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170 zusätzliche Stellen bei 850 staatlichen Schulen

So kann Inklusion nicht funktionieren

Donnerstag, 17. November 2016, 06:19 Uhr
Bildungsministerin Birgit Klaubert habe laut Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nun endlich erkannt, dass Inklusion nur bei entsprechender Personalausstattung in allen Schulen gelingen kann. Aber...


"Dass sie dann aber nur 170 Stellen für den Haushaltsplan anmeldet, geht am tatsächlichen Bedarf vorbei. Es ist leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein und in Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen nicht nachvollziehbar. Wir fordern die Ministerin auf, mutig in die Haushaltsverhandlungen zu gehen. Für eine bedarfsgerechte Ausstattung der Schulen weiß sie die GEW an ihrer Seite“, so Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen.

Weit mehr zusätzliches Personal als die von Bildungsministerin Birgit Klaubert heute angekündigten 170 zusätzlichen Stellen für Lehrer, Sonderpädagogen und Fachkräfte sind für eine funktionierende Inklusion notwendig. Dieser Bedarf sei für die Verhandlungen zum nächsten Doppelhaushalt 2018/19 angemeldet worden. So gut wie alle der 850 staatlichen Schulen in Thüringen haben Bedarf angemeldet.

Werden tatsächlich nur 170 zusätzliche Stellen geschaffen, bedeutet das in der Konsequenz, dass nur ausgewählte Schulen inklusiv unterrichten können, die meisten anderen Schulen jedoch Inklusion nur auf dem Papier betreiben. Das ist vom selbst formulierten Anspruch dieser Landesregierung jedoch weit entfernt und wird weder den Lehrkräften noch den Schülern und Eltern gerecht. „Problem erkannt, aber noch lange nicht gebannt“, so Vitzthum abschließend.
Autor: red

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