kyffhaeuser-nachrichten.de
Meldungen vom Sport

Vor dem 40. Kyffhäuser- Berglauf in Bad Frankenhausen (4)

Dienstag, 03. April 2018, 00:31 Uhr
Teil 4 eines Berichts um Namen, Fakten, Gegebenheiten, Begegnungen - Reminiszenzen eines Sportenthusiasten und Zeitzeugen...

Die Wiederbelebung des Kyffhäuser- Berglaufes war gelungen.

Die Verantwortlichkeiten in der Vereinsführung wechselten seit 1990 logischerweise mehrfach.
Nach der Amtszeit Steiger übernahm Jürgen Ellerkamm im Jahre 1995 das Ruder. Zu seiner Mannschaft kamen Lutz Behrendt, Klaus- Dieter Ende und Lutz Heckert im Vorstand dazu. Die Arbeitsgruppe von 1990 blieb beisammen.

Im Jahr 2000 wurde Dr. Harald Strauch zum Vereinsvorsitzenden gewählt. Das Finanzresort übernahm Gerhard Schmidt. Harald Fiebig, Lutz Heckert sowie Wilfried Ehrenberg gehörten zur Führungsspitze.
In der Geschäftsstelle (Poststr.) waren fleißige Sachwalter tätig, die in den Spitzenzeiten der Arbeiten im Büro eine zeitlich begrenzte Anstellung gefunden hatten. (Frau Sonnabend, Frau Franke, Frau Müller, Herr Schmidt, Erhard).

Nach 10 Jahren, im Jahr 2010, übernahm Sören Schobeß das Ruder im Verein. Zu seinem jungen Team gehörten Steffen Kobrow, Andreas Kirchner, Kay Blossey und Thomas Jauer. Unverzichtbar gehörte Dr. Harald Strauch mit seinem reichen Erfahrungsschatz zu diesem Gremium.

40 Jahre Kyffhäuser- Berglauf, 40 Jahre verantwortliche Arbeit für den Sport sowie 40 Jahre Werbung für die Stadt Bad Frankenhausen.

Unter diesem Leitmotiv arbeiten nunmehr unter der Leitung von Andreas Kirchner, Lutz Dildey, Thomas Jauer und als Beisitzer Sören Schobeß und Dr. Harald Strauch.

Mit jedem hier genannten Führungswechsel gingen auch stets Veränderungen im gesamten Gefüge dieser Großveranstaltung einher. Die Zeitnahmen z.B. veränderten sich von der Hand-Stoppuhr (1979) bis zum heute modernen System „Hucke-timing“ mit Transponder.
Andere Veränderungen beziehen sich auf Streckenführungen, Streckenlängen, Programm- Erweiterungen (Natur- und heimatkundliche Wanderungen mit sachkundigen Wanderleitern. Auch die Hundesportler mit ihren Vierbeinern gehören zum „Tross“).
Der „Bambini- Lauf für die jüngsten Sportler aus den Städtischen Kindereinrichtungen „Sonnenschein“, „Wippergärtchen“ und „Kindervilla“ sorgt für große Euphorie besonders bei Eltern und Großeltern diesen Flitzer.

Eine sehr große Resonanz fand die Aufnahme der Mountainbiker in das Programm des Berglaufes. Zum ersten Mountainbike-Marathon im Jahre 2000 taten ausschließlich heimische Radler an. Ihre Team- Namen lassen auf Spaß und Begeisterung am Cross- Rennen schließen (Wadenkrampf; Kurvenfeger; Ritzelschleifer; Ost-West-Express usw.).
Im Laufe der nächsten Jahre fand sich aber die deutsche Spitzenklasse der Crosser zu unserer Veranstaltung ein.

Ein mehrmaliger Sieger aus der „Eliteklasse“ äußerte sich zum Rennen: „Von der Straße (Hüfler) ins Gelände waren wir bald im Nebel unsichtbar. Nach der ersten Attacke war der erste Bergabschnitt hinter mir und meine Verfolger auch. Die Cross- Strecke war extrem nass, schmierig und aufgeweicht. auch die Abfahrten waren nicht Ohne, denn richtig bremsen konnte man mit den kalten Fingern auch nicht mehr. Nach 1:30 Std. stand ich unter der Dusche. Und das sind welche gelaufen!!!

Auf Anregung der Biker selbst, wurden für diese Trendsportart zwei neue Strecken ausgeschrieben (21 und 59 Kilometer) der Start der Biker wurde auf den Nachmittag verlegt, damit sie mit den Läufern nicht mehr