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Donnerstag, 04. Mai 2017, 13:33 Uhr
Seit heute ist Amazon mit seinem Dienst Amazon Fresh auch in Deutschland aktiv. Damit steigt ein großer Anbieter im klassischen Onlinehandel in den Markt für frische Lebensmittel ein. Für Verbraucher kann das Vorteile bringen. Konzentrationstendenzen müssen aber bei Onlineriesen wie Amazon aufmerksam beobachtet werden...
Verbraucher können durch den Onlinevertrieb von Lebensmitteln grundsätzlich profitieren: durch eine größeren Angebotsvielfalt und individuell angepasste Angebote, sagt Sophie Herr, Lebensmittelexpertin beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).
Kleine, spezialisierte Produzenten greifen gezielt individuelle Konsum- und Lebensstile wie Convenience (Fertiggerichte), Nachhaltigkeit, Natürlichkeit oder Regionalität auf. Im Online-Direktvertrieb können sie ihre Produkte unkompliziert anbieten.
In London, wo Amazon Fresh bereits seit Mitte des Jahres 2016 auf dem Markt ist, verbindet der Anbieter seine Online-Dienste mit einem Marktplatz für lokale Händler. Regionalität wird für Verbraucher immer wichtiger. Amazon könnte eine Plattform bieten, die Verbraucher mit Erzeugern aus ihrer Nähe vernetzt und gleichzeitig die notwendige Logistik vorhält, so Herr.
Die vier großen Lebensmitteleinzelhändler haben derzeit einen Marktanteil von 85 Prozent. Eine Stärkung weiterer Onlinehändler kann diesen Markt aufmischen. Für Verbraucher könnte sich dadurch das Angebot verbessern, so Linn Selle, Handelsexpertin beim vzbv. Bislang führen die Handelsunternehmen REWE und Edeka mit ihren Lieferdiensten auch im Onlinemarkt. Das könnte sich mit der Etablierung weiterer Akteure, wie etwa Amazon Fresh, ändern.
Autor: redVerbraucher können durch den Onlinevertrieb von Lebensmitteln grundsätzlich profitieren: durch eine größeren Angebotsvielfalt und individuell angepasste Angebote, sagt Sophie Herr, Lebensmittelexpertin beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).
Kleine, spezialisierte Produzenten greifen gezielt individuelle Konsum- und Lebensstile wie Convenience (Fertiggerichte), Nachhaltigkeit, Natürlichkeit oder Regionalität auf. Im Online-Direktvertrieb können sie ihre Produkte unkompliziert anbieten.
In London, wo Amazon Fresh bereits seit Mitte des Jahres 2016 auf dem Markt ist, verbindet der Anbieter seine Online-Dienste mit einem Marktplatz für lokale Händler. Regionalität wird für Verbraucher immer wichtiger. Amazon könnte eine Plattform bieten, die Verbraucher mit Erzeugern aus ihrer Nähe vernetzt und gleichzeitig die notwendige Logistik vorhält, so Herr.
Amazon als Marktmacht
Auch für den hochkonzentrierten Lebensmittelmarkt in Deutschland kann der Eintritt von Amazon Fresh Vorteile haben.Die vier großen Lebensmitteleinzelhändler haben derzeit einen Marktanteil von 85 Prozent. Eine Stärkung weiterer Onlinehändler kann diesen Markt aufmischen. Für Verbraucher könnte sich dadurch das Angebot verbessern, so Linn Selle, Handelsexpertin beim vzbv. Bislang führen die Handelsunternehmen REWE und Edeka mit ihren Lieferdiensten auch im Onlinemarkt. Das könnte sich mit der Etablierung weiterer Akteure, wie etwa Amazon Fresh, ändern.
