15. Landwirtschaftsfrühstück der Nordthüringer Volksbank
Sorgen und Nöte der Bauern
Freitag, 10. März 2017, 11:10 Uhr
Einmal im Jahr treffen sich die Landwirte der Nordthüringer Region auf dem Kyffhäuser. Sie folgen einer Einladung der Nordthüringer Volksbank zum traditionellen Landwirtschaftsfrühstück, das salopp auch schon mal Bauernfrühstück genannt wird…
Auch zur Tradition geworden ist das Erscheinen der jeweiligen Landwirtschaftsminister des Freistaates. Aktuell ist das Birgit Keller, die von Volksbank-Vorstand Harald Habermann, herzlich begrüßt wurde. Eigentlich ist Habermann schon im Ruhestand und beschrieb dann zunächst den Ablauf eines Tages in diesem Monat, der ihn letztlich heute auf den Kyffhäuser trieb. Dann stellte er den neuen Vorstandskollegen der Bank, Uwe Demmer, vor.
Harald Habermann begrüßte die Gäste (Foto: nnz)
Birgit Keller ging in ihrem Vortrag unter anderem auf die sogenannte Umschichtungsquote, die Situation am nationalen und internationalen Milchmarkt sowie auf die Thüringer Qualitätszeichen und die Stärkung der Erzeuger ein. Den Milchmarkt bezeichnete Keller als Milchkrise, deren Tal im Sommer vergangenen Jahres um die 20 Cent je Liter erreicht wurde. Preise, die für viele Produzenten existenzgefährdend war.
38 Betriebe des Freistaates mussten die Produktion einstellen, 7.000 Milchkühe wurden abgegeben. Jetzt sei am Horizont der Milchmarktes ein leichter Lichtstreifen zu erkennen, auch dank von Fördermitteln und anderer Unterstützungsszenarien. Sie appellierte aber auch an die Landwirte, die Produktionsgrenzen zu beachten und sich selbst zu disziplinieren.
Zum Schluss warb Birgit Keller für das Thüringer Qualitätsmanagement. Hintergrund ist das gestiegene Interesse der Verbraucher an regionalen Produkten. Maßstab des unternehmerischen Managements sei nicht Weltmarkt oder Bauernmarkt, sondern Weltmarkt und Bauernmarkt.
Ministerin Birgit Keller (Foto: nnz)
Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes ergriff das Wort und blickte zunächst und obligatorisch auf die Welt mit all ihren derzeitigen Wirrnissen und den Blick zurück auf eine Zeit, da es in diesen Landen ausschließlich Weißkraut, Sauerkraut und eingelegte Gurken gab. Wie schlimm, denn heute, so Dr. Wagner, gehe es den Deutschen so gut wie nie. Man lebe als Konsument in einer Welt des Überflusses.
Wagner kritisierte die Kritiker einer immer effektiveren Landwirtschaft, die unter anderem Bauernhöfe den 19. Jahrhunderts fordert. Das widerspreche den Zielen der Gesellschaft, die einerseits in einer ökologisch ausgerichteten Produktion, andererseits in der notwendigen Wirtschaftlichkeit der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte zu finden seien.
Als dritter Redner des Vormittags referierte Peter Berndgen zum Überleben in der Mediengesellschaft und gab praktische Empfehlungen für die Kommunikation in und aus landwirtschaftlichen Betrieben. Danach gab es für die Gäste die Möglichkeit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redAuch zur Tradition geworden ist das Erscheinen der jeweiligen Landwirtschaftsminister des Freistaates. Aktuell ist das Birgit Keller, die von Volksbank-Vorstand Harald Habermann, herzlich begrüßt wurde. Eigentlich ist Habermann schon im Ruhestand und beschrieb dann zunächst den Ablauf eines Tages in diesem Monat, der ihn letztlich heute auf den Kyffhäuser trieb. Dann stellte er den neuen Vorstandskollegen der Bank, Uwe Demmer, vor.
Harald Habermann begrüßte die Gäste (Foto: nnz)
Birgit Keller ging in ihrem Vortrag unter anderem auf die sogenannte Umschichtungsquote, die Situation am nationalen und internationalen Milchmarkt sowie auf die Thüringer Qualitätszeichen und die Stärkung der Erzeuger ein. Den Milchmarkt bezeichnete Keller als Milchkrise, deren Tal im Sommer vergangenen Jahres um die 20 Cent je Liter erreicht wurde. Preise, die für viele Produzenten existenzgefährdend war.
38 Betriebe des Freistaates mussten die Produktion einstellen, 7.000 Milchkühe wurden abgegeben. Jetzt sei am Horizont der Milchmarktes ein leichter Lichtstreifen zu erkennen, auch dank von Fördermitteln und anderer Unterstützungsszenarien. Sie appellierte aber auch an die Landwirte, die Produktionsgrenzen zu beachten und sich selbst zu disziplinieren.
Zum Schluss warb Birgit Keller für das Thüringer Qualitätsmanagement. Hintergrund ist das gestiegene Interesse der Verbraucher an regionalen Produkten. Maßstab des unternehmerischen Managements sei nicht Weltmarkt oder Bauernmarkt, sondern Weltmarkt und Bauernmarkt.
Ministerin Birgit Keller (Foto: nnz)
Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes ergriff das Wort und blickte zunächst und obligatorisch auf die Welt mit all ihren derzeitigen Wirrnissen und den Blick zurück auf eine Zeit, da es in diesen Landen ausschließlich Weißkraut, Sauerkraut und eingelegte Gurken gab. Wie schlimm, denn heute, so Dr. Wagner, gehe es den Deutschen so gut wie nie. Man lebe als Konsument in einer Welt des Überflusses.
Wagner kritisierte die Kritiker einer immer effektiveren Landwirtschaft, die unter anderem Bauernhöfe den 19. Jahrhunderts fordert. Das widerspreche den Zielen der Gesellschaft, die einerseits in einer ökologisch ausgerichteten Produktion, andererseits in der notwendigen Wirtschaftlichkeit der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte zu finden seien.
Als dritter Redner des Vormittags referierte Peter Berndgen zum Überleben in der Mediengesellschaft und gab praktische Empfehlungen für die Kommunikation in und aus landwirtschaftlichen Betrieben. Danach gab es für die Gäste die Möglichkeit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.
Peter-Stefan Greiner

