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Waldwildnis Possenwald
Montag, 01. Mai 2017, 00:40 Uhr
Die Diskussion um die Waldwildnis am Possen beschäftigt viele Menschen und so auch unseren Leser Bernd Otto...
Ich möchte diese Diskussion auf den Naturpark Kyffhäuser erweitern und zu einer Begründung sowie zum Verständnis dieser Diskussion beitragen. Es geht wohl weniger um Waldwildnis als vielmehr um die Bewirtschaftung der Wälder mit Augenmaß.
Der Grundgedanke ist eigentlich der gesellschaftliche Wunsch nach mehr Naturnähe und die Erwartungen und Anforderungen an die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen von Possen- und Kyffhäuserwald.
Denn wie die Wälder durch den Bewirtschafter Thüringen Forst in den vergangenen Jahren regelrecht ausgeplündert wurden, hat mit einer nachhaltigen Forstwirtschaft nichts mehr zu tun.
Der Possenwald und der Kyffhäuserwald sind relativ kleine Wald- bzw. Naturschutzgebiete, werden durch Buchen- und Eichenwälder geprägt und bergen eine reiche und seltene Fauna und Flora.
Deshalb sollte gerade dort bei der Holzernte sensibler gearbeitet werden. Schotterpisten, 20 m breite Rückegassen und ein Harvester sind vergleichsweise hier fehl am Platz.
Einige Regionen z.B. in Bayern zeigen, wie naturschonende Holzernte geht. Dort ist sogar längs der Waldwege das Unterholz beräumt.
Unsere Region lebt in hohem Maße vom Tourismus. Wir besitzen hervorragende Wandergebiete. Erinnert sei, dass der Kyffhäuserwanderweg zu den ersten Qualitätswanderwegen gehört.
Daher kann es nicht sein, dass zertifizierte Wanderwege durch die Forstwirtschaft oft in unbegehbaren Zustand versetzt und enorme Schäden am Waldboden mit seinen Tieren, Pilzkulturen und Waldblumen angerichtet werden. Der Naturschutz bleibt auf der Strecke.
Die Fremdfirmen, welche das Holz aus dem Wald holen, scheren sich um unseren Tourismus reichlich wenig. Selbst zu Ruhezeiten des Wildes sind die Kettensägen weithin unüberhörbar.
So verschreckt man Gäste, die durch aufwendige Werbung erst mühsam zur Reise nach Thüringen motiviert wurden.
Es gilt, unsere größten Pfunde für den Tourismus, den Possen sowie den Natur- und Geopark Kyffhäuser zu schützen und zu pflegen. Ist erst alles abgeholzt und kaputtgefahren, kommt kein Tourist mehr in unsere Gegend.
Es ist nötig, dass sich Politik, Thüringen Forst und Tourismusverband zusammen setzen und sich über eine sensible umweltverträgliche Waldbewirtschaftung mit geringeren Einschlagquoten einigen.
Nur so und durch neue innovative Erlebnis- und Freizeitangebote bleibt unsere Region im Wettbewerb der Mittelgebirge attraktiv.
Bernd Otto
Ich möchte diese Diskussion auf den Naturpark Kyffhäuser erweitern und zu einer Begründung sowie zum Verständnis dieser Diskussion beitragen. Es geht wohl weniger um Waldwildnis als vielmehr um die Bewirtschaftung der Wälder mit Augenmaß.
Der Grundgedanke ist eigentlich der gesellschaftliche Wunsch nach mehr Naturnähe und die Erwartungen und Anforderungen an die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen von Possen- und Kyffhäuserwald.
Denn wie die Wälder durch den Bewirtschafter Thüringen Forst in den vergangenen Jahren regelrecht ausgeplündert wurden, hat mit einer nachhaltigen Forstwirtschaft nichts mehr zu tun.
Der Possenwald und der Kyffhäuserwald sind relativ kleine Wald- bzw. Naturschutzgebiete, werden durch Buchen- und Eichenwälder geprägt und bergen eine reiche und seltene Fauna und Flora.
Deshalb sollte gerade dort bei der Holzernte sensibler gearbeitet werden. Schotterpisten, 20 m breite Rückegassen und ein Harvester sind vergleichsweise hier fehl am Platz.
Einige Regionen z.B. in Bayern zeigen, wie naturschonende Holzernte geht. Dort ist sogar längs der Waldwege das Unterholz beräumt.
Unsere Region lebt in hohem Maße vom Tourismus. Wir besitzen hervorragende Wandergebiete. Erinnert sei, dass der Kyffhäuserwanderweg zu den ersten Qualitätswanderwegen gehört.
Daher kann es nicht sein, dass zertifizierte Wanderwege durch die Forstwirtschaft oft in unbegehbaren Zustand versetzt und enorme Schäden am Waldboden mit seinen Tieren, Pilzkulturen und Waldblumen angerichtet werden. Der Naturschutz bleibt auf der Strecke.
Die Fremdfirmen, welche das Holz aus dem Wald holen, scheren sich um unseren Tourismus reichlich wenig. Selbst zu Ruhezeiten des Wildes sind die Kettensägen weithin unüberhörbar.
So verschreckt man Gäste, die durch aufwendige Werbung erst mühsam zur Reise nach Thüringen motiviert wurden.
Es gilt, unsere größten Pfunde für den Tourismus, den Possen sowie den Natur- und Geopark Kyffhäuser zu schützen und zu pflegen. Ist erst alles abgeholzt und kaputtgefahren, kommt kein Tourist mehr in unsere Gegend.
Es ist nötig, dass sich Politik, Thüringen Forst und Tourismusverband zusammen setzen und sich über eine sensible umweltverträgliche Waldbewirtschaftung mit geringeren Einschlagquoten einigen.
Nur so und durch neue innovative Erlebnis- und Freizeitangebote bleibt unsere Region im Wettbewerb der Mittelgebirge attraktiv.
Bernd Otto
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khhDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
