Die USA haben gewählt
Politische Reaktionen (4)
Mittwoch, 09. November 2016, 17:37 Uhr
Den Ausgang der Wahl in den USA kommentiert Susanne Hennig-Wellsow, Landes- und Fraktionsvorsitzende der Partei DIE LINKE Thüringen...
Mit Donald Trump im Weißen Haus wird kein soziales Problem in den USA gelöst. Das Ergebnis der Wahl wird die Spaltung der US-Gesellschaft stattdessen weiter vorantreiben. Ein erster Blick in die Statistiken zeigt, es waren nicht die sozial Abgehängten, die Erwerbslosen und die Armen, die für Trump gestimmt haben, sondern in der Tendenz weiße, wütende Männer der Mittelschicht. Trumps Finger in der Nähe des Auslösers der Atomsprengköpfe der USA ist eine Gefahr für die ganze Welt.
Mit dem demokratischen Sozialisten Bernie Sanders war ein überraschender Kandidat beim Kampf um die Spitzenkandidatur bei den Demokraten auf die politische Bühne getreten und konnte erstaunliche Erfolge verzeichnen. Auf ihn hatte ich gehofft. Denn er trat für mehr soziale Gerechtigkeit, für Umverteilung von Reichtum von oben nach unten, für einen ordentlichen Mindestlohn, für eine Krankenversicherung für alle, für die Regulierung von Banken und mehr demokratische Mitbestimmung in einem tief gespaltenen Land ein.
Aber wer jetzt überheblich auf die USA und ihre Wahlentscheidung blickt, sollte bedenken: Mit ganz ähnlichen Parolen hetzt die AfD. Und der neue Thüringen-Monitor zeigt, dass der Wunsch nach autoritärer Herrschaft und Ausgrenzung auch hier weit verbreitet ist. Wer Jahr für Jahr die Warnungen vor rechten, rassistischen und autoritären Einstellungen und die tiefen Spaltungen in der Gesellschaft ignoriert hat, der braucht sich nicht wundern, wenn aus Einstellungen irgendwann Handlungen werden.
Ich hoffe, dass die Bewegung von Sanders und die unterlegenen Demokraten jetzt nicht aufgeben, sondern die Gesellschaft auf den Straßen und bei den nächsten Wahlen gegen den Rechtskurs von Trump mobilisieren.
Autor: redMit Donald Trump im Weißen Haus wird kein soziales Problem in den USA gelöst. Das Ergebnis der Wahl wird die Spaltung der US-Gesellschaft stattdessen weiter vorantreiben. Ein erster Blick in die Statistiken zeigt, es waren nicht die sozial Abgehängten, die Erwerbslosen und die Armen, die für Trump gestimmt haben, sondern in der Tendenz weiße, wütende Männer der Mittelschicht. Trumps Finger in der Nähe des Auslösers der Atomsprengköpfe der USA ist eine Gefahr für die ganze Welt.
Mit dem demokratischen Sozialisten Bernie Sanders war ein überraschender Kandidat beim Kampf um die Spitzenkandidatur bei den Demokraten auf die politische Bühne getreten und konnte erstaunliche Erfolge verzeichnen. Auf ihn hatte ich gehofft. Denn er trat für mehr soziale Gerechtigkeit, für Umverteilung von Reichtum von oben nach unten, für einen ordentlichen Mindestlohn, für eine Krankenversicherung für alle, für die Regulierung von Banken und mehr demokratische Mitbestimmung in einem tief gespaltenen Land ein.
Aber wer jetzt überheblich auf die USA und ihre Wahlentscheidung blickt, sollte bedenken: Mit ganz ähnlichen Parolen hetzt die AfD. Und der neue Thüringen-Monitor zeigt, dass der Wunsch nach autoritärer Herrschaft und Ausgrenzung auch hier weit verbreitet ist. Wer Jahr für Jahr die Warnungen vor rechten, rassistischen und autoritären Einstellungen und die tiefen Spaltungen in der Gesellschaft ignoriert hat, der braucht sich nicht wundern, wenn aus Einstellungen irgendwann Handlungen werden.
Ich hoffe, dass die Bewegung von Sanders und die unterlegenen Demokraten jetzt nicht aufgeben, sondern die Gesellschaft auf den Straßen und bei den nächsten Wahlen gegen den Rechtskurs von Trump mobilisieren.
