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Reformation ganz persönlich

Dienstag, 31. Oktober 2017, 12:10 Uhr
Superintendent Kristóf Bálint schaut aus dem persönlichen Blickwinkel auf das Theme 500 Jahre Reformation und den gemeinsamen Feiertag...

Nun feiert zum ersten Mal in der Geschichte ganz Deutschland einen Reformationstag gemeinsam. Das ist erfreulich, denn damit kommt zusammen was zusammengehört. Verschiedene Gründe haben dazu geführt, dass es zur Spaltung der Kirche und nicht zur Reform kam. Die Reform seiner Kirche wollte Luther, keine Spaltung.

Am Reformationstag feiern die Deutschen (Evangelische, Katholische, Konfessionslose usw.) einen Tag, der die Geschichte maßgeblich beeinflusste. Was alles, das wurde in den letzten zehn Jahren im Detail reflektiert. Doch was hat das mit Ihnen und mir zu tun?

Eine Menge, denn, wenn wir es genau besehen hat der Satz „ecclesia semper reformanda“ (Kirche muss sich immer reformieren“) sehr viel mit uns zu tun. Ob wir nun an GOTT glauben oder nicht.
Auch jeder von uns kann nur bestehen, wenn er sich den täglichen Herausforderungen stellt: den physischen, den psychischen, den sozialen und den intellektuellen. Deswegen müssen wir uns anpassen, gegen etwas ankämpfen, uns verändern… je nachdem.

Erich Fried hat gesagt: "Wer will, dass die Welt so bleibt wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt". Das gilt auch für jeden von uns persönlich. Wer nur sagt, „ich will so bleiben wie ich bin“, wird nicht bleiben. Das zeigt uns die Geschichte tausendfach.

Deswegen aufmerksam und sorgfältig die Herausforderungen des Lebens prüfen, nach dem richtigen Weg suchen und im Gespräch mit anderen und mit GOTT nach dem richtigen Weg fragen und dann losgehen. Das ist Reformation ganz hautnah.

Die Herausforderungen kommen von außen auf uns zu. Wir machen und wünschen Sie uns (oft) nicht. Sie sorgen jedoch für Entwicklungsschübe und für einen größeren Verstehenshorizont. Wir Menschen reifen durch Herausforderungen. Wer keine Probleme kennt, bleibt menschlich oft stecken. Einschneidende Erlebnisse bringen uns trotz oder gerade in aller erfahrenen Anfechtung menschlich weiter. Insofern ist dieser Tag ein Geschenk. Werden wir uns bewusst, wo wir selbst an uns arbeiten müssen und wo wir uns reformieren, d.h. verändern lassen dürfen.

Ihr Superintendent Kristóf Bálint
Autor: khh

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