Neue Buslinien verbinden besser
Ebeleben rückt an Sondershausen heran
Montag, 12. Dezember 2016, 18:47 Uhr
Aber nicht nur die beiden Städte rücken zusammen, auch der neue Unstrut-Werra-Radweg (UWR) wird aufgewertet. Was da heute heute in Ebeleben passierte und welche bedeutenden Veränderungen es gibt, erfahren Sie hier...
Auf den ersten Blick schien es wie eine ganz normale Busankunft auf dem Markt in Ebeleben, als ein Bus aus Richtung Mühlhausen nach 15:00 Uhr in Ebeleben eintraf. Unscheinbar die Busnummer für die Linie, 130, aber bedeutend für die Region.
Nicht umsonst hatte sich nochmals politische Prominenz auf dem Markt versammelt. Flankiert vom Geschäftsführer der Regionalbus GmbH, Gerd Haßkerl (li.) und Matthias Scheithauer, Landesgruppengeschäftsführer der Landesgruppe Sachsen-Thüringen im Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hatten symbolisch der Landrat des Unstrut-Hainch-Kreis, Harld Zanker (SPD), die Landrätin des Kyffhäuserkreises, Antje Hochwind (SPD) und Ebelebens Bürgermeister Uwe Vogt (SPD), das symbolische Band für die neue Linie durchschnitten.
Gestern war in Mihla das landesbedeutsames Busnetz mit der Linie 30 in Betrieb genommen worden (kn berichtete bereits Landesbedeutsames Busnetz geht an den Start). Der Freistaat Thüringen fördert diese Busprojekt, das den ländlichen Raum besser erschließen soll.
Kriterium für so eine landesbedeutsame Buslinie ist, werktags müssen mindestens acht Buspaare (hin und zurück) fahren, und Samstag und Sonntags mindestens vier Buspaare, und das trifft nicht nur für für die Linie 30 Eisenach - Mühlhausen zu, sondern auch für die Linien 130 Mühlhausen - Sondershausen und 530 Sondershausen Artern.
Besonders froh war Uwe Vogt, er hatte lange Zeit um eine Verbesserung des Busverkehrs in Richtung Sondershausen kämpfen müssen. Vor dem Fahrplanwechsel am Sonntag, gab es zwischen Ebeleben und Sondershausen an Samstagen überhaupt kein Busverbindung. Die Eisenbahn zwischen den beiden Orten ist ja schon lange passe. Ebeleben und Sondershausen rücken endlich wieder näher aneinander, so Vogt.
Harald Zanker und Gerd Haßkerl verwiesen besonders noch auf einen anderen Umstand. Die Fahrpläne wurden so ausgerichtet, dass es an den Bahnhöfen Eisenach, Mühlhausen, Sondershausen und Artern weitgehend gute Anschlüssen für den Eisenbahnverkehr gibt. Das war eine weitere Bedingung für die Förderung als landesbedeutsame Buslinie.
Durch die Zusammenlegung zweier Linien zur Linie 130 wurde auch noch der Schülerbusverkehr im Westteil des Kyffhäuserkreises verbessert, besonders in Richtung Kleinberndten. Auch wenn noch nicht in absehbarer Zeit vorgesehen ist, dass es zwischen Eisenach und Artern einen durchfahrenden Bus (ohne Umsteigen) geben wird, so Haßkerl, so ist es doch ein enormer Fortschritt.
Die Fahrpläne der Linien müssen für eine optimale Vertaktung auf den Winter-Fahrplan der Bahn abgestimmt werden, der ab Sonntag gültig ist.
Hier der Fahrplan zur Linie Eisenach - Mühlhausen:
http://www.regionalbus.de/images/downloads/mhl/30.pdf
In Mühlhausen besteht eine Umsteigemöglichkeit auf die Linier Mühlhausen - Sondershausen.
http://www.regionalbus.de/images/downloads/mhl/130.pdf
In Sondershausen besteht die Umsteigemöglichkeit in Richtung Artern mit der Linie Sondershausen - Artern
http://www.regionalbus.de/images/downloads/sdh/530.pdf
Später soll es durchgehende Busse geben. Mehr dazu soll es am Montag bei einer Pressekonferenz in Ebeleben geben.
