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Zerstörung oder Aufschwung

Was überwiegt?

Montag, 26. Juni 2017, 18:51 Uhr
Es sind fünf Artikel aus verschiedenen, seriösen Quellen zu verschiedenen Themen. Die Beiträge haben eines gemeinsam haben: Sie zeigen, dass wirtschaftlicher Aufschwung oft auf dem Rücken von Mensch und Natur erfolgt und dies längerfristig nur Nachteile für alle Beteiligten bringt...


Dass intakte Natur langfristig der wichtigste Garant für wirtschaftliche und soziale Stabilität ist, wird in einem Beitrag über das vom Klimawandel bedrohte Great Barrier-Reef südlich von Australien deutlich: Rein ökonomisch gesehen hat es demnach einen Wert von 38 Mrd. Dollar. Die Wirtschaft einer ganzen Region hängt von seinem Überleben ab. Aber das Riff, tausende in ihm lebende Arten und tausende Arbeitsplätze werden wohl nicht zu retten sein.
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2017-06/australien-great-barrier-reef-korallenriff-wert

Der Fluch der gelben Orchidee
Während Angela Merkel versucht, angesichts der Flüchtlingskrise internationale Konzerne zu mehr wirtschaftlichem Engagement in den bettelarm gehaltenen Ländern Afrikas zu bewegen, steigt der Vanillepreis in nie dagewesene Höhen.

Die Ursachen sind komplex: Ein Grund: Die begehrte Orchideenart Vanilla planifolia wird fast ausschließlich in Madakaskar angebaut. Dort leben die ärmsten Bauern, die die Hersteller daher auch mit den geringsten Löhnen weltweit abspeisen können. Das ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der madegassischen Vanille. Nun droht den Bauern dort auch noch diese Einnahmequelle wegzubrechen.
http://www.spektrum.de/news/warum-vanille-gerade-mehr-als-silber-kostet/1465477

Zerstörung für das Elektoauto
Weiter: Während in Europa der Boom der Elektromobilität gefeiert wird, fördert die Herstellung der notwendigen Lithium-Akkus die Umweltzerstörung. 200 Gramm des seltenen Metalls stecken bereits in jedem Laptop-Akku. Gerade einmal 5 Mio. Tonnen werden in den südamerikanischen Anden vermutet – und dem Boden unter verheerenden Umweltschäden entrissen. Daher ist stets der gesamte ökologische Fußabdruck des Menschen entscheidend für die Einschätzung einer angeblich umweltfreundlichen Investition.
http://www.teleboerse.de/rohstoffe/Lithium-Fluch-und-Segen-article19898502.html

Die Weltbank ignoriert eigene humanitäre und ökologische Prinzipien
Sie ist angeblich die größte und wichtigste Entwicklungshilfeorganisation – die Weltbank. Vor wenigen Monaten aber musste sie nach intensiver journalistischer Recherche letztlich einräumen, dass ihr der schnelle wirtschaftliche Erfolg wichtiger ist, als die Wahrung eigener menschenrechtlicher und ökologischer Prinzipien. Vertreibung und Zerstörung im Namen der die Weltbank finanzierenden westlichen Länder. Auch Deutschland ist dabei:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/entwicklungslaender-weltbank-projekte-zwingen-millionen-menschen-zur-umsiedlung-1.2379211

Wie Korruption Amazonien zerstört
Bis in höchste brasilianische Regierungskreise reichte der Filz. Investoren zahlten schwarz Millionen, um Aufträge für den Bau von Staudämmen an Amazonas-Nebenflüssen im unberührten Regenwald zu erlangen. Einer konnte nach dem Auffliegen eines Korruptionsskandals und dem Nachweis der drohenden dramatischen ökologischen Folgeschäden verhindert werden. 40 weitere aber sind geplant oder im Bau. Ihnen werden Straßen, Holzfäller, Städte und Müll folgen. Ein trauriges Kapitel über die zerstörerische Macht des Geldes.
http://www.spektrum.de/news/wasserkraft-gefaehrdet-den-amazonas/1465261

Zusammengestellt von Bodo Schwarzberg
Autor: red

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