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Meldungen aus dem Landratsamt

Vertrag für Franzbergschule unterzeichnet

Dienstag, 28. Februar 2017, 13:30 Uhr
Im Landratsamt des Kyffhäuserkreises wurde heute in feierlichem Rahmen der Vertrag über den Bau der neuen Regelschule Franzberg Sondershausen unterzeichnet…

Es ist bereits das dritte Mal, dass die Bäckerei Eckleben aus Ebeleben für das Landratsamt eine Torte anlässlich einer Vertragsunterzeichnung für einen Schulneubau beauftragt.

Vertrag für Franzbergschule unterzeichnet (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Vertrag für Franzbergschule unterzeichnet (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Weil die alte Franzbergschule bereits angerissen wurde, fand die Vertragsunterzeichnung heute im großen Sitzungszimmer des Landratsamtes statt.
Neben Landtagsmitglied Babett Pfefferlein (Bündnis90/Die Grünen) nahmen auch verschiedene Kommunalpolitiker teil, so Jens Krautwurst (Fraktionsführer CDU Kreistag), und die Vorsitzenden des Bildungsausschusses Uwe Vogt (SPD) und des Wirtschaftsausschusses Dietmar Strickrodt (Die Linke).
Neben Lehrer und Elternvertreter der Franzberg nahmen auch die Leiter der kooperierenden Grundschulen Östertal (Ramona Hettler i.V.) und Ellen Neumann GS Franzberg, sowie Verwaltungsmitarbeiter des Landratsamtes und der Stadt Sondershausen teil, die am Projekt mitgearbeitet hatten.

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Vertrag für Franzbergschule unterzeichnet (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Vertrag für Franzbergschule unterzeichnet (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Volker Stietzel (Zentralamt), Antje Hochwind, Schulleiter RS Franzbergschule Volker Hörold, Andreas Gothe (in Vertretung Bürgermeister Kreyer Stadt Sondershausen) und dem Leiter Geschäftsbereich Schulen des Bauunternehmen Goldbeck, Dr. Michael Burkhardt


Landrätin Antje Hochwind (SPD) gab zuerst einen Überblick über den Hintergrund des Schulneubaus. Im Jahre 2010 war festgestellt worden, dass die Franzbergschule baurechtlich gesperrt werden musste. Nachdem die Finanzierung für den Neubau stand wurde im Herbst 2016 die alte Franzbergschule abgerissen.

Wie sieht die weitere Entwicklung aus? In zwei Monaten soll der Bauantrag stehen und Ende Juni auch die Baugenehmigung durch den Landkreis, so dass voraussichtlich noch im Juni / Anfang Juli der Spatenstich erfolgen soll

Bauansichten finden Sie in der pdf-Datei.
Am 29. Juni 2018 soll die fertige Schule an den Landkreis übergeben werden, damit die Schüler ab dem Schuljahr 2018/19 dann schon in die neue Schule gehen können.

Der Schulneubau wird ca. 8,2 Millionen Euro kosten, davon kommen rund zwei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm energetische Sanierung.
Wie bereits mehr berichtet, gliedert sich der Schulbau in zwei Teile, dem eigentlichen Schulgebäude und der Mensa (der Teil, der in Richtung Bahnhofstraße zeigt), die auch getrennt vom Schulteil für Veranstaltungen genutzt werden kann.
In den Baukosten enthalten ist die Gestaltung des Außenbereichs mit Sportplatz und Erholungsbereich.

Die Schule wurde für 12 Klassen (Klassenstufe 5 bis 10) und vier Fachkabinette konzipiert (Gesamtfläche 3,564 Quadratmeter Nutzfläche). Maximal können 340 Schülerinnen und Schüler die Schule besuchen. Aktuell sind 275 Schüler in der Franzbergschule.

Wenn morgen der Kreistag zustimmt, wird auch die Turmhalle, die nicht mit abgerissen wurde, saniert. Die Kosten sind in der Bausumme nicht dabei.
In die drei Schulneubauten (Franzbergschule, TGS Greußen und Gymnasium Bad Frankenhausen) steckt der Landkreis rund 32 Millionen Euro.

Vertrag für Franzbergschule unterzeichnet (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Vertrag für Franzbergschule unterzeichnet (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wenke Apel und Lilly Krumbein, Schülerinnen der 10 Klasse bedankten sich, dass nun die Schule gebaut wird. Sie erlebten noch mit, wie man nach der Sperrung der Schule erst in die alte Grundschule nach Jecha musste und aktuell noch in der Fachschule im Borntal untergekommen ist.

Schulleiter Volker Hörold sagte, nein, da ist heute kein Faschingsscherz. Mit dem Schulneubau setzen wir ein Zeichen für die Region. Im Gespräch mit kn freute er sich, dass bevor er in seinen Ruhestand gehen wird, er die Schlüssel für den Neubau noch in den Händen halten wird. Der Ausweichort Borntal muss im Jahre 2018 zum Schuljahresende laut Vertrag geräumt werden.

Andreas Gothe: Es war ein Prozess des Wartens und Bangens, ehe feststand, dass die Schule gebaut wird. Im Dialog Stadt Sondershausen und Kreisverwaltung sei ein hervorragendes Schulprojekt entstanden.

Vertrag für Franzbergschule unterzeichnet (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Vertrag für Franzbergschule unterzeichnet (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bevor es zur Vertragsunterzeichnung zwischen Landrätin Antje Hochwind und dem dem Leiter des Geschäftsbereichs Schule der Firma GOLDBECK kam, gab Dr. Michael Burkhardt noch einige Informationen zum Unternehmen. Er freute sich über die gute und schnelle Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung, auch wenn es harte Verhandlungen um Preis und Termin ging.

Der Geschäftsbereich Schulen mit Sitz in Treuen (Vogtland) ist Teil des Familienunternehmens GOLDBECK (vier Brüder Goldbeck) mit über 500 Mitarbeitern und 40 Filialen in ganz Deutschland. Wir haben in den letzten Jahren bereits 70 Schulen gebaut und viel Kompetenz in dieser Richtung bewiesen. Auch wenn unser Bereich selbstständig ist, können wir doch auf das Know-how des ganzen Unternehmens zurückgreifen. Wir werden versuchen bei der Vergabe der Bauleistungen auch auf Unternehmen der Region zurückzugreifen.

Vertrag für Franzbergschule unterzeichnet (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Vertrag für Franzbergschule unterzeichnet (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bevor die Schülersprecherinnen Lena Bathke und Lina Stiel die Torte anschnitten, hatten Jakob mit der Klarinette und Adrian auf dem Akkordeon für die musikalische Umrahmung gesorgt.

Anschnitt Torte

Bewegte Bilder vom Anschnitt der Torte.
Uwe Vogt, ja auch Bürgermeister von Ebeleben war als Kreistagsmitglied froh über den Neubau der Franzbergschule, war aber auch ein wenig traurig, dass er für seinen Schulanbau nicht auch so eine schöne Torte dabei hatte, wie er mit schmunzeln kn im Gespräch verriet.
In diesem Zusammenhang informierte Uwe Vogt, dass in Ebeleben jetzt die Diskussion anläuft was mit dem alten Schulgebäude am Markt, welches nach dem Anbau nicht mehr gebraucht wird, geschehen soll.
Autor: khh

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