Mit den Buslinien wird es bald recht preisgünstige Verbindungen von Sondershausen nach Eisenach geben, wie ein Beispiel zeigt:
Bus
05:05 SDH
06:19 MHL
06:30 MHL
07:46 EIS
Preis 6,10 Euro ohne Ermäßigung
Zug
04:45 SDH
06:40 EIS
Preis 24,00 Euro ohne Ermäßigung
Und noch etwas war heute bei der Busankunft neu. Das sah man erst, wenn den Bus sich von hinten besah. Der Bus hatte einen Fahrradträger an Bord. Der soll besonders in der Saison und besonders bei den Wochenendfahrten zum Einsatz kommen. Noch sind nicht genügend Fahrradträger vorhanden, damit zwischen Mühlhausen und Sondershausen alle Buspaare an den Wochenenden mit diesem Fahrradträger ausgerüstet werden können. Aber wenn der Bus nicht gerade brechend voll ist, dürfen auch ohne Außenfahrradträger Fahrräder im Bus kostenlos mitgeführt werden, wie Gerd Haßkerl im Gespräch mit kn erläuterte.
Landrätin Hochwind zeigte sich sehr zufrieden über diese Möglichkeit der Fahrradmitnahme. Damit kann man nun auch auf dem UWR eine längere Strecke fahren und wenn es die Kräfte nich zulassen, mit dem Bus zurückfahren.
Hoch erfreut zeigte sich der Vorsitzende des ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. Kyffhäuserkreis Hans-Christoph Schmidt im Gespräch mit kn. Das ist ja wie ein Weihnachtsgeschenk. Schmidt hatte zeitgleich an einer Beratung des Trink- und Abwasserzweckverbandes Helbe - Wipper teilgenommen.
Nach einem Jahr der Probephase soll untersucht werden, welche Optimierungen möglich sind.
Aber eines sollte auch klar sein, dieses Angebot der Buslinien sollte von den Bürgern auch gut genutzt werden. Nicht das man nach einem Jahr zum Schluss kommt, da ist kaum einer Mitgefahren und wir können uns das Ganze schenken! Das wäre das schlimme was passieren kann!
Autor: khhAuf den ersten Blick schien es wie eine ganz normale Busankunft auf dem Markt in Ebeleben, als ein Bus aus Richtung Mühlhausen nach 15:00 Uhr in Ebeleben eintraf. Unscheinbar die Busnummer für die Linie, 130, aber bedeutend für die Region.
Nicht umsonst hatte sich nochmals politische Prominenz auf dem Markt versammelt. Flankiert vom Geschäftsführer der Regionalbus GmbH, Gerd Haßkerl (li.) und Matthias Scheithauer, Landesgruppengeschäftsführer der Landesgruppe Sachsen-Thüringen im Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hatten symbolisch der Landrat des Unstrut-Hainch-Kreis, Harld Zanker (SPD), die Landrätin des Kyffhäuserkreises, Antje Hochwind (SPD) und Ebelebens Bürgermeister Uwe Vogt (SPD), das symbolische Band für die neue Linie durchschnitten.
Gestern war in Mihla das landesbedeutsames Busnetz mit der Linie 30 in Betrieb genommen worden (kn berichtete bereits Landesbedeutsames Busnetz geht an den Start). Der Freistaat Thüringen fördert diese Busprojekt, das den ländlichen Raum besser erschließen soll.
Kriterium für so eine landesbedeutsame Buslinie ist, werktags müssen mindestens acht Buspaare (hin und zurück) fahren, und Samstag und Sonntags mindestens vier Buspaare, und das trifft nicht nur für für die Linie 30 Eisenach - Mühlhausen zu, sondern auch für die Linien 130 Mühlhausen - Sondershausen und 530 Sondershausen Artern.
