Neues von den Autobahnen
Brummis drängeln im Tunnel
Mittwoch, 03. Mai 2017, 16:33 Uhr
Beim Bau der A 71 in Südthüringen mussten mehrere Höhenzüge gequert werden. Hierzu wurden mehrere Tunnel gebaut. Im Bereich Suhl - Oberhof folgen drei Tunnel kurz hintereinander. Der längste ist der Rennsteigtunnel mit fast acht Kilometer Länge...
Drängler im Rennsteigtunnel (Foto: API)
In der gesamten Tunnelkette ist die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt. Immer wieder kommt es zu Anrufen bei der Polizei, weil im Tunnel Pkw- von Lkw-Fahrern massiv bedrängt werden. Die Lkw-Fahrer rollen mit Tempomat um die 85 km/h und treffen irgendwann auf vorbildlich fahrende Pkw-Fahrer, die mit den erlaubten 80 km/h oder weniger unterwegs sind.
Statt einfach zu bremsen, wird dann versucht, das Hindernis mittels Hupe und Lichthupe aus dem Weg zu räumen oder zum schneller Fahren zu nötigen. Hilft dass nicht, wird so dicht aufgefahren, dass der Pkw-Fahrer in seinem Rückspiegel nur noch einen Heckscheiben füllenden Lkw-Kühler sieht. Diese Praxis wird dann bis zum Ende des Tunnels betrieben.
Im Jahr 2016 wurden durch die Autobahnpolizeistation Süd in Zella-Mehlis 21 Strafanzeigen wegen Nötigung im Straßenverkehr bearbeitet, die wegen eben geschilderter Handlungen erstattet wurden. Die Dunkelziffer nicht erstatteter Anzeigen dürfte weitaus höher sein.
Die Polizei appelliert immer wieder an die Vernunft der Lkw-Fahrer - nicht immer mit Erfolg. Positiv sei trotzdem zu erwähnen, dass sich der größte Teil der Lkw-Fahrer an die Vorschriften hält und somit aktiv zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beiträgt. Das obige Foto stammt aus einem Video der Tunnelüberwachung, welches zu Beweiszwecken bei Anzeigen gesichert wird. Auch hier ist einen Lkw mit deutlich unterschrittenem Sicherheitsabstand von rund 13 Meter zu sehen. Mindestens 50 Meter sind bei Lkws vorgeschrieben.
Neben Raserei ist zu geringer Sicherheitsabstand eine der
Hauptunfallursachen. Um Unfälle, insbesondere in den Tunneln, zu vermeiden, wird aus diesem Grund in den Tunneln und dazwischen auch die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit und des Sicherheitsabstandes überwacht.
Autor: red
Drängler im Rennsteigtunnel (Foto: API)
In der gesamten Tunnelkette ist die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt. Immer wieder kommt es zu Anrufen bei der Polizei, weil im Tunnel Pkw- von Lkw-Fahrern massiv bedrängt werden. Die Lkw-Fahrer rollen mit Tempomat um die 85 km/h und treffen irgendwann auf vorbildlich fahrende Pkw-Fahrer, die mit den erlaubten 80 km/h oder weniger unterwegs sind.
Statt einfach zu bremsen, wird dann versucht, das Hindernis mittels Hupe und Lichthupe aus dem Weg zu räumen oder zum schneller Fahren zu nötigen. Hilft dass nicht, wird so dicht aufgefahren, dass der Pkw-Fahrer in seinem Rückspiegel nur noch einen Heckscheiben füllenden Lkw-Kühler sieht. Diese Praxis wird dann bis zum Ende des Tunnels betrieben.
Im Jahr 2016 wurden durch die Autobahnpolizeistation Süd in Zella-Mehlis 21 Strafanzeigen wegen Nötigung im Straßenverkehr bearbeitet, die wegen eben geschilderter Handlungen erstattet wurden. Die Dunkelziffer nicht erstatteter Anzeigen dürfte weitaus höher sein.
Die Polizei appelliert immer wieder an die Vernunft der Lkw-Fahrer - nicht immer mit Erfolg. Positiv sei trotzdem zu erwähnen, dass sich der größte Teil der Lkw-Fahrer an die Vorschriften hält und somit aktiv zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beiträgt. Das obige Foto stammt aus einem Video der Tunnelüberwachung, welches zu Beweiszwecken bei Anzeigen gesichert wird. Auch hier ist einen Lkw mit deutlich unterschrittenem Sicherheitsabstand von rund 13 Meter zu sehen. Mindestens 50 Meter sind bei Lkws vorgeschrieben.
Neben Raserei ist zu geringer Sicherheitsabstand eine der
Hauptunfallursachen. Um Unfälle, insbesondere in den Tunneln, zu vermeiden, wird aus diesem Grund in den Tunneln und dazwischen auch die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit und des Sicherheitsabstandes überwacht.
