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Oberheldrungen in der Hauptrolle
Freitag, 02. März 2018, 09:53 Uhr
Thiemo Schulz, Marcus Mendler, Benedikt Funke und Björn Schaar, Schüler am Kyffhäuser-Gymnasium Bad Frankenhausen im Rückblick auf ihr Filmprojekt. Sie stellen sich und ihr Filmprojekt vor...
Vor zwei Jahren nahmen wir uns vor: Wir drehen einen Film über Oberheldrungen! Auslöser für diese Idee war ein Bericht aus einer DDR-Fernsehzeitung, der den Film Wir vom Dorf von Herbert und Ellen Wege ankündigte. Gedreht wurde dieser 1976 in Oberheldrungen, wo den Film auch heute, über 40 Jahre später, noch jeder kennt. Viel hat sich seitdem im Ort geändert und wir fragten uns, wie der Film wohl aussähe, würde man ihn heute drehen.
Ein politischer Umbruch, ein großer technischer Fortschritt und vor allem der demographische Strukturwandel haben ihre Spuren an Oberheldrungen hinterlassen. Was macht das Dorfleben heute lebenswert? So war die Idee geboren, für die schnell ein Titel feststand: Wir vom Dorf II – 40 Jahre später. Am 17. und 18. Februar 2018 feierte dieser Film schließlich Premiere im Kulturhaus in Oberheldrungen. Über 500 Besucher sahen das 83-minütige Werk im Rahmen der vier Vorstellungen. Bis zu diesem Moment war es ein langer Weg. Heute können wir sagen, was es bedeutet einen Film zu drehen.
Wir vier sind Schüler der 12. Klasse, die den Film im Rahmen ihrer Seminarfacharbeit gedreht haben, also keinesfalls Profis auf diesem Gebiet sind. Die finanziellen Mittel stellen wir selbst, beziehungsweise unsere Eltern zur Verfügung. Zwei Jahre waren wir mit der Kamera in Oberheldrungen unterwegs, haben Vereine besucht, waren zu Gast auf verschiedenen Veranstaltungen und haben Interviews mit den unterschiedlichsten Menschen geführt. Auch Herbert Wege haben wir immer wieder besucht.
Er erlaubte es, seinen Film als Grundlage für unser Projekt zu verwenden und ebnete uns hierfür den rechtlichen Weg. So lernten wir Oberheldrungen in diesen zwei Jahren noch einmal neu kennen. Die Einwohner und Einwohnerinnen waren begeistert von unserer Idee. Egal, wo wir anfragten, uns wurde weitergeholfen, Möglichkeiten zum Filmen organisiert, Interviews und Informationen gegeben. Immer wieder kam die Frage auf, wann denn der Film endlich fertig sei. Februar 2018 lautete die Antwort und es war knapp, den Film bis dahin fertigzustellen. Aus 18 Stunden Filmmaterial musste das ausgewählt werden, was nun in 83 Minuten zu sehen ist. Der Ton musste bearbeitet, Texte geschrieben und eingesprochen werden.
Unzählige Stunden Arbeit flossen in das Projekt Wir vom Dorf II. Auch mit der Bürokratie machten wir Bekanntschaft, die jedoch darin endete, dass quasi aus der Not heraus eine Hymne für Oberheldrungen entstand. Corina Schütze-Herrmann schrieb das Lied für Oberheldrungen, das im Abspann zu hören ist. Vier Mal durften wir vom Bühnenrand im Kulturhaus aus mitverfolgen, wie hunderte Besucher dem Geschehen auf der Leinwand folgten. Neben vielen Oberheldrungern und Oberheldrungerinnen durften wir auch die Landrätin Antje Hochwind und ein Kamerateam vom MDR Thrüingen Journal begrüßen. Die Reaktionen des Publikums zeigten, dass sich der Aufwand gelohnt hat.
Von der Ernte, über sämtliche Vereine, die Kirmes, den Kindergarten, das Schwimmbad bis hin zu kontroversen Themen wie dem Autobahnbau, all das gehört zum Dorfleben in Oberheldrungen anno 2018. Lachen, Erstaunen, Mitfiebern, Begeisterung und Schau mal, da sind wir!- die Reaktionen hätten nicht besser sein können und entschädigten für die Zeiten, in denen wir wirklich zweifelten, warum wir uns an dieses Projekt gewagt haben. An dieser Stelle möchten wir uns bedanken bei all denen, die uns in diesen zwei Jahren unterstützt haben: unsere Eltern und Großeltern, Susann Weber, Herbert Wege, Heike Streit und allen anderen, die zur Entstehung des Films beigetragen haben. Es war eine aufregende Zeit!
Am Anfang stand Wir drehen einen Film!, am Ende ist daraus Wir vom Dorf II – 40 Jahre später geworden, der auch in den heimischen DVD-Playern vieler Besucher hin und wieder laufen wird. Wer weiß, vielleicht ist ja in 40 Jahren wieder jemand so verrückt und sagt: Lass uns einen dritten Teil drehen! In Oberheldrungen wird es auch dann viel Spannendes und Interessantes zu erzählen geben. Das Dorf hat sich sein Hauptrolle verdient.
