Meldungen aus der Region
Mit 100 km/h über den Unstrut-Werra-Radweg?
Donnerstag, 06. April 2017, 00:01 Uhr
Nicht gerade mit dem Fahrrad, aber an einigen Stellen des Unstrut-Werra-Radweg (UWR) ist das leider mit dem Auto sogar zulässig, wie ein Leser gegenüber kn bemerkte. Hier die Einzelheiten aus Kyffhäuserland und Bad Frankenhausen...
Mit dem Bau des UWR ist dem Landkreis und dem Freistaat ein Meisterstück gelungen, aber eben nur fast. Es gibt einen Streckenabschnitt, wo es immer wieder Probleme gibt. Gemeint ist der Streckenabschnitt zwischen Hachelbich und Göllingen.
Hier war es wegen Problemen mit den Fördermitteln nicht gelungen den UWR auf den ehemaligen Bahndamm zu legen. Statt die alte Verbindungsstraße zwischen beiden Orten als gepflasterten Wirtschaftsweg zu lassen, musste ja dieser Wirtschaftsweg mit viel Geld und Asphalt "aufgemotzt" durch den Freistaat werden. Deshalb wurde der Landkreis gezwungen, seinen UWR auf disen Wirtschaftsweg zu legen, mit fatalen Folgen.
Obwohl der Wirtschaftsweg laut Ausschilderung nur für Anlieger (die es fast nicht gibt) und Landwirtschaftsfahrzeuge zugelassen ist, herrscht täglich reger Autoverkehr und besonders auch von Kleintransportern, die gern die Abkürzung benutzen. Nicht das erste Mal das kn zu hören bekam, wie rüde manche Autofahrer die Radfahrer regelrecht auf den unbefestigten Randstreifen abdrängt haben. Und kn kann aus eigenem Erleben beisteuern, dass es schon oft passierte. Aber es sind in den aller seltensten Fällen Landwirtschaftsfahrzeuge!
Aber ein Punkt ist legal auf dieser Straße, es darf schnell gefahren werden, sehr schnell sogar!
Das Ortsausgangsschild am Ortsausgang von Hachelbich sagt ganz einfach, ab jetzt darf 100 km/h gefahren werden. Das sich das Ganze später auf dem UWR abspielt ist "lästige" Nebensache. Hinter dem Ortsausgangsschild steht auch kein Schild mit einer Tempobegrenzung.
Na zum Glück kontrolliert die Polizei hier nicht. Eigentlich darf hier nur ein Anlieger in Richtung Göllingen weiterfahren. Aber wer schert sich darum. Ganz streng genommen müssten sogar die Radfahrer absteigen und schieben! Der Radwegweiser ist ein reines Hinweisschild und verkehrsrechtlich ohne belang.
Nach dieser 90° Kurve können jetzt die Autofahrer richtig aufdrehen, denn ab hier darf ja Tempo 100 gefahren werden.
Wer als Radfahrer jetzt das seit geraumer Zeit umgefallene (oder herausgerissene) Verkehrszeichen entdeckt, darf jetzt aufsteigen und wieder radeln, es ist ja doch ein Radweg.
Jetzt muss der Radfahrer nur mit den vielen Anliegern streiten. Bei der letzten zwei Fahrten von kn waren es drei Mal KYF, zwei Mal SÖM, und je ein Mal PB, F und MSH. Erstaunlich wer das alles Anlieger ist. Hier muss man auch fragen Anlieger oder Navi das nie ein Update bekam?
Das sich kn nicht mit der Tempo 100 Berechtigung vertan hat, erkennt man wenn man sich Göllingen nähert. Erst nach einer kreuz gefährlichen Bergkuppe werden die vielen illegalen Autofahrer jetzt aufgefordert Tempo 50 einzuhalten.
Auch aus Richtung Göllingen darf man natürlich mit Tempo 100 km/h die Bergkuppe hinauf brausen. Es gibt keine Geschwindigkeitsbegrenzung.
Das bisher nicht passiert ist, grenzt an ein Wunder. Auch wenn es so mancher nicht wahr haben werden wird, es wird auf dieser Verbindungsstraße gerast.
Übrigens hat kn schon öfter beobachtet, das die Kinder der Kita Hachelbich auf dem vermeintlich sicheren Radweg ihren Spaziergang machen!
Bleibt nur zu hoffen, dass die Behörden, allen voran der Bauherr des UWR, der Landkreis, sich Gedanken um die Sicherheit macht. Die Zeit drängt.
Wenn jetzt einige Frankenhäuser Leser vielleicht grinsen, dann wäre das nicht angebracht. Das Ortsausgangsschild von Bad Frankenhausen steht in der Rottleber Straße.
Zwar gibt es da eine Tempo 70 Zone, aber zum Teichfeld runter darf dann wieder mit Tempo 100 gefahren werden, denn man ist ja außerhalb der Ortschaft, wenn man sich nach den Verkehrszeichen richtet, siehe Bildergalerie.
Und nach 50 Meter fährt man ja dann wieder auf dem UWR! Und wenn man will sogar mit Tempo 100! Zum Glück herrscht hier nicht ganz so viel illegaler Autoverkehr wie zwischen Hachelbich und Göllingen. Aber der Vollständigkeit halber musste es erwähnt werden.
