Thüringer HC
Gegen den Favoriten chancenlos
Sonntag, 06. November 2016, 19:26 Uhr
Im zweiten Aufeinandertreffen mit dem montenegrinischen Meister Buducnost gab es für den Thüringer HC nichts zu holen. Mit 19:28 (8:17) unterlag der Deutsche Meister in Podgorica wieder deutlich und hatte in Meike Schmelzer mit vier Treffern seine erfolgreichste Werferin. Für Podgorica erzielte Katarina Bulatovic (6/5) die meisten Treffer...
Der THC begann die Partie mit einer anderen Körpersprache als vor Wochenfrist und ließ die Gastgeberinnen nicht so weit enteilen. Meike Schmelzer hatte in den ersten Minuten drei sehenswerte Tore gegen Zoqbi de Paula erzielt, doch der Rückraum des THC tat sich wie im Hinspiel schwer gegen das Abwehrbollwerk von Buducnost.
Nach acht Minuten führte der Favorit mit 5:2. Herbert Müller zog die Notbremse und nahm seine erste Auszeit. Der Thüringer HC kämpfte um den Anschluss. Houette traf von Linksaußen zum 4:7. Buducnost machte die einfacheren Tore aus dem Rückraum, speziell Cristina Neagu zeigte dabei wieder ihre Extraklasse.
Katarina Bulatovic hatte bis dahin alle Strafwürfe der Gastgeberinnen sicher verwandelt und Buducnost baute die Führung weiter aus. Das konnte auch die nach 16 Minuten eingewechselte Dinah Eckerle nicht ändern, Neli Irman erzielte das 9:4. Die Thüringerinnen kämpften verbissen um den Anschluss, aber Buducnost war einfach stärker. Die Abwehrspielerinnen traten schnell bis auf neun Meter heraus, die Fernwürfe der Thüringerinnen waren sichere Beute von Paula oder verfehlten das Tor der Montenegrinerinnen. Nach 25 Minuten war der Vorsprung auf 15:6 aus Gastgebersicht angewachsen - die Zehn-Tore-Differenz drohte. Kerstin Wohlbold kassierte in der 26. Minute bereits ihre zweite Zeitstrafe.
In die Kabine ging es mit einer 17:8 Führung für das Heimteam. Die Statistik war eindeutig - 55 % Angriffs- und 68 % Wurfeffektivität hatte der THC 25 % und 33 % entgegenzusetzen. Die Gäste erkämpften keinen einzigen Strafwurf, Buducnost hingegen fünf und verwandete diese zu 100 %.
Wie im Hinspiel ließ Gästetrainer Adzic Cristina Neagu und Katarina Bulatovic auf der Bank, lediglich Zoqby de Paula blieb im Tor der Gastgeberinnen, bei denen jetzt wieder Milena Raicevic (früher Knezevic) Regie führte. Buducnost jetzt nicht mehr so dominant, doch die Thüringerinnen scheiterten bei ihren mehrfachen Chancen an der starken de Paula. Speziell Manon Houette brachte von Außen keinen Ball an ihr vorbei. Trotzdem war jetzt der THC auf Augenhöhe - die 13 Nachpausenminuten endeten mit einem 3:3 Unentschieden - auch dank einer sicheren Dinah Eckerle zwischen den Pfosten.
Der erste verwandelte Strafwurf zum 12:20 (Iveta Luzumova) sicherte sogar die 4:3 Führung der Gäste in dieser "besonderen Phase. Jetzt gab es eine eigenartige Stürmerfoulentscheidung, die nicht nur Herbert Müller lautstark monierte. Die Abwehrspielerin war eindeutig durch den Kreis gelaufen - doch die Schiedsrichterinnen bestraften den THC-Trainer mit einer Gelben Karte.
Macarena Aguilar tankte sich jetzt durch die Abwehr und erzielte das 14:21. In die letzten zehn Spielminuten ging es mit einem 22:14 für Podgorica - nach mehreren Wochen Pause kam beim THC jetzt Maria Kiedrowski zum Einsatz und konnte nach schönem Langpass von Dinah Eckerle im Tempogegenstoß das 15:22 erzielen. Lazovic musste für 2 Minuten auf die Bank und der THC versuchte es mit 7 gegen 5 - leider erfolglos. Erst verpasste Crina Pintea einen Pass an den Kreis - dann führte ein weiterer Ballverlust zum Treffer ins leere THC-Tor. Vier Minuten vor dem Ende hatte dann die "zweite Reihe" des Gastgebers erstmalig die Zehn-Tore-Führung erreicht - Agovic erzielte das 26:16.
