburg (1871- 1951) wurden in einem Hamburger Auktionshaus u.a. 2 Stühle angeboten, die wohl zur Ausstattung des Rudolstädter Appartements im Schloss Sondershausen gehörten.
Dank des Engagements des Vorsitzenden vom Förderkreis Schloss & Museum Sondershausen e.V., Stefan Schard konnten die Gelder für den Ankauf eingeworben werden.
Heute präsentierten Stefan Schard und der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Sondershäuser Stadtrat, Hartmut Thiele, die Stühle im sogenannten Apotheke-Zimmer von Schloss Sondershausen.
Wir als Förderkreis Schloss und Museum Sondershausen e.V. sind über den Umstand sehr froh, daß es uns gelungen ist, ein Stück Sondershäuser Geschichte wieder nach Hause zu holen, so Stefan Schard gegenüber kn.
Wir wollten als CDU-Fraktion einen Kulturbeitrag erbringen, als wir erfahren haben, dass die Stühle aufgetaucht waren. Wir wollten privat unseren Beitrag erbringen, und nicht nur nach Kürzungen bei der Kultur rufen, um die finanziellen Problebe der Stadt zu lösen, so Thiele.
Das Schlossmuseum selbst hat keinen Etat, um Gegenstände, Bilder usw., für das Schlossmuseum zu erwerben. Hätten wir dank der Mittel vom Förderverein, bzw. CDU-Fraktion, hätten die beiden Stühle nie angekauft werden kännen und wären wahrscheinlich für immer ineiner privaten Sammlung verschwunden.
Museumsleiterin Christa Hirschler stellte die Stühle im Pressegespräch vor. Ein Brandstempel G unter Fürstenhut auf den seitlichen Zargen der Stühle weist auf den früheren Besitzer hin: G steht für Anna Luises Gemahl Günther Victor von Schwarzburg-Rudolstadt, der nach dem Tod des Sondershäuser Fürsten im Jahr 1909 auch das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen regierte. Für die Erledigung der Dienstgeschäfte benötigte das Fürstenpaar ab dieser Zeit eine Wohnung im Sondershäuser Schloss. Die beiden Stühle gehörten offenbar zur Einrichtung dieser Wohnung.
Gestützt wird diese Annahme durch eine Postkarte aus der Zeit um 1909 (siehe Bildergalerie), auf der zwei gleichartige Stühle als Bestandteil der Möblierung der sog. Apotheke abgebildet sind. Anna Luise hatte diesen Raum im Turm als Teezimmer genutzt. Sie soll sogar während der Bombardierung von Sondershausen sogar in diesem Zimmer gesessen haben wie Hirshler im Gespräch informierte.
Die Stühle sind im Stil des Historismus gearbeitet und werden auf die Zeit um 1890 datiert. Es handelt es sich um Pfostenstühle aus dunkel gebeiztem Eichenholz mit gepolsterter Sitzfläche und einem Polsterfeld in der Rückenlehne. Die Polsterbespannung ist nur noch fragmentarisch erhalten und größtenteils von einer provisorischen Bespannung aus hellem Nesselstoff ersetzt.
Es gehört zu den Glücksfällen für ein Museum, wenn Objekte mit einer solchen Provenienz in die Sammlung kommen. Sie sind Belege fürstlicher Wohnkultur bezogen auf einen konkreten Ort und auf konkrete Besitzer, so Hirschler.
Die Stühle müssen jetzt noch fachgerecht bespannt werden. Der Termin steht noch nicht fest. Das Bespannen mit dem nachempfunden Stoff muss von einem speziellen Möbelrestaurator erfolgen, so Hirschler, von denen es in Deutschland garnicht so viele gibt.
Auf der Postkarte (ganz rechts im Bild) sind noch eine anderer Stuhl zu sehen, von denen noch Exemplare in der Schlosskapelle stehen, wie Christ Hirschler es beim Vergleich mit Postkarte Original feststelle.
Autor: khhDank des Engagements des Vorsitzenden vom Förderkreis Schloss & Museum Sondershausen e.V., Stefan Schard konnten die Gelder für den Ankauf eingeworben werden.
Heute präsentierten Stefan Schard und der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Sondershäuser Stadtrat, Hartmut Thiele, die Stühle im sogenannten Apotheke-Zimmer von Schloss Sondershausen.
Wir als Förderkreis Schloss und Museum Sondershausen e.V. sind über den Umstand sehr froh, daß es uns gelungen ist, ein Stück Sondershäuser Geschichte wieder nach Hause zu holen, so Stefan Schard gegenüber kn.
Wir wollten als CDU-Fraktion einen Kulturbeitrag erbringen, als wir erfahren haben, dass die Stühle aufgetaucht waren. Wir wollten privat unseren Beitrag erbringen, und nicht nur nach Kürzungen bei der Kultur rufen, um die finanziellen Problebe der Stadt zu lösen, so Thiele.
Das Schlossmuseum selbst hat keinen Etat, um Gegenstände, Bilder usw., für das Schlossmuseum zu erwerben. Hätten wir dank der Mittel vom Förderverein, bzw. CDU-Fraktion, hätten die beiden Stühle nie angekauft werden kännen und wären wahrscheinlich für immer ineiner privaten Sammlung verschwunden.
Museumsleiterin Christa Hirschler stellte die Stühle im Pressegespräch vor. Ein Brandstempel G unter Fürstenhut auf den seitlichen Zargen der Stühle weist auf den früheren Besitzer hin: G steht für Anna Luises Gemahl Günther Victor von Schwarzburg-Rudolstadt, der nach dem Tod des Sondershäuser Fürsten im Jahr 1909 auch das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen regierte. Für die Erledigung der Dienstgeschäfte benötigte das Fürstenpaar ab dieser Zeit eine Wohnung im Sondershäuser Schloss. Die beiden Stühle gehörten offenbar zur Einrichtung dieser Wohnung.
Gestützt wird diese Annahme durch eine Postkarte aus der Zeit um 1909 (siehe Bildergalerie), auf der zwei gleichartige Stühle als Bestandteil der Möblierung der sog. Apotheke abgebildet sind. Anna Luise hatte diesen Raum im Turm als Teezimmer genutzt. Sie soll sogar während der Bombardierung von Sondershausen sogar in diesem Zimmer gesessen haben wie Hirshler im Gespräch informierte.
Die Stühle sind im Stil des Historismus gearbeitet und werden auf die Zeit um 1890 datiert. Es handelt es sich um Pfostenstühle aus dunkel gebeiztem Eichenholz mit gepolsterter Sitzfläche und einem Polsterfeld in der Rückenlehne. Die Polsterbespannung ist nur noch fragmentarisch erhalten und größtenteils von einer provisorischen Bespannung aus hellem Nesselstoff ersetzt.
Es gehört zu den Glücksfällen für ein Museum, wenn Objekte mit einer solchen Provenienz in die Sammlung kommen. Sie sind Belege fürstlicher Wohnkultur bezogen auf einen konkreten Ort und auf konkrete Besitzer, so Hirschler.
Die Stühle müssen jetzt noch fachgerecht bespannt werden. Der Termin steht noch nicht fest. Das Bespannen mit dem nachempfunden Stoff muss von einem speziellen Möbelrestaurator erfolgen, so Hirschler, von denen es in Deutschland garnicht so viele gibt.
Auf der Postkarte (ganz rechts im Bild) sind noch eine anderer Stuhl zu sehen, von denen noch Exemplare in der Schlosskapelle stehen, wie Christ Hirschler es beim Vergleich mit Postkarte Original feststelle.













