Deutschlandwetter im September 2017
Kühl, oft regnerisch, wenig Sonne
Samstag, 30. September 2017, 08:07 Uhr
Während der September 2016 noch mit großer Hitze aufgetrumpft hatte, präsentierte sich der September 2017 richtig herbstlich: Tiefdruckgebiete und ihre von Westen übergreifenden Ausläufer bestimmten mit meist kühler Luft das Wetter in den ersten beiden Monatsdekaden...
Sie ließen Zwischenhochs nur wenig Zeit für Wärme und Sonnenschein. Im letzten Drittel nahm der Hochdruckeinfluss zwar zu, doch der Altweibersommer blieb aus. Stattdessen sorgte ein sog. Höhentief für meist starke Bewölkung, vereinzelte Schauer und Gewitter. Insgesamt verlief der September 2017 daher eher kühl, bei leicht überdurchschnittlichem Niederschlag und deutlich zu wenig Sonnenschein. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.
Im Vorjahr hatte Deutschland mit 16,9 Grad Celsius im Mittel (°C) und bis zu 8 Tagen über 30 Grad einen der wärmsten September seit Beginn der Messungen erlebt. Ein völlig anderes Bild zeigte der September des Jahres 2017: Mit 12,7 °C lag er um 0,6 Grad unter dem Soll der int. Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung -0,8 Grad. Lediglich am 5. kletterten die Tageshöchsttemperaturen im Südwesten, Westen und vereinzelt auch in Sachsen-Anhalt über 25 °C. Örtlich traten die ersten Frostnächte auf: Deutschneudorf-Brüderwiese meldete am 19. mit -1,5 °C das bundesweite Minimum. Doch gehört dieser Monat damit keineswegs zu den kältesten September-Monaten: Im Jahre 1912 stieg das Quecksilber in Frankfurt am Main im ganzen Monat nicht höher als 19 °C. Den höchsten Einzelwert meldete diesmal Müllheim, nahe Freiburg, am 5. mit 27,1 °C.
Dagegen sorgten die Tiefs Otfried am 2. in Südbayern und Sebastian am 13. im Südwesten für ergiebige Regenfälle: Flintsbach-Asten, südlich von Rosenheim, meldete am 2. eine Tagessumme von 80,5 l/m². Unter Sebastian tobte auch bereits der erste Herbststurm - vor allem im Norden Deutschlands. Dort führte er zu großen Schäden und forderte sogar Menschenleben. Der insgesamt meiste Niederschlag fiel am unmittelbaren Alpenrand, mit bis zu 250 l/m², der wenigste im östlichen Thüringen mit etwa 15 l/m².
Sonnenscheinmangel setzte die Blattfärbung der Laubbäume ein.
Referenzperiode
Autor: redSie ließen Zwischenhochs nur wenig Zeit für Wärme und Sonnenschein. Im letzten Drittel nahm der Hochdruckeinfluss zwar zu, doch der Altweibersommer blieb aus. Stattdessen sorgte ein sog. Höhentief für meist starke Bewölkung, vereinzelte Schauer und Gewitter. Insgesamt verlief der September 2017 daher eher kühl, bei leicht überdurchschnittlichem Niederschlag und deutlich zu wenig Sonnenschein. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.
Im Vorjahr hatte Deutschland mit 16,9 Grad Celsius im Mittel (°C) und bis zu 8 Tagen über 30 Grad einen der wärmsten September seit Beginn der Messungen erlebt. Ein völlig anderes Bild zeigte der September des Jahres 2017: Mit 12,7 °C lag er um 0,6 Grad unter dem Soll der int. Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung -0,8 Grad. Lediglich am 5. kletterten die Tageshöchsttemperaturen im Südwesten, Westen und vereinzelt auch in Sachsen-Anhalt über 25 °C. Örtlich traten die ersten Frostnächte auf: Deutschneudorf-Brüderwiese meldete am 19. mit -1,5 °C das bundesweite Minimum. Doch gehört dieser Monat damit keineswegs zu den kältesten September-Monaten: Im Jahre 1912 stieg das Quecksilber in Frankfurt am Main im ganzen Monat nicht höher als 19 °C. Den höchsten Einzelwert meldete diesmal Müllheim, nahe Freiburg, am 5. mit 27,1 °C.
Niederschlag leicht über dem Durchschnitt
Der September erreichte mit rund 70 Litern pro Quadratmeter (l/m²) etwa 113 Prozent seines Solls (61 l/m²). Die zahlreichen meist von Westen heranziehenden Tiefdruckgebiete brachten ebenso wie ein nur in höheren Luftschichten ausgeprägtes Tief im letzten Drittel zwar häufige Niederschläge, aber meist keine großen Mengen.Dagegen sorgten die Tiefs Otfried am 2. in Südbayern und Sebastian am 13. im Südwesten für ergiebige Regenfälle: Flintsbach-Asten, südlich von Rosenheim, meldete am 2. eine Tagessumme von 80,5 l/m². Unter Sebastian tobte auch bereits der erste Herbststurm - vor allem im Norden Deutschlands. Dort führte er zu großen Schäden und forderte sogar Menschenleben. Der insgesamt meiste Niederschlag fiel am unmittelbaren Alpenrand, mit bis zu 250 l/m², der wenigste im östlichen Thüringen mit etwa 15 l/m².
Sonnenscheinarmer September
Mit etwa 120 Sonnenstunden fehlten dem September 19 Prozent seines Solls von 149 Stunden. Begünstigt waren Mecklenburg und der Berliner Raum, mit bis zu 160 Stunden. Das Sauerland erhielt dagegen örtlich nur rund 75 Sonnenstunden. In den Gebieten mit großemSonnenscheinmangel setzte die Blattfärbung der Laubbäume ein.
Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt erreichte im September 13,6 °C (13,7 ° C) und war mit etwa 35 l/m² (42 l/m²) eine trockene Region. Die Sonne schien aufgerundet 125 Stunden (144 Stunden).Thüringen
Thüringen war im September 2017 mit 12,3 °C (12,8 °C) die zweitkälteste Region Deutschlands. Die Niederschlagsmenge betrug aufgerundet 50 l/m² (51 l/m²). Mit nur wenig mehr als 105 Stunden erreichte es lediglich 74 Prozent des Solls (143 Stunden) und war damit das insgesamt sonnenscheinärmste Bundesland. In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern.Referenzperiode
