Meldungen aus dem Landratsamt
Mehr Mittel für Verein "Hohe Schrecke"
Donnerstag, 16. Februar 2017, 13:34 Uhr
Die erhöhte Mittelbereitstellung ab 2017 für den Verein Hohe Schrecke - Alter Wald mit Zukunft soll durch eine Beitragserhöhung erfolgen, was auch den Kyffhäuserkreis betreffen wird. Landrätin informierte über den möglichen Bau einer Hängebrücke...
Der Kreisausschuss empfahl einstimmig dem Kreistag, der erhöhten Mittelbereitstellung ab 2017 für den Verein Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft zuzustimmen. Der Mitgliedsbeitrag erhöht sich von derzeit 500 € pro Jahr auf 3.000 € pro Jahr. Zusätzlich werden im Jahr 2017 einmalig 5.900 € bereitgestellt.
Aus der Begründung von Landrätin, Antje Hochwind (SPD
Die Hohe Schrecke liegt am Nordrand des Thüringer Beckens, an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt. Seit 2009 werden dort im Rahmen eines Naturschutzgroßprojektes auf einer Gesamtfläche von 15.000 Hektar Naturschutz und Regionalentwicklung miteinander verknüpft. In einem rund 7.000 Hektar großen Waldgebiet, der sogenannten Kernzone, wird der besondere naturschutzfachliche Wert erhalten und verbessert. Um den Wald herum liegt das Projektgebiet. Hier werden regionale Wertschöpfungsketten entwickelt – von der nachhaltigen Energiegewinnung über regionale Produkte bis zum sanften Tourismus.
Träger des Teils Regionalentwicklung ist der Verein Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft, ein Verbund von Anrainerkommunen des Kyffhäuserkreises sowie von privaten und institutionellen Mitgliedern aus der Region. Mit öffentlichen Mitteln kann der Verein Projekte der Regionalentwicklung anstoßen und unterstützen.
Die Gründungsversammlung des Vereins Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft e. V. fand am 19.12.2008 statt.
Der Kreistag des Kyffhäuserkreises stimmte der Mitgliedschaft des Kyffhäuserkreises im Verein Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft e. V. am 03.07.2013 zu (Beschluss Nr. 2013/5/022). Gleichzeitig wurde ein Mitgliedsbeitrag von maximal 500 €/Jahr beschlossen.
Mit dem Schreiben vom 09.12.2016 beantragte der Verein eine erhöhte Mittelbereitstellung.
Zur langfristigen Absicherung der allgemeinen Vereinsarbeit ist die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages des Landkreises von 500 €/Jahr auf 3.000 €/Jahr erforderlich.
Dieser Betrag ermöglicht vor allem die fortwährende Durchführung von regionalen Veranstaltungen, wie dem Erlebnistag und Holzmarkt Hohe Schrecke, die Umsetzung von Marketingmaßnahmen, den Betrieb des Infozentrums Hohe Schrecke und die Beschäftigung eines regionalen Wegewarts. Es ist beabsichtigt, die Beitragsordnung des Vereins in der nächsten Mitgliederversammlung entsprechend anzupassen.
Zur Durchführung des einjährigen LEADER-Kooperationsprojektes Hohe Schrecke beantragte der Verein einmalig 5.900 € für das Jahr 2017. Das Kooperationsprojekt fungiert als Übergang in eine überwiegend durch das Land getragene Regionalentwicklungsphase ab 2018 und ist daher immanent wichtig, um den regionalen Entwicklungsprozess in der Hohen Schrecke nicht abreißen zu lassen, sondern vielmehr zu verstetigen.
Der beantragte Einmalbetrag für 2017 dient der Kofinanzierung der in Aussicht gestellten LEADER-Mittel, um die gemeinsam zwischen der RAG Sömmerda-Erfurt e. V., der RAG Kyffhäuser e. V. und dem Verein Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft e. V. abgestimmten Inhalte des Kooperationsprojektes im Jahr 2017 umzusetzen: eine Machbarkeitsstudie zur Einführung einer Gästekarte, eine Machbarkeitsstudie zur Etablierung des Hohe-Schrecke-Logos als Herkunftszeichen, die Erstellung eines regionalen Produktkatalogs, die Durchführung von Kulinarischen Themenwochen.
In den Jahren 2010 – 2016 sind in das Naturschutzgroßprojekt Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft in der Regionalentwicklung 2,33 Mio. € mit Fördermitteln investiert worden. In den Naturschutzteil werden bis 2023 ca. 12 Mio. € (Träger Naturstiftung David) mit Fördermitteln investiert.
Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten und die Region um die Hohe Schrecke auch in der Zukunft touristisch zu erschließen und zu vermarkten, kommt dem Verein Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft eine hohe Bedeutung zu.
Um die positive Entwicklung des gesamten Kyffhäuserkreises mit zu gestalten, wird die erhöhte Mittelbereitstellung befürwortet.
Diskussion:
Vereinsvorsitzende Dagmar Dittmer die Rederecht erhielt, informierte allerdings auch, dass einige Gemeinden aus dem Verein austreten wollen. SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Strejc kritisierte dieses Verhalten der Kommunen, denn auch sie werden von den Strukturmaßnahmen in der Region profitieren.
Landräte Hochwind informierte, dass das Thüringer Umweltministerium angeregt hat, den Bau einer Hängebrücke in der Hohe Schrecke ins Auge zu fassen. Vertreter des Vereins, des Ministeriums und dem Landratsamt hatten deshalb schon mal eine Fahrt in den Hunsrück gemacht, um so ein Objekt zu besichtigen.
Der Verein will mit Hilfe des Umweltministeriums eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben.
An dieser Stelle kann sich kn einen Kommentar nicht verkneifen. Bisher ist es nicht gelungen auch nur einen einzigen Wanderweg in die Wander- App des Tourismusverbandes einzubringen (gibt es überhaupt schon ausgewiesene Wanderwege?), aber eine Hängebrücke soll eventuell schon gebaut werden. Man darf gespannt sein.
Autor: khhDer Kreisausschuss empfahl einstimmig dem Kreistag, der erhöhten Mittelbereitstellung ab 2017 für den Verein Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft zuzustimmen. Der Mitgliedsbeitrag erhöht sich von derzeit 500 € pro Jahr auf 3.000 € pro Jahr. Zusätzlich werden im Jahr 2017 einmalig 5.900 € bereitgestellt.
Aus der Begründung von Landrätin, Antje Hochwind (SPD
Die Hohe Schrecke liegt am Nordrand des Thüringer Beckens, an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt. Seit 2009 werden dort im Rahmen eines Naturschutzgroßprojektes auf einer Gesamtfläche von 15.000 Hektar Naturschutz und Regionalentwicklung miteinander verknüpft. In einem rund 7.000 Hektar großen Waldgebiet, der sogenannten Kernzone, wird der besondere naturschutzfachliche Wert erhalten und verbessert. Um den Wald herum liegt das Projektgebiet. Hier werden regionale Wertschöpfungsketten entwickelt – von der nachhaltigen Energiegewinnung über regionale Produkte bis zum sanften Tourismus.
Träger des Teils Regionalentwicklung ist der Verein Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft, ein Verbund von Anrainerkommunen des Kyffhäuserkreises sowie von privaten und institutionellen Mitgliedern aus der Region. Mit öffentlichen Mitteln kann der Verein Projekte der Regionalentwicklung anstoßen und unterstützen.
Die Gründungsversammlung des Vereins Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft e. V. fand am 19.12.2008 statt.
