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Neues aus Sondershausen

Neues Leben in die Innenstadt

Mittwoch, 16. November 2016, 00:01 Uhr
In Sondershausen soll das Thema „Musikstadt" weiter Form an gewinnen und erste Maßnahmen zur Verminderung des Leerstands der Geschäfte beginnt zu greifen...

In Sondershausen fand heute der 3. Erfahrungsaustausch (ERFA) vor Ort der IHK-Netzwerkinitiative „Innenstädte erfolgreich machen“ im Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen statt.

Neues Leben in die Innenstadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neues Leben in die Innenstadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Moderator Dr. Hardo Kendschek konnte bei der Begrüßung der Gäste Dr. Cornelia Haase-Lerch, Stellv. Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt Gastgeber Joachim Kreyer, Bürgermeister der Stadt Sondershausen und Ralf Hauboldt Bürgermeister der Stadt Sömmerda, sowie weitere Vertreter der Städte und Händler aus Apolda, Bad Langensalza, Eisenach, Heilbad Heiligenstadt, Sömmerda und Sondershausen begrüßen

Neues Leben in die Innenstadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neues Leben in die Innenstadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Thema in der Runde heute: Die Innenstadt von Sondershausen stellt sich vor. Kreyer gab zuerst einen Überblick über die Geschichte der Stadt Sondershausen. Aktuell auf das Thema "Reichsbürger" eingehend sagte er, Sie müssen mich nicht königliche Hoheit nennen, auch wenn die Reichsbürger das Königreich Sondershausen ausgerufen haben.

Aktuell verwies er darauf, dass die rund 155 ha Gewerbegebiete zu über 80 Prozent belegt sind. Auch wenn wir uns u.a. Bergstadt nennen, Schwerpunkt ist die Elektroindustrie, denn allein WAGO hat rund 1.200 Beschäftigte.

Von den rund 100.000 Übernachtungen entfallen 60.000 auf den Ferienpark Feuerkuppe. Als Erfolgsmodell für die Stadt bezeichnete er die Thüringer Schlossfestspiele.
Das wir große Geschäfte auf der grünen Wiese im Außenbereich verhindert haben, hat uns aktuell bei Leerstand nicht geholfen.

Neues Leben in die Innenstadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neues Leben in die Innenstadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Kendschek stellte einige Thesen in Raum (siehe Bildergalerie) und bezeichnete die Begrüßungsschilder der Stadt für die Besucher als gut gelöst.

Aus dem Bauamt gab Uta Keyser einen Überblick über die Probleme der Stadtentwicklung und wie sie in einigen Schwerpunktgebieten der Stadt realisiert wurden mit Schwerpunkt über den Bau der Galerie am Schlossberg. In die notwendige Umgestaltung der Infrastruktur rund um die Galerie musste die Stadt rund 2,8 Millionen Euro stecken.

Schwerpunkt natürlich die Probleme bei der flächenmäßigen Ausdehnung der Stadt. Bei 200 Quadratkilometer Fläche müssen 14 Feuerwehren erhalten werden, gilt es zum Beispiel 27 Spielplätze und 17 Friedhöfe zu pflegen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Hier hakte Kreyer nochmals ein und verwies auf ein aktuelle Schreiben des Innenministers an alle Mittelzentren Thüringens, in dem Stand die Forderung, die Mittelzentren haben noch zu wachsen.

Neues Leben in die Innenstadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neues Leben in die Innenstadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Dann stellte der Geschäftsführer der Wippertal. Eckhard Wehmeier die städtische Wohnungsgesellschaft vor (2.600 Wohnungen und 66 Gewerberäume + eine Seniorenresidenz, die von der AWO betrieben wird.
Schwerpunkt war aber die Umgestaltung der Wezel-Straße, von der reinen Fußgängerzone zur jetzigen Form. Damals hatte es 5.000 Unterschriften einer Bürgerinitiative gegeben, welche gegen die Umgestaltung waren. In dem jetzigen Zustand sei gerade dieser Teil der Innenstadt kaum ohne Leerstand und in den Geschäftsräumen ist ein Mix an Gewerbe.

Neues Leben in die Innenstadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neues Leben in die Innenstadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Angela Böhme von der Wirtschaftsförderung in Sondershausen informierte über die Pläne, die Stadt solle eine erlebbare Musikstadt werden. Ins Auge gefasst werden solche Themen wie spezielle Themen Zimmer in Hotels oder musikalisch gestaltete Speisekarten.

Auch wenn hier noch dran gearbeitet wird, kann man einige Verbesserungen bei der Frage des Leerstandes vorweisen, nach dem vor einiger zeit die große Diskussion begann. Im Gespräch mit kn informierte Markus Strunck von der Wirtschaftsförderung, dass rund 400 Quadratmeter Gewerbefläche wieder belegt werden.

Ohne bereits Namen zu nennen wird die aufgegeben Bäckerei Axt in der Hauptstraße bald wieder ein Geschäft beherbergen, genau wie der leerstehende Laden von früher EP-Ohm. Der ehemalige Arko-Laden ist bereits belegt und in der Wezel-Straßen wird der MDR in leer Geschäftsräume einziehen.

Erreicht wurde das, so Strunck, durch aktive Anzeigengestaltung über Google Adworks, wo man mit 60 Euro Einsatz über 700.000 Mal in den verschiedenen Webseiten zu sehen war. Und darüber gab es dann auch etliche Anfragen und Angebote.

Und wie sehen die Forumteilnehmer Sondershausen? Es stand nämlich auch ein Stadtrundgang auf dem Programm, der später in einer Diskussion ausgewertet wurde. Und es wurde mit Kritik nicht gespart, aber es gab auch Tipps.

Hier geht es zur Diskussion:
Radwege, Musikstadtpräsentation und Parkplatzmanagement?
Autor: khh

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