Besuch in Hohenstein-Ernstthal
40 Jahre MT-77
Dienstag, 31. Oktober 2017, 08:30 Uhr
Die Abkürzung steht im Motorsport der ehemaligen DDR als Bezeichnung für die Entwicklung eines Rennwagens, der von 1977 bis in die Mitte der 1980er Jahre den osteuropäischen Formelrennsport maßgeblich prägte, um danach von der sowjetischen Entwicklung des Estonia Rennwagens vom Spitzenplatz verdrängt zu werden. Zwei Buchstaben stehen hier für die Männer, beide Sachsen, die in weiten Teilen ihres Lebens fast alles für den Rennsport gaben, mit dem Ziel, oft auf der Siegertreppe ganz oben zu stehen...
Das M steht dabei für den Dresdener Heinz Melkus (20.04.1928 - 05.09.2005) einschließlich seiner Söhne Ulrich, genannt Ulli (19.04.1950 - 18.06.1990) und Peter, dass T für den Leipziger Hartmut Thaßler. Aus rennsportlicher Sicht gehörten die Namensgeber zu den ca.30 besten Rennfahrern der DDR und errangen mehrfach den Titel eines DDR-Meisters im Motorrennsport und zahlreiche Pokale im sozialistischen Ausland.
Darüber hinaus waren beide hervorragende Techniker für Rennfahrzeuge und unter dem Blickwinkel des Sozialismus standen sie, neben den zahlreichen Sozialistischen Renngemeinschaften von Volkseigenen Betrieben, auch für den Erfolg des Systems. Da beide schon im Sozialismus neben dem Rennsport auch tüchtige Geschäftsleute waren, konnten sie den aufwendigen Sport finanziell schultern. Sie erhielten zwar von der DDR auch einige Privilegien zugestanden aber letztendlich waren sie stets Einzelkämpfer, nicht nur am Steuer, auch in der technischen Planung ihres Sports und in der finanziellen Machbarkeit.
Die Zahl 77 steht für das Jahr in dem der formschöne und leistungsstarke Rennwagen auf den zahlreichen Rennstrecken seine Bewährungsphase begann. 40 Jahre nach den ersten Rennen, wurde dieser technischen Entwicklung eine Sonderausstellung im Textil und Rennsportmuseum in Hohenstein-Ernstthal am 28. Oktober gewidmet.
Dazu wurden durch den Veranstalter einige der früheren Rennfahrer bzw. Konstrukteure eingeladen wie z. B. Dipl. Ing. (FH) Hartmut Thaßler, der den legendären Rennwagen baute und mit der Nummer 91 auch erfolgreich fuhr, die heutige Grande Dame des DDR – Rennsports, Helga Heinrich Streudel, die ihre Rennkarriere einst auf einer Jawa 350 begann, der unermüdliche Volker Worm, Gerhard Friedrich der sich heute aktiv für die Geschichte des Rennsports der DDR einsetzt und Frank Frank Nutschan, der für das Rennsportunternehmen Melkus als langjähriger technischer Chef des Hauses tätig war.
Standesgemäß erschien Frank Nutschan zu dieser Ausstellungseröffnung auch in einem Melkus RS 2000, einer Weiterentwicklung des heute legendären RS 1000, der in der damaligen DDR von 1969 bis 1980 in einer Gesamtstückzahl von 101 Exemplaren gebaut wurde.
Auch der Ost Klassiker Klub Wolkramshausen erhielt zu dieser Veranstaltung eine Einladung, die von einigen Mitgliedern, unter der Federführung des langjährigen Bergrennfahrers Lutz Pfeil der selbst auf eine lange und bewegte Geschichte im Automobilrennsport zurückblicken kann, gern wahrgenommen wurde.
Die Moderation der Veranstaltung lag in den Händen von Randy Kämpf, einen überaus sehr kompetenten Mitarbeiter des Museums in Hohenstein-Ernstthal, dass sich im näheren Umfeld der international bekannten Rennstrecke Sachsenring befindet, auf der von 1927 an, mit Unterbrechung der Kriegsjahre, besonders in der Zeit der DDR viele spannende Motorsportrennen auf 2, 3 und 4 Rädern ausgetragen wurden. Hunderttausende Zuschauer kamen nach Hohenstein-Ernstthal, um echten Motorsport auf einer Rennstrecke zu erleben, die über ganz normale Verkehrsstraßen und bewohnten Ortschaften führte. In der Ausstellung wird nicht nur an die Sieger erinnert, sondern auch an die 20 tödlich verunglückten Rennfahrer verschiedener Nationen.
Für die Vertreter des Wolkramshäuser Klubs ein spannender Tag mit angenehmen Gesprächen und einigen Absichtserklärungen, um eine im Klub begonnene Fahrzeugrestaurierung eines historischen Rennwagens, einer sog. Renn - Zigarre aus den 1960er Jahren erfolgreich fortsetzen zu können.
Hubert Rein, Vorsitzender des Ost Klassiker Klubs Wolkramshausen
Autor: redDas M steht dabei für den Dresdener Heinz Melkus (20.04.1928 - 05.09.2005) einschließlich seiner Söhne Ulrich, genannt Ulli (19.04.1950 - 18.06.1990) und Peter, dass T für den Leipziger Hartmut Thaßler. Aus rennsportlicher Sicht gehörten die Namensgeber zu den ca.30 besten Rennfahrern der DDR und errangen mehrfach den Titel eines DDR-Meisters im Motorrennsport und zahlreiche Pokale im sozialistischen Ausland.
Darüber hinaus waren beide hervorragende Techniker für Rennfahrzeuge und unter dem Blickwinkel des Sozialismus standen sie, neben den zahlreichen Sozialistischen Renngemeinschaften von Volkseigenen Betrieben, auch für den Erfolg des Systems. Da beide schon im Sozialismus neben dem Rennsport auch tüchtige Geschäftsleute waren, konnten sie den aufwendigen Sport finanziell schultern. Sie erhielten zwar von der DDR auch einige Privilegien zugestanden aber letztendlich waren sie stets Einzelkämpfer, nicht nur am Steuer, auch in der technischen Planung ihres Sports und in der finanziellen Machbarkeit.
Die Zahl 77 steht für das Jahr in dem der formschöne und leistungsstarke Rennwagen auf den zahlreichen Rennstrecken seine Bewährungsphase begann. 40 Jahre nach den ersten Rennen, wurde dieser technischen Entwicklung eine Sonderausstellung im Textil und Rennsportmuseum in Hohenstein-Ernstthal am 28. Oktober gewidmet.
Dazu wurden durch den Veranstalter einige der früheren Rennfahrer bzw. Konstrukteure eingeladen wie z. B. Dipl. Ing. (FH) Hartmut Thaßler, der den legendären Rennwagen baute und mit der Nummer 91 auch erfolgreich fuhr, die heutige Grande Dame des DDR – Rennsports, Helga Heinrich Streudel, die ihre Rennkarriere einst auf einer Jawa 350 begann, der unermüdliche Volker Worm, Gerhard Friedrich der sich heute aktiv für die Geschichte des Rennsports der DDR einsetzt und Frank Frank Nutschan, der für das Rennsportunternehmen Melkus als langjähriger technischer Chef des Hauses tätig war.
Standesgemäß erschien Frank Nutschan zu dieser Ausstellungseröffnung auch in einem Melkus RS 2000, einer Weiterentwicklung des heute legendären RS 1000, der in der damaligen DDR von 1969 bis 1980 in einer Gesamtstückzahl von 101 Exemplaren gebaut wurde.
Auch der Ost Klassiker Klub Wolkramshausen erhielt zu dieser Veranstaltung eine Einladung, die von einigen Mitgliedern, unter der Federführung des langjährigen Bergrennfahrers Lutz Pfeil der selbst auf eine lange und bewegte Geschichte im Automobilrennsport zurückblicken kann, gern wahrgenommen wurde.
Die Moderation der Veranstaltung lag in den Händen von Randy Kämpf, einen überaus sehr kompetenten Mitarbeiter des Museums in Hohenstein-Ernstthal, dass sich im näheren Umfeld der international bekannten Rennstrecke Sachsenring befindet, auf der von 1927 an, mit Unterbrechung der Kriegsjahre, besonders in der Zeit der DDR viele spannende Motorsportrennen auf 2, 3 und 4 Rädern ausgetragen wurden. Hunderttausende Zuschauer kamen nach Hohenstein-Ernstthal, um echten Motorsport auf einer Rennstrecke zu erleben, die über ganz normale Verkehrsstraßen und bewohnten Ortschaften führte. In der Ausstellung wird nicht nur an die Sieger erinnert, sondern auch an die 20 tödlich verunglückten Rennfahrer verschiedener Nationen.
Für die Vertreter des Wolkramshäuser Klubs ein spannender Tag mit angenehmen Gesprächen und einigen Absichtserklärungen, um eine im Klub begonnene Fahrzeugrestaurierung eines historischen Rennwagens, einer sog. Renn - Zigarre aus den 1960er Jahren erfolgreich fortsetzen zu können.
Hubert Rein, Vorsitzender des Ost Klassiker Klubs Wolkramshausen





























