Kulturszene aktuell
Wodka ist immer koscher
Sonntag, 05. November 2017, 00:01 Uhr
Im Rahmen der 25. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur las Küf Kaufmann in Sondershausen aus seinem gleichnamigen Buch..Hier auch gleich Tipps, wie es bei den Kulturtagen weiter geht...
Im Reigen der drei Kulturprojekte, die in Thüringen alljährlich in der zweiten Jahreshälfte stattfinden und in deren Zentrum die Begegnung mit jüdischer Kultur steht, haben die Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur die weitaus längste Tradition. Das gilt sogar deutschlandweit. Auch in Sondershausen fanden und finden im Oktober/November Veranstaltungen statt.
Wodka, Teil der russischen Seele? Mit einem Witz über die Trinkfestigkeit der Russen startete Küf Kaufmann sein Lesung. Danach machte er klar, dass ihm seine Tochter beim Schreiben geholfen hat. Darum ging es. Wie war das Leben in der Sowjetunion. Sicher kaum auch der Wodka vor, aber es war nicht das bestimmende Element. Er las aus dem Buch seines abenteuerlichen Lebens zwischen der Sowjetunion und der ersten Bekanntschaft mit Deutschland.
In seiner Einführung stellte Hauptamtsleiter Stefan Schard den Künstler Küf Kaufmann vor. Seit 1990 lebt er in Deutschland, wo er in zahlreichen TV-Produktionen mitwirkte, z.B. als Schauspieler in Dominik Grafs Russenmafia-Mehrteiler Im Angesicht des Verbrechens. Er führte Regie an Kleinkunstbühnen und spielte sehr erfolgreich mit Bernd-Lutz Lange und Griseldis Wenner.
Veranstalter gestern waren die Stadtverwaltung Sondershausen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen e.V., den die Lesung fand im Trausaal des Bürgerzentrums Cruciskirche statt.
Donnerstag, 9. November 2017
11.00 Uhr Jüdischer Friedhof am Spatenberg; Fortsetzung der Possenallee, südlich des Heinrich-Cotta-Weges
Gedenkveranstaltung für die Opfer der Reichspogromnacht
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge geschändet; die noch bestehenden jüdischen Geschäfte wurden geplündert und jüdische Familien in ihren Wohnungen überfallen. Die jüdischen Männer wurden für einige Wochen in das KZ Buchenwald verschleppt. Ab 1942 erfolgten die Deportationen der jüdischen Personen, die in Sondershausen bis dahin noch gelebt hatten.
Samstag, 18. November 2017
11.00 Uhr Treffpunkt: Galerie am Schlossberg, Eingang Am Durchbruch, Teilnahme kostenlos
Die mittelalterliche Mikwe von Sondershausen.
Ein archäologischer Fund an der Stadtmauer, Führung mit Bettina Bärnighausen
Schon im Mittelalter lebten Juden in Sondershausen. Neben wenigen schriftlichen Quellen erbrachten archäologische Grabungen mit dem Fund einer Mikwe aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts den Nachweis für die Ansiedlung von Juden in vorstädtischer Zeit.
Nach dem Pestpogrom von 1349 ist erst am Ende des 17. Jahrhunderts wieder jüdisches Leben in Sondershausen nachweisbar. Im geistigen und im Wirtschaftsleben der Stadt spielten die Mitglieder der jüdischen Gemeinde noch bis zum Ende der Weimarer Republik eine bedeutende Rolle.
Die jüdische Gemeinde von Sondershausen ist während des Holocaust ausgelöscht worden.
Die wenigen bis heute erhaltenen Zeugnisse jüdischen Lebens der Region werden von der Stadt Sondershausen bewahrt und für die Öffentlichkeit erschlossen.
(Veranstalter: Schlossmuseum Sondershausen)
Autor: khhIm Reigen der drei Kulturprojekte, die in Thüringen alljährlich in der zweiten Jahreshälfte stattfinden und in deren Zentrum die Begegnung mit jüdischer Kultur steht, haben die Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur die weitaus längste Tradition. Das gilt sogar deutschlandweit. Auch in Sondershausen fanden und finden im Oktober/November Veranstaltungen statt.
Wodka, Teil der russischen Seele? Mit einem Witz über die Trinkfestigkeit der Russen startete Küf Kaufmann sein Lesung. Danach machte er klar, dass ihm seine Tochter beim Schreiben geholfen hat. Darum ging es. Wie war das Leben in der Sowjetunion. Sicher kaum auch der Wodka vor, aber es war nicht das bestimmende Element. Er las aus dem Buch seines abenteuerlichen Lebens zwischen der Sowjetunion und der ersten Bekanntschaft mit Deutschland.
In seiner Einführung stellte Hauptamtsleiter Stefan Schard den Künstler Küf Kaufmann vor. Seit 1990 lebt er in Deutschland, wo er in zahlreichen TV-Produktionen mitwirkte, z.B. als Schauspieler in Dominik Grafs Russenmafia-Mehrteiler Im Angesicht des Verbrechens. Er führte Regie an Kleinkunstbühnen und spielte sehr erfolgreich mit Bernd-Lutz Lange und Griseldis Wenner.
Veranstalter gestern waren die Stadtverwaltung Sondershausen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen e.V., den die Lesung fand im Trausaal des Bürgerzentrums Cruciskirche statt.
Weitere Veranstaltungen
Donnerstag, 9. November 2017
11.00 Uhr Jüdischer Friedhof am Spatenberg; Fortsetzung der Possenallee, südlich des Heinrich-Cotta-Weges
Gedenkveranstaltung für die Opfer der Reichspogromnacht
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge geschändet; die noch bestehenden jüdischen Geschäfte wurden geplündert und jüdische Familien in ihren Wohnungen überfallen. Die jüdischen Männer wurden für einige Wochen in das KZ Buchenwald verschleppt. Ab 1942 erfolgten die Deportationen der jüdischen Personen, die in Sondershausen bis dahin noch gelebt hatten.
Samstag, 18. November 2017
11.00 Uhr Treffpunkt: Galerie am Schlossberg, Eingang Am Durchbruch, Teilnahme kostenlos
Die mittelalterliche Mikwe von Sondershausen.
Ein archäologischer Fund an der Stadtmauer, Führung mit Bettina Bärnighausen
Schon im Mittelalter lebten Juden in Sondershausen. Neben wenigen schriftlichen Quellen erbrachten archäologische Grabungen mit dem Fund einer Mikwe aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts den Nachweis für die Ansiedlung von Juden in vorstädtischer Zeit.
Nach dem Pestpogrom von 1349 ist erst am Ende des 17. Jahrhunderts wieder jüdisches Leben in Sondershausen nachweisbar. Im geistigen und im Wirtschaftsleben der Stadt spielten die Mitglieder der jüdischen Gemeinde noch bis zum Ende der Weimarer Republik eine bedeutende Rolle.
Die jüdische Gemeinde von Sondershausen ist während des Holocaust ausgelöscht worden.
Die wenigen bis heute erhaltenen Zeugnisse jüdischen Lebens der Region werden von der Stadt Sondershausen bewahrt und für die Öffentlichkeit erschlossen.
(Veranstalter: Schlossmuseum Sondershausen)




