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Ein Blick in die Statistik

Die Thüringer und der Tod

Freitag, 25. November 2016, 10:13 Uhr
Im Jahr 2015 verstarben 28 830 Thüringer Bürger, davon 14 177 Männer und 14 653 Frauen. Das waren 1 873 Personen bzw. 6,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik betrug das durchschnittliche Sterbealter 77,7 Jahre (2014: 77,4 Jahre)...

Die Thüringer Männer verstarben im Durchschnitt mit 73,8 Jahren, die Frauen mit 81,4 Jahren (2014: 73,6 bzw. 81,0 Jahre).

Die häufigste Todesursache stellte auch im Jahr 2015 eine Herz-Kreislauferkrankung dar. Damit ließen sich 41,4 Prozent aller Todesfälle auf diese Erkrankung zurückführen (11 950 Fälle). Davon waren Frauen mit einem Anteil von 56,4 Prozent häufiger betroffen als Männer, deren Anteil bei 43,6Prozent lag. Infolge von Kreislauferkrankungen starben insbesondere ältere Menschen. 10 466 Personen bzw. 87,6 Prozent waren 70 Jahre und älter. Das durchschnittliche Sterbealter bei diesem Krankheitsbild betrug 81,6 Jahre.

Auch hier war ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern zu verzeichnen. Während die Männer an einer Kreislauferkrankung im Alter von 77,2 Jahren starben, erreichten die Frauen mit derselben Todesursache durchschnittlich ein Alter von 84,9 Jahren. Rund jeder siebente Verstorbene, der an einer Krankheit des Kreislaufsystems verstarb, erlag einem akuten Myokardinfarkt (1 854 Fälle bzw. 15,5 Prozent).
Die zweithäufigste Todesursache im Jahr 2015 war mit 6947Fällen bzw. einem Anteil von 24,1 Prozent eine Neubildung. Darunter erlagen 97,7 Prozent bzw. 6 790 Thüringer einem bösartigen Tumorleiden. Ein Jahr zuvor betrug der Anteil der an Neubildungen Gestorbenen an den Sterbefällen 24,7 Prozent. Von den Personen, die einer Neubildung erlagen, waren 5 997 Personen bzw. 86,3 Prozent 60 Jahre und älter. Das mittlere Sterbealter betrug 73,2 Jahre.

Die Zahl der Sterbefälle infolge von Krankheiten des Atmungssystems ist im Jahr 2015 um 20,7 Prozent auf 2 278 Fälle gestiegen. In weiteren 1 376 Fällen bzw. bei 4,8 Prozent führten Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (nichtnatürlicher Tod) zum Tod. In den Jahren 2013 und 2014 betrug der Anteil 4,7 Prozent (2013: 1 295 Fälle,

2014: 1 262 Fälle). Dabei waren Männer mit einem Anteil von 5,7 Prozent an allen Todesursachen häufiger betroffen als Frauen (3,9 Prozent).
Autor: red

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