Landespolitiker äußern sich
Nationaler Fonds soll Wildnisgebiete sichern
Montag, 08. Mai 2017, 11:52 Uhr
Umweltminister der Länder unterstützen Thüringer Initiative. Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz kündigt sogar an, es könnten zukünftig Flächen außerhalb des Besitzes von Bund und Land herangezogen werden.
Die Umweltminister der Länder haben sich heute bei der 88. Umweltministerkonferenz in Bad Saarow für die Einrichtung eines Nationalen Wildnisfonds ausgesprochen. Damit folgten sie einer Thüringer Initiative für eine finanzielle Beteiligung des Bundes beim Flächenkauf für neue Wildnisgebiete.
Thüringen hat bereits große Flächen aus der Nutzung genommen. Um die Landeswälder nicht überproportional zu belasten, wollen wir zusätzliche Flächen erwerben. Dazu brauchen wir die finanzielle Unterstützung des Bundes, so Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund heute in Bad Saarow.
Unterstützung findet der Thüringer Vorstoß auch bei Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: Die Initiative Thüringens begrüße ich sehr. Wir haben uns in Deutschland darauf verständigt, auf zwei Prozent der Fläche wieder Wildnis zuzulassen. Es ist wichtig Räume zu haben, in denen die Natur sich wieder nach ihren eigenen Regeln entwickeln kann. Der Bund hat mit dem Nationalen Naturerbe bereits umfangreiche Flächen zur Erreichung dieses Zieles beigetragen. Auch die Länder haben bereits erhebliche Anstrengungen unternommen. Mit einem nationalen Wildnisfonds kann es gelingen, das gesteckte Wildnisziel zu erreichen. Gerne werde ich der Bitte der Länder entsprechen, Möglichkeiten für den Aufbau eines solchen Fonds zu prüfen.
In Deutschland sollen 5-Prozent der Waldfläche und 2 Prozent der Gesamtfläche ihrer natürlichen Entwicklung überlassen werden. Der Thüringer Anteil am deutschen Waldwildnis-Ziel liegt bei rund 26.200 Hektar, die sich ohne forstwirtschaftliche Nutzung natürlich entwickeln sollen. Rund 18.800 Hektar davon, darunter der Nationalpark Hainich, werden bereits heute nicht mehr genutzt oder sind als Wildnisgebiet geplant.
Hintergrund
Das übergeordnete Wildnisziel aus der Deutschen Biodiversitätsstrategie sieht vor, 2 Prozent der gesamten Landesfläche ihrer natürlichen Entwicklung zu überlassen. In Thüringen müssen dazu auch Waldflächen beitragen. Dazu sollen zukünftig Flächen außerhalb des Besitzes von Bund und Land herangezogen werden.
05.05.2017 Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz
Autor: khhDie Umweltminister der Länder haben sich heute bei der 88. Umweltministerkonferenz in Bad Saarow für die Einrichtung eines Nationalen Wildnisfonds ausgesprochen. Damit folgten sie einer Thüringer Initiative für eine finanzielle Beteiligung des Bundes beim Flächenkauf für neue Wildnisgebiete.
Thüringen hat bereits große Flächen aus der Nutzung genommen. Um die Landeswälder nicht überproportional zu belasten, wollen wir zusätzliche Flächen erwerben. Dazu brauchen wir die finanzielle Unterstützung des Bundes, so Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund heute in Bad Saarow.
Unterstützung findet der Thüringer Vorstoß auch bei Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: Die Initiative Thüringens begrüße ich sehr. Wir haben uns in Deutschland darauf verständigt, auf zwei Prozent der Fläche wieder Wildnis zuzulassen. Es ist wichtig Räume zu haben, in denen die Natur sich wieder nach ihren eigenen Regeln entwickeln kann. Der Bund hat mit dem Nationalen Naturerbe bereits umfangreiche Flächen zur Erreichung dieses Zieles beigetragen. Auch die Länder haben bereits erhebliche Anstrengungen unternommen. Mit einem nationalen Wildnisfonds kann es gelingen, das gesteckte Wildnisziel zu erreichen. Gerne werde ich der Bitte der Länder entsprechen, Möglichkeiten für den Aufbau eines solchen Fonds zu prüfen.
In Deutschland sollen 5-Prozent der Waldfläche und 2 Prozent der Gesamtfläche ihrer natürlichen Entwicklung überlassen werden. Der Thüringer Anteil am deutschen Waldwildnis-Ziel liegt bei rund 26.200 Hektar, die sich ohne forstwirtschaftliche Nutzung natürlich entwickeln sollen. Rund 18.800 Hektar davon, darunter der Nationalpark Hainich, werden bereits heute nicht mehr genutzt oder sind als Wildnisgebiet geplant.
Hintergrund
Das übergeordnete Wildnisziel aus der Deutschen Biodiversitätsstrategie sieht vor, 2 Prozent der gesamten Landesfläche ihrer natürlichen Entwicklung zu überlassen. In Thüringen müssen dazu auch Waldflächen beitragen. Dazu sollen zukünftig Flächen außerhalb des Besitzes von Bund und Land herangezogen werden.
05.05.2017 Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz
