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Das sollte der Landesregierung zu denken geben?

Mit Bundesumweltministerin über Possen gesprochen

Dienstag, 29. August 2017, 07:17 Uhr
Wenn die Bundesumweltministerin schon mal am Fuß des Possens weilt, da kann man schon mal auf dessen Probleme hinweisen, dachte sich der Verein „Statt Urwald-Kulturwald am Possen und Hainleite e.V.“ und war gestern am Sportzentrum Göldner aufgetaucht...

Eigentlich wollten SPD-Bundestagsmitglied Steffen-Claudio Lemme und die Landrätin des Kyffhäuserkreises, Antje Hochwind (SPD) Dr. Barbara Hendricks (SPD), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit "nur" zeigen, wie wichtig die Fördermittel für das Sportzentrum am Göldner sind.

 Mit Bundesumweltministerin über Possen gesprochen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mit Bundesumweltministerin über Possen gesprochen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Termin hatte sich auch bis zum Verein „Statt Urwald-Kulturwald am Possen und Hainleite e.V.“ herumgesprochen und so tauchte auch eine ganze Delegation des Vereins am Göldner auf. Trotz straffen Zeitplans der Bundesumweltministerin hatten die Mitglieder ein offenes Ohr gefunden.

Vorsitzender Dr. rer. Nat. Heinz Scherzberg erläuterte die Probleme, die es zur Zeit um den Possenwald gibt. BUND Thüringen und das Land Thüringen wollen auf Basis des Koalitionsvertrages große Flächen der Hainleite, speziell auf dem Possen, aus der Nutzung nehmen, sprich die Flächen sich selbst überlassen und zum Urwald entwickeln lassen.

 Mit Bundesumweltministerin über Possen gesprochen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mit Bundesumweltministerin über Possen gesprochen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Dr. Scherzberg erläutert das Konzept aus Sicht des Vereins, kn berichtete bereits öfter darüber.

Ein Knackpunkt bei der ganzen Diskussion um den Possenwald, ist denn in Thüringen die 5 Prozent Marke nicht schon lange erfüllt? BUND und Bündnis 90/Die Grünen bestreiten das, ThüringenForst und der Verein bejahen das.
Wenn die durch die Naturerbstiftung übergebenen Flächen mit in die 5 Prozent-Regelung zu zählen sind, die aus der Nutzung fallen sollen, dann hat Thüringen die 5 Prozent-Marke schon überschritten, und die Flächen des Possens müssen eigentlich nicht mehr aus der Nutzung genommen werden, um die Marke für Thüringen zu erfüllen.

Die Bundesumweltministerin bestätigte dem Verein, ja die diese Flächen gehören zu den 5 Prozent.
Der Pressesprecher Peter Mohrich gegenüber kn:


Und der Verein hatte noch einen Trumpf im Ärmel. Man fragte die Bundesumweltministerin,ob sie nicht die Schirmherrschaft über die Fundstelle der Mutterblutbuche übernehmen möchte, denn die ist ja der Ausgangspunkt weltweit aller Blutbuchen.

Beim Ja schrägte Sie ein, man muss schauen wie es nach der Bundestagswahl aussieht, aber sie ist optimistisch.

Zum Thema Mutterblutbuche:
Mutterblutbuche soll mehr in den Fokus gerückt werden
Autor: khh

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