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Rückblick auf den „Tag des Geotops“ 2017

Donnerstag, 21. September 2017, 00:52 Uhr
Organisiert vom Regionalmuseum Bad Frankenhausen war man im Geopark Kyffhäuser unterwegs... Dazu erreichte kn dieser Bericht aus dem Regionalmuseum...

Am Sonntag, den 17. September 2017, fand schon zum 16. Mal deutschlandweit der „Tag des Geotops“ statt. Beim „Tag des Geotops“ werden geologische Besonderheiten interessierten Bürgern vorgestellt und somit für den Geotop- und Naturschutz sensibilisiert.
Von Beginn an beteiligt sich daran auch das Regionalmuseum Bad Frankenhausen in Kooperation mit dem „Geopark Kyffhäuser“.

Rückblick auf den „Tag des Geotops“ 2017 (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen) Rückblick auf den „Tag des Geotops“ 2017 (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen)

Ohne den fach- und sachkundigen Exkursionsleiter, den Diplom-Geologen Gunter Braniek, wären diese Wanderungen nicht möglich. Schon seit 16 Jahren steht er uns als treuer Partner zur Seite, dabei ist er in seiner Heimatgemeinde Kromsdorf und im Berufsleben mehr als ausgelastet.
Dafür von allen Teilnehmern herzlichen Dank!!!

Rückblick auf den „Tag des Geotops“ 2017 (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen) Rückblick auf den „Tag des Geotops“ 2017 (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen)

Gunter Braniek kennt den „Geopark Kyffhäuser“ wie seine Westentasche und neben den geologischen Informationen kommen auch kulturhistorische Dinge nicht zu kurz. Dies wissen auch die Exkursionsteilnehmer zu schätzen, bei denen viele kaum eine Wanderung verpassten. In jedem Jahr kommen auch neue Gäste hinzu, die in der Regel zwar müde in den Beinen doch mit vielen neuen Eindrücken aus dem Kyffhäusergebirge und seiner reizvollen Umgebung nach Hause gehen.

Auch in diesem Jahr folgten wieder fast 40 Teilnehmer der Exkursion, die durch das Regionalmuseum Bad Frankenhausen organisiert wird. Das Motto lautete: „Unterwegs in der Natur- und Kulturlandschaft von Buntsandstein und Muschelkalk zwischen Hainleite und Windleite“.

Der Ausgangspunkt war der Ort Hachelbich am Nordabhang der Hainleite mit seinem Kirchberg im Zentrum. Hier betraten die meisten völliges Neuland in dem verwickelten Dörfchen.

Rückblick auf den „Tag des Geotops“ 2017 (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen) Rückblick auf den „Tag des Geotops“ 2017 (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen)

Schon hinter dem Ortsausgang gab es den ersten Höhepunk der Wanderung. Seit einigen Jahren graben hier die Archäologen des Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege Thüringen. Entdeckt wurde ein Römerlager, welches jedes Jahr ein Stück weiter erforscht wird.

Durch das Schneidtal ging die Wanderung zum Marienbrunnen. Hier konnten nicht nur geologische Besonderheiten sondern auch Forst- und Waldwissen erfahren werden. Denn an der Exkursion nahmen auch zwei Forstfachleute teil, die sich ausgezeichnet mit dem Geologen ergänzten.

Am idyllischen Marienbrunnen luden Bänke, Tische und die Quelle zur Rast ein. Von hier aus ging es weiter entlang des Steingrabens zum Spitalsberg nach Göllingen. Dabei erschlossen sich den meist ortsunkundigen Wanderern völlig neue Perspektiven in der Landschaft. Waren es doch von hier nur wenige Kilometer bis zur Arnsburg bei Seega und auch nur ein Katzensprung zum Kloster Bonnrode bei Oberbösa. In Göllingen ging es zum ehemaligen Kalischacht „Günthershall“ mit seiner wechselvollen Geschichte. Über die einstige Verbindungsstraße, heute Radweg durch das Wippertal, ging es nach ca. 6 Stunden und 13 Kilometern zurück zum Ausgangspunkt nach Hachelbich. Dabei verkündete Herr Braniek schon die Route für das Jahr 2018, die dann rund um Bendeleben führen soll.

Rückblick auf den „Tag des Geotops“ 2017 (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen) Rückblick auf den „Tag des Geotops“ 2017 (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen)

Wer sich darüber hinaus einen Überblick über die geologischen Besonderheiten der Kyffhäuserregion verschaffen möchte, dem sei an dieser Stelle die geologische Ausstellung im Regionalmuseum Bad Frankenhausen empfohlen.
Öffnungszeiten Mi bis So von 10.00 bis 17.00 Uhr.
Informationen im Regionalmuseum Bad Frankenhausen,
Telefon 034671 / 62086 oder unter www.regionalmuseum-bfh.de
Autor: khh

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