kn-Forum
Bürgermeisterkandidaten fern der Politik?
Montag, 29. Januar 2018, 00:23 Uhr
Diese Frage stellt ein Leser und fragt sich, wie kann man Bürgermeister von Sondershausen werden wollen, ohne vorher politisch aktiv geworden zu sein?...
Eigentlich könnte man doch froh sein, wenn nach 26 Jahren die Stadt Sondershausen einen neuen Bürgermeister bekommen soll. Der jetzige Bürgermeister Joachim Kreyer hat in die letzten 26 Jahre die Stadt Sondershausen doch gut auf Kurs gehalten. Wenn man an die Probleme von der Nachwendezeit mit hoher Arbeitslosigkeit denkt, da leistete er gute Arbeit.
Und es lag wohl nicht an Kreyer, wenn das Schiff Sondershausen in den letzten Jahres ins Schlingern gekommen ist. Es war nicht Kreyers Schuld, wenn die Steuern nicht flossen und die Stadt kurz vor der Pleite stand. Aber hat er es allein zu verantworten?
Zweifel sind angebracht, denn wenn man es recht betrachtet, sind es eigentlich die Stadträte, welche mit ihren Beschlüssen festlegen, was in der Stadt passiert und wofür das Geld der Stadt ausgeben wird. Das darf bei aller Diskussion nicht vergessen werden. Haben sich die Stadträte eigentlich bei der Frage Probleme mit Migranten so richtig positioniert? Wenn man in den Stadtratssitzungen dabei war, könnte man es ja sagen.
Und da wären wir gerade bei einem wunden Punkt. Da wollen gleich vier Kandidaten Bürgermeister werden und man fragt sich, wissen die eigentlich Bescheid was wie in der Stadt läuft? Die kennen vielleicht nur das was die Straße sagt, was sicher sehr, sehr wichtig ist.
Aber ein Bürgermeister muss auch mit seinen Stadträten zusammen arbeiten können. Da ist es interessant zu wissen, wie im Prinzip "ticken die Stadträte so". Das erkennt man wohl am besten, wenn man dabei ist. Ich habe mir aber sagen lassen, bis auf Stefan Schard der als Hauptamtsleiter der Stadt schon seit Jahren dabei sein muss (berufsbedingt), soll es erst ein Kandidat (Steffen Grimm) geschafft haben, überhaupt schon wenigstens ein Mal in der Stadtratssitzung gewesen zu sein. Und wie ich durch Nachfragen erfuhr, war auch in der letzten Hauptausschusssitzung keiner der Kandidaten, abgesehen natürlich vom Hauptamtsleiter.
Das verwundert natürlich ganz schön. Selbst eine Ortsvorsitzende der SPD Sondershausen hat es, wenn meine Recherchen stimmen, noch nicht ein einziges Mal in eine Stadtratssitzung geschafft! Was da im Stadtrat so abläuft, kennen die Kandidaten nur vom Hörensagen und aus der Presse. Upps, wie oft wurde die Presse schon als Lügenpresse bezeichnet?
Um es genau zu sagen, so ein politisches Desinteresse schockiert doch. Oder lockt erst mal der Posten des sicher nicht schlecht bezahlten Bürgermeisters? Hauptsache man sitzt erst mal im Sattel. Aber vielleicht findet sich doch noch jemand als Kandidat, der wenigstens schon mal im Stadtrat war. Das wünscht sich
Andreas Grobelius
Eigentlich könnte man doch froh sein, wenn nach 26 Jahren die Stadt Sondershausen einen neuen Bürgermeister bekommen soll. Der jetzige Bürgermeister Joachim Kreyer hat in die letzten 26 Jahre die Stadt Sondershausen doch gut auf Kurs gehalten. Wenn man an die Probleme von der Nachwendezeit mit hoher Arbeitslosigkeit denkt, da leistete er gute Arbeit.
Und es lag wohl nicht an Kreyer, wenn das Schiff Sondershausen in den letzten Jahres ins Schlingern gekommen ist. Es war nicht Kreyers Schuld, wenn die Steuern nicht flossen und die Stadt kurz vor der Pleite stand. Aber hat er es allein zu verantworten?
Zweifel sind angebracht, denn wenn man es recht betrachtet, sind es eigentlich die Stadträte, welche mit ihren Beschlüssen festlegen, was in der Stadt passiert und wofür das Geld der Stadt ausgeben wird. Das darf bei aller Diskussion nicht vergessen werden. Haben sich die Stadträte eigentlich bei der Frage Probleme mit Migranten so richtig positioniert? Wenn man in den Stadtratssitzungen dabei war, könnte man es ja sagen.
Und da wären wir gerade bei einem wunden Punkt. Da wollen gleich vier Kandidaten Bürgermeister werden und man fragt sich, wissen die eigentlich Bescheid was wie in der Stadt läuft? Die kennen vielleicht nur das was die Straße sagt, was sicher sehr, sehr wichtig ist.
Aber ein Bürgermeister muss auch mit seinen Stadträten zusammen arbeiten können. Da ist es interessant zu wissen, wie im Prinzip "ticken die Stadträte so". Das erkennt man wohl am besten, wenn man dabei ist. Ich habe mir aber sagen lassen, bis auf Stefan Schard der als Hauptamtsleiter der Stadt schon seit Jahren dabei sein muss (berufsbedingt), soll es erst ein Kandidat (Steffen Grimm) geschafft haben, überhaupt schon wenigstens ein Mal in der Stadtratssitzung gewesen zu sein. Und wie ich durch Nachfragen erfuhr, war auch in der letzten Hauptausschusssitzung keiner der Kandidaten, abgesehen natürlich vom Hauptamtsleiter.
Das verwundert natürlich ganz schön. Selbst eine Ortsvorsitzende der SPD Sondershausen hat es, wenn meine Recherchen stimmen, noch nicht ein einziges Mal in eine Stadtratssitzung geschafft! Was da im Stadtrat so abläuft, kennen die Kandidaten nur vom Hörensagen und aus der Presse. Upps, wie oft wurde die Presse schon als Lügenpresse bezeichnet?
Um es genau zu sagen, so ein politisches Desinteresse schockiert doch. Oder lockt erst mal der Posten des sicher nicht schlecht bezahlten Bürgermeisters? Hauptsache man sitzt erst mal im Sattel. Aber vielleicht findet sich doch noch jemand als Kandidat, der wenigstens schon mal im Stadtrat war. Das wünscht sich
Andreas Grobelius
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khhDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