Der Kreistag des Kyffhäuserkreises stimmte der Mitgliedschaft des Kyffhäuserkreises im Verein Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft e. V. am 03.07.2013 zu (Beschluss Nr. 2013/5/022). Gleichzeitig wurde ein Mitgliedsbeitrag von maximal 500 €/Jahr beschlossen.
Mit dem Schreiben vom 09.12.2016 beantragte der Verein eine erhöhte Mittelbereitstellung.
Zur langfristigen Absicherung der allgemeinen Vereinsarbeit ist die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages des Landkreises von 500 €/Jahr auf 3.000 €/Jahr erforderlich.
Dieser Betrag ermöglicht vor allem die fortwährende Durchführung von regionalen Veranstaltungen, wie dem Erlebnistag und Holzmarkt Hohe Schrecke, die Umsetzung von Marketingmaßnahmen, den Betrieb des Infozentrums Hohe Schrecke und die Beschäftigung eines regionalen Wegewarts. Es ist beabsichtigt, die Beitragsordnung des Vereins in der nächsten Mitgliederversammlung entsprechend anzupassen.
Zur Durchführung des einjährigen LEADER-Kooperationsprojektes Hohe Schrecke beantragte der Verein einmalig 5.900 € für das Jahr 2017. Das Kooperationsprojekt fungiert als Übergang in eine überwiegend durch das Land getragene Regionalentwicklungsphase ab 2018 und ist daher immanent wichtig, um den regionalen Entwicklungsprozess in der Hohen Schrecke nicht abreißen zu lassen, sondern vielmehr zu verstetigen.
Der beantragte Einmalbetrag für 2017 dient der Kofinanzierung der in Aussicht gestellten LEADER-Mittel, um die gemeinsam zwischen der RAG Sömmerda-Erfurt e. V., der RAG Kyffhäuser e. V. und dem Verein Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft e. V. abgestimmten Inhalte des Kooperationsprojektes im Jahr 2017 umzusetzen: eine Machbarkeitsstudie zur Einführung einer Gästekarte, eine Machbarkeitsstudie zur Etablierung des Hohe-Schrecke-Logos als Herkunftszeichen, die Erstellung eines regionalen Produktkatalogs, die Durchführung von Kulinarischen Themenwochen.
In den Jahren 2010 – 2016 sind in das Naturschutzgroßprojekt Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft in der Regionalentwicklung 2,33 Mio. € mit Fördermitteln investiert worden. In den Naturschutzteil werden bis 2023 ca. 12 Mio. € (Träger Naturstiftung David) mit Fördermitteln investiert.
Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten und die Region um die Hohe Schrecke auch in der Zukunft touristisch zu erschließen und zu vermarkten, kommt dem Verein Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft eine hohe Bedeutung zu.
Um die positive Entwicklung des gesamten Kyffhäuserkreises mit zu gestalten, wird die erhöhte Mittelbereitstellung befürwortet.
Diskussion:
Vereinsvorsitzende Dagmar Dittmer die Rederecht erhielt, informierte allerdings auch, dass einige Gemeinden aus dem Verein austreten wollen. SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Strejc kritisierte dieses Verhalten der Kommunen, denn auch sie werden von den Strukturmaßnahmen in der Region profitieren.
Landräte Hochwind informierte, dass das Thüringer Umweltministerium angeregt hat, den Bau einer Hängebrücke in der Hohe Schrecke ins Auge zu fassen. Vertreter des Vereins, des Ministeriums und dem Landratsamt hatten deshalb schon mal eine Fahrt in den Hunsrück gemacht, um so ein Objekt zu besichtigen.
Der Verein will mit Hilfe des Umweltministeriums eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben.
An dieser Stelle kann sich kn einen Kommentar nicht verkneifen. Bisher ist es nicht gelungen auch nur einen einzigen Wanderweg in die Wander- App des Tourismusverbandes einzubringen (gibt es überhaupt schon ausgewiesene Wanderwege?), aber eine Hängebrücke soll eventuell schon gebaut werden. Man darf gespannt sein.
