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Lokalgeschichtlich bedeutsam

Donnerstag, 01. März 2018, 11:00 Uhr
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellte im vergangenen Jahr 10.000 Euro für die restauratorische Putzsanierung und für Malerarbeiten in der St. Gumbertikirche in Clingen im Kyffhäuserkreis zur Verfügung. Dazu erreichte kn von der Stiftung diese Meldung...

Nun besucht Ernst Herrbach, Ortskurator Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) am Mittwoch mit Pastorin Catharina Heckert, um sich vor Ort die Maßnahmen erläutern zu lassen. Die Gumbertikirche war bereits in den 1990er Jahren Förderprojekt der privaten Denkmalschutzstiftung. Sie gehört zu den über 460 Projekten, die die DSD dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen gefördert hat.

St. Gumbertikirche in Clingen (Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz) St. Gumbertikirche in Clingen (Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz)

St. Gumbertikirche in Clingen © Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Die Gumbertikirche liegt am Stadtrand von Clingen. Der Anfang des 13. Jahrhunderts ursprünglich als Basilika errichtete romanische Kirchenbau besitzt noch heute die typischen Obergadenfenster mit Kleeblattbögen, profilierte Kämpfersteine und romanische Ritzfugen. Um 1505 und 1595 erfolgten umfangreichere Umbauten, die durch in den Bau geritzte Jahreszahlen auf einem Pfeiler der Westwand festgehalten sind.

Die romanischen Obergadenfenster wurden zugemauert, die Arkadenbögen erhöht und gespitzt. Der Chor wurde nach Osten verlängert, im Süden wurde ein Portal eingebaut und im Chor und Schiff Spitzbogenfenster eingebaut. Auf einem neuen Innenputz entstanden neue Malereien.

Lokalgeschichtlich bedeutsam (Foto: privat) Lokalgeschichtlich bedeutsam (Foto: privat)

Foto privat

Eine weitere größere Umbauphase zwischen 1723 und 1778 brachte die Erweiterung der Fenster des Seitenschiffs, den Einbau einer neuen Brettertonne und von vier Fenstern im Dachstuhl sowie eine Erneuerung der Ausstattung. Das dreischiffige Innere der Basilika prägen die in den Seitenschiffen eingebauten hölzernen Emporen und die bemalte Brettertonne aus dem 18. Jahrhundert. Fragmente früherer Farbfassungen sind noch an verschiedenen Stellen zu sehen.
Autor: khh

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