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Gewerkschafter äußern sich

Info vom ver.di Bezirk Thüringen

Mittwoch, 03. Mai 2017, 15:20 Uhr
Auseinandersetzung mit der AfD. In einem Positionspapier äußert sich die Gewerkschaft ver.di zum Umgang mit dem AfD. Dazu erreichte kn diese Meldung...

Der ver.di Bezirk Thüringen mit ca. 36.500 Mitgliedern wird geleitet vom ehrenamtlichen Bezirksvorstand, welcher alle Personengruppen und Ortsvorstände in Thüringen repräsentiert, zusätzlich die 13 Fachbereiche. Damit werden Beschäftigte aus einer Vielzahl von Branchen vertreten, von A wie Abfallentsorger*in über K wie Krankenschwester, V wie Verkäuferin bis Z wie Zeitungszusteller*in oder Zeitarbeitnehmer*innen in allen Branchen.

Die ehrenamtlichen Gremien haben die Entscheidungsgewalt, unterstützt vom hauptamtlichen Team des Bezirkes. In dieser Logik hat der Bezirksvorstand am 18.4. den beiliegenden Beschluss zum Umgang mit der AfD gefasst, welcher erarbeitet wurde von einer Arbeitsgruppe, die sich nicht ohne Grund „AG Werte“ nennt.
„Wir wollen uns an unseren eigenen gewerkschaftlichen Werten orientieren und sie den populistischen Parolen der Afd gegenüberstellen“, so Annett Schaumann, Mitglied des BV und der AG. „Weshalb sind Menschen in ver.di, was erwarten sie von ihrer Gewerkschaft, was können wir gemeinsam für mehr Gerechtigkeit und eine solidarische Gesellschaft tun?“

„Unser Ziel ist, mit einer Aufklärungskampagne in Betrieben und Verwaltungen, in unseren Gremien dafür zu sorgen, dass unsere Mitglieder sich mit Inhalten befassen, prüfen was sie ändern wollen, wofür sie als ver.dianer eintreten. Beliebige, nur der Provokation dienende Aussagen und Positionen der Thüringer AfD, die sich am Ende gegen die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer richten werden wir als solche enttarnen“, sagt Denny Möller, ehrenamtlicher Vorsitzender des Bezirkes Thüringen.

„Wir wollen überzeugen und nicht Menschen in eine Ecke stellen, die glauben, ihre Unzufriedenheit mit dem Kreuz bei der Afd beseitigen zu können. Das ist der falsche Weg. Augen auf und genau prüfen, wer tatsächlich die Interessen von Arbeitnehmer*innen vertritt“, beschreibt die Geschäftsführerin des Bezirkes, Corinna Hersel, die Kampagne. Es sollen verschiedene Angebote eben auch für die verschiedenen Menschen gemacht werden, die in ver.di Mitglied sind, verbunden mit ihren ebenso spezifischen Interessen in den Betrieben und Einrichtungen. Die Erzieherinnen haben z.B. andere Probleme als die Beschäftigten in Abfallwirtschaft und der Pflege, das müsse Berücksichtigung finden in der Verknüpfung mit den sogenannten Argumenten der AfD.

Unsere Alternative heißt Solidarität!
Position der ver.di Thüringen zum Umgang mit der AfD
Posiionspapier
Autor: khh

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