Die letzte Minute konnte der THC in Überzahl spielen - doch das brachte letztlich keinen Vorteil. Ein Ballverlust führte zum 28:19 aus Sicht des ZRK und so lautete auch das Endresultat. Ein schwacher Trost bleibt - gegen den zweiten Anzug des montenegrinischen Meisters war man gleichwertig (11:11), was allerdings nichts an der klaren Niederlage gegen den Gruppenfavoriten ändert. Nun verbleiben noch zwei Gruppenspiele, wo durchaus Punktgewinne möglich sind. ( 13.11. in Norwegen gegen Drammen, 19.11. in Nordhausen gegen Metz)
Stephanie Lapp / Roman Knabe
Autor: redDer THC begann die Partie mit einer anderen Körpersprache als vor Wochenfrist und ließ die Gastgeberinnen nicht so weit enteilen. Meike Schmelzer hatte in den ersten Minuten drei sehenswerte Tore gegen Zoqbi de Paula erzielt, doch der Rückraum des THC tat sich wie im Hinspiel schwer gegen das Abwehrbollwerk von Buducnost.
Nach acht Minuten führte der Favorit mit 5:2. Herbert Müller zog die Notbremse und nahm seine erste Auszeit. Der Thüringer HC kämpfte um den Anschluss. Houette traf von Linksaußen zum 4:7. Buducnost machte die einfacheren Tore aus dem Rückraum, speziell Cristina Neagu zeigte dabei wieder ihre Extraklasse.
Katarina Bulatovic hatte bis dahin alle Strafwürfe der Gastgeberinnen sicher verwandelt und Buducnost baute die Führung weiter aus. Das konnte auch die nach 16 Minuten eingewechselte Dinah Eckerle nicht ändern, Neli Irman erzielte das 9:4. Die Thüringerinnen kämpften verbissen um den Anschluss, aber Buducnost war einfach stärker. Die Abwehrspielerinnen traten schnell bis auf neun Meter heraus, die Fernwürfe der Thüringerinnen waren sichere Beute von Paula oder verfehlten das Tor der Montenegrinerinnen. Nach 25 Minuten war der Vorsprung auf 15:6 aus Gastgebersicht angewachsen - die Zehn-Tore-Differenz drohte. Kerstin Wohlbold kassierte in der 26. Minute bereits ihre zweite Zeitstrafe.
In die Kabine ging es mit einer 17:8 Führung für das Heimteam. Die Statistik war eindeutig - 55 % Angriffs- und 68 % Wurfeffektivität hatte der THC 25 % und 33 % entgegenzusetzen. Die Gäste erkämpften keinen einzigen Strafwurf, Buducnost hingegen fünf und verwandete diese zu 100 %.
Wie im Hinspiel ließ Gästetrainer Adzic Cristina Neagu und Katarina Bulatovic auf der Bank, lediglich Zoqby de Paula blieb im Tor der Gastgeberinnen, bei denen jetzt wieder Milena Raicevic (früher Knezevic) Regie führte. Buducnost jetzt nicht mehr so dominant, doch die Thüringerinnen scheiterten bei ihren mehrfachen Chancen an der starken de Paula. Speziell Manon Houette brachte von Außen keinen Ball an ihr vorbei. Trotzdem war jetzt der THC auf Augenhöhe - die 13 Nachpausenminuten endeten mit einem 3:3 Unentschieden - auch dank einer sicheren Dinah Eckerle zwischen den Pfosten.
Der erste verwandelte Strafwurf zum 12:20 (Iveta Luzumova) sicherte sogar die 4:3 Führung der Gäste in dieser "besonderen Phase. Jetzt gab es eine eigenartige Stürmerfoulentscheidung, die nicht nur Herbert Müller lautstark monierte. Die Abwehrspielerin war eindeutig durch den Kreis gelaufen - doch die Schiedsrichterinnen bestraften den THC-Trainer mit einer Gelben Karte.
Macarena Aguilar tankte sich jetzt durch die Abwehr und erzielte das 14:21. In die letzten zehn Spielminuten ging es mit einem 22:14 für Podgorica - nach mehreren Wochen Pause kam beim THC jetzt Maria Kiedrowski zum Einsatz und konnte nach schönem Langpass von Dinah Eckerle im Tempogegenstoß das 15:22 erzielen. Lazovic musste für 2 Minuten auf die Bank und der THC versuchte es mit 7 gegen 5 - leider erfolglos. Erst verpasste Crina Pintea einen Pass an den Kreis - dann führte ein weiterer Ballverlust zum Treffer ins leere THC-Tor. Vier Minuten vor dem Ende hatte dann die "zweite Reihe" des Gastgebers erstmalig die Zehn-Tore-Führung erreicht - Agovic erzielte das 26:16.
Die letzte Minute konnte der THC in Überzahl spielen - doch das brachte letztlich keinen Vorteil. Ein Ballverlust führte zum 28:19 aus Sicht des ZRK und so lautete auch das Endresultat. Ein schwacher Trost bleibt - gegen den zweiten Anzug des montenegrinischen Meisters war man gleichwertig (11:11), was allerdings nichts an der klaren Niederlage gegen den Gruppenfavoriten ändert. Nun verbleiben noch zwei Gruppenspiele, wo durchaus Punktgewinne möglich sind. ( 13.11. in Norwegen gegen Drammen, 19.11. in Nordhausen gegen Metz)
Stephanie Lapp / Roman Knabe