Besonders froh war Uwe Vogt, er hatte lange Zeit um eine Verbesserung des Busverkehrs in Richtung Sondershausen kämpfen müssen. Vor dem Fahrplanwechsel am Sonntag, gab es zwischen Ebeleben und Sondershausen an Samstagen überhaupt kein Busverbindung. Die Eisenbahn zwischen den beiden Orten ist ja schon lange passe. Ebeleben und Sondershausen rücken endlich wieder näher aneinander, so Vogt.
Harald Zanker und Gerd Haßkerl verwiesen besonders noch auf einen anderen Umstand. Die Fahrpläne wurden so ausgerichtet, dass es an den Bahnhöfen Eisenach, Mühlhausen, Sondershausen und Artern weitgehend gute Anschlüssen für den Eisenbahnverkehr gibt. Das war eine weitere Bedingung für die Förderung als landesbedeutsame Buslinie.
Durch die Zusammenlegung zweier Linien zur Linie 130 wurde auch noch der Schülerbusverkehr im Westteil des Kyffhäuserkreises verbessert, besonders in Richtung Kleinberndten. Auch wenn noch nicht in absehbarer Zeit vorgesehen ist, dass es zwischen Eisenach und Artern einen durchfahrenden Bus (ohne Umsteigen) geben wird, so Haßkerl, so ist es doch ein enormer Fortschritt.
Die Fahrpläne der Linien müssen für eine optimale Vertaktung auf den Winter-Fahrplan der Bahn abgestimmt werden, der ab Sonntag gültig ist.
Hier der Fahrplan zur Linie Eisenach - Mühlhausen:
http://www.regionalbus.de/images/downloads/mhl/30.pdf
In Mühlhausen besteht eine Umsteigemöglichkeit auf die Linier Mühlhausen - Sondershausen.
http://www.regionalbus.de/images/downloads/mhl/130.pdf
In Sondershausen besteht die Umsteigemöglichkeit in Richtung Artern mit der Linie Sondershausen - Artern
http://www.regionalbus.de/images/downloads/sdh/530.pdf
Später soll es durchgehende Busse geben. Mehr dazu soll es am Montag bei einer Pressekonferenz in Ebeleben geben.
Mit den Buslinien wird es bald recht preisgünstige Verbindungen von Sondershausen nach Eisenach geben, wie ein Beispiel zeigt:
Bus
05:05 SDH
06:19 MHL
06:30 MHL
07:46 EIS
Preis 6,10 Euro ohne Ermäßigung
Zug
04:45 SDH
06:40 EIS
Preis 24,00 Euro ohne Ermäßigung
Und noch etwas war heute bei der Busankunft neu. Das sah man erst, wenn den Bus sich von hinten besah. Der Bus hatte einen Fahrradträger an Bord. Der soll besonders in der Saison und besonders bei den Wochenendfahrten zum Einsatz kommen. Noch sind nicht genügend Fahrradträger vorhanden, damit zwischen Mühlhausen und Sondershausen alle Buspaare an den Wochenenden mit diesem Fahrradträger ausgerüstet werden können. Aber wenn der Bus nicht gerade brechend voll ist, dürfen auch ohne Außenfahrradträger Fahrräder im Bus kostenlos mitgeführt werden, wie Gerd Haßkerl im Gespräch mit kn erläuterte.
Landrätin Hochwind zeigte sich sehr zufrieden über diese Möglichkeit der Fahrradmitnahme. Damit kann man nun auch auf dem UWR eine längere Strecke fahren und wenn es die Kräfte nich zulassen, mit dem Bus zurückfahren.
Hoch erfreut zeigte sich der Vorsitzende des ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. Kyffhäuserkreis Hans-Christoph Schmidt im Gespräch mit kn. Das ist ja wie ein Weihnachtsgeschenk. Schmidt hatte zeitgleich an einer Beratung des Trink- und Abwasserzweckverbandes Helbe - Wipper teilgenommen.
Nach einem Jahr der Probephase soll untersucht werden, welche Optimierungen möglich sind.
Aber eines sollte auch klar sein, dieses Angebot der Buslinien sollte von den Bürgern auch gut genutzt werden. Nicht das man nach einem Jahr zum Schluss kommt, da ist kaum einer Mitgefahren und wir können uns das Ganze schenken! Das wäre das schlimme was passieren kann!