Autor: khhVor zwei Jahren nahmen wir uns vor: Wir drehen einen Film über Oberheldrungen! Auslöser für diese Idee war ein Bericht aus einer DDR-Fernsehzeitung, der den Film Wir vom Dorf von Herbert und Ellen Wege ankündigte. Gedreht wurde dieser 1976 in Oberheldrungen, wo den Film auch heute, über 40 Jahre später, noch jeder kennt. Viel hat sich seitdem im Ort geändert und wir fragten uns, wie der Film wohl aussähe, würde man ihn heute drehen.
Ein politischer Umbruch, ein großer technischer Fortschritt und vor allem der demographische Strukturwandel haben ihre Spuren an Oberheldrungen hinterlassen. Was macht das Dorfleben heute lebenswert? So war die Idee geboren, für die schnell ein Titel feststand: Wir vom Dorf II – 40 Jahre später. Am 17. und 18. Februar 2018 feierte dieser Film schließlich Premiere im Kulturhaus in Oberheldrungen. Über 500 Besucher sahen das 83-minütige Werk im Rahmen der vier Vorstellungen. Bis zu diesem Moment war es ein langer Weg. Heute können wir sagen, was es bedeutet einen Film zu drehen.
Wir vier sind Schüler der 12. Klasse, die den Film im Rahmen ihrer Seminarfacharbeit gedreht haben, also keinesfalls Profis auf diesem Gebiet sind. Die finanziellen Mittel stellen wir selbst, beziehungsweise unsere Eltern zur Verfügung. Zwei Jahre waren wir mit der Kamera in Oberheldrungen unterwegs, haben Vereine besucht, waren zu Gast auf verschiedenen Veranstaltungen und haben Interviews mit den unterschiedlichsten Menschen geführt. Auch Herbert Wege haben wir immer wieder besucht.
Er erlaubte es, seinen Film als Grundlage für unser Projekt zu verwenden und ebnete uns hierfür den rechtlichen Weg. So lernten wir Oberheldrungen in diesen zwei Jahren noch einmal neu kennen. Die Einwohner und Einwohnerinnen waren begeistert von unserer Idee. Egal, wo wir anfragten, uns wurde weitergeholfen, Möglichkeiten zum Filmen organisiert, Interviews und Informationen gegeben. Immer wieder kam die Frage auf, wann denn der Film endlich fertig sei. Februar 2018 lautete die Antwort und es war knapp, den Film bis dahin fertigzustellen. Aus 18 Stunden Filmmaterial musste das ausgewählt werden, was nun in 83 Minuten zu sehen ist. Der Ton musste bearbeitet, Texte geschrieben und eingesprochen werden.
Unzählige Stunden Arbeit flossen in das Projekt Wir vom Dorf II. Auch mit der Bürokratie machten wir Bekanntschaft, die jedoch darin endete, dass quasi aus der Not heraus eine Hymne für Oberheldrungen entstand. Corina Schütze-Herrmann schrieb das Lied für Oberheldrungen, das im Abspann zu hören ist. Vier Mal durften wir vom Bühnenrand im Kulturhaus aus mitverfolgen, wie hunderte Besucher dem Geschehen auf der Leinwand folgten. Neben vielen Oberheldrungern und Oberheldrungerinnen durften wir auch die Landrätin Antje Hochwind und ein Kamerateam vom MDR Thrüingen Journal begrüßen. Die Reaktionen des Publikums zeigten, dass sich der Aufwand gelohnt hat.
Von der Ernte, über sämtliche Vereine, die Kirmes, den Kindergarten, das Schwimmbad bis hin zu kontroversen Themen wie dem Autobahnbau, all das gehört zum Dorfleben in Oberheldrungen anno 2018. Lachen, Erstaunen, Mitfiebern, Begeisterung und Schau mal, da sind wir!- die Reaktionen hätten nicht besser sein können und entschädigten für die Zeiten, in denen wir wirklich zweifelten, warum wir uns an dieses Projekt gewagt haben. An dieser Stelle möchten wir uns bedanken bei all denen, die uns in diesen zwei Jahren unterstützt haben: unsere Eltern und Großeltern, Susann Weber, Herbert Wege, Heike Streit und allen anderen, die zur Entstehung des Films beigetragen haben. Es war eine aufregende Zeit!
Am Anfang stand Wir drehen einen Film!, am Ende ist daraus Wir vom Dorf II – 40 Jahre später geworden, der auch in den heimischen DVD-Playern vieler Besucher hin und wieder laufen wird. Wer weiß, vielleicht ist ja in 40 Jahren wieder jemand so verrückt und sagt: Lass uns einen dritten Teil drehen! In Oberheldrungen wird es auch dann viel Spannendes und Interessantes zu erzählen geben. Das Dorf hat sich sein Hauptrolle verdient.