Vielen Dank von kn an den Tippgeber, der nicht genannt werden wollte.
Autor: khhMit dem Bau des UWR ist dem Landkreis und dem Freistaat ein Meisterstück gelungen, aber eben nur fast. Es gibt einen Streckenabschnitt, wo es immer wieder Probleme gibt. Gemeint ist der Streckenabschnitt zwischen Hachelbich und Göllingen.
Hier war es wegen Problemen mit den Fördermitteln nicht gelungen den UWR auf den ehemaligen Bahndamm zu legen. Statt die alte Verbindungsstraße zwischen beiden Orten als gepflasterten Wirtschaftsweg zu lassen, musste ja dieser Wirtschaftsweg mit viel Geld und Asphalt "aufgemotzt" durch den Freistaat werden. Deshalb wurde der Landkreis gezwungen, seinen UWR auf disen Wirtschaftsweg zu legen, mit fatalen Folgen.
Obwohl der Wirtschaftsweg laut Ausschilderung nur für Anlieger (die es fast nicht gibt) und Landwirtschaftsfahrzeuge zugelassen ist, herrscht täglich reger Autoverkehr und besonders auch von Kleintransportern, die gern die Abkürzung benutzen. Nicht das erste Mal das kn zu hören bekam, wie rüde manche Autofahrer die Radfahrer regelrecht auf den unbefestigten Randstreifen abdrängt haben. Und kn kann aus eigenem Erleben beisteuern, dass es schon oft passierte. Aber es sind in den aller seltensten Fällen Landwirtschaftsfahrzeuge!
Aber ein Punkt ist legal auf dieser Straße, es darf schnell gefahren werden, sehr schnell sogar!
Das Ortsausgangsschild am Ortsausgang von Hachelbich sagt ganz einfach, ab jetzt darf 100 km/h gefahren werden. Das sich das Ganze später auf dem UWR abspielt ist "lästige" Nebensache. Hinter dem Ortsausgangsschild steht auch kein Schild mit einer Tempobegrenzung.
Na zum Glück kontrolliert die Polizei hier nicht. Eigentlich darf hier nur ein Anlieger in Richtung Göllingen weiterfahren. Aber wer schert sich darum. Ganz streng genommen müssten sogar die Radfahrer absteigen und schieben! Der Radwegweiser ist ein reines Hinweisschild und verkehrsrechtlich ohne belang.
Nach dieser 90° Kurve können jetzt die Autofahrer richtig aufdrehen, denn ab hier darf ja Tempo 100 gefahren werden.
Wer als Radfahrer jetzt das seit geraumer Zeit umgefallene (oder herausgerissene) Verkehrszeichen entdeckt, darf jetzt aufsteigen und wieder radeln, es ist ja doch ein Radweg.
Jetzt muss der Radfahrer nur mit den vielen Anliegern streiten. Bei der letzten zwei Fahrten von kn waren es drei Mal KYF, zwei Mal SÖM, und je ein Mal PB, F und MSH. Erstaunlich wer das alles Anlieger ist. Hier muss man auch fragen Anlieger oder Navi das nie ein Update bekam?
Das sich kn nicht mit der Tempo 100 Berechtigung vertan hat, erkennt man wenn man sich Göllingen nähert. Erst nach einer kreuz gefährlichen Bergkuppe werden die vielen illegalen Autofahrer jetzt aufgefordert Tempo 50 einzuhalten.
Auch aus Richtung Göllingen darf man natürlich mit Tempo 100 km/h die Bergkuppe hinauf brausen. Es gibt keine Geschwindigkeitsbegrenzung.
Das bisher nicht passiert ist, grenzt an ein Wunder. Auch wenn es so mancher nicht wahr haben werden wird, es wird auf dieser Verbindungsstraße gerast.
Übrigens hat kn schon öfter beobachtet, das die Kinder der Kita Hachelbich auf dem vermeintlich sicheren Radweg ihren Spaziergang machen!
Bleibt nur zu hoffen, dass die Behörden, allen voran der Bauherr des UWR, der Landkreis, sich Gedanken um die Sicherheit macht. Die Zeit drängt.
Wenn jetzt einige Frankenhäuser Leser vielleicht grinsen, dann wäre das nicht angebracht. Das Ortsausgangsschild von Bad Frankenhausen steht in der Rottleber Straße.
Zwar gibt es da eine Tempo 70 Zone, aber zum Teichfeld runter darf dann wieder mit Tempo 100 gefahren werden, denn man ist ja außerhalb der Ortschaft, wenn man sich nach den Verkehrszeichen richtet, siehe Bildergalerie.
Und nach 50 Meter fährt man ja dann wieder auf dem UWR! Und wenn man will sogar mit Tempo 100! Zum Glück herrscht hier nicht ganz so viel illegaler Autoverkehr wie zwischen Hachelbich und Göllingen. Aber der Vollständigkeit halber musste es erwähnt werden.
Vielen Dank von kn an den Tippgeber, der nicht genannt werden wollte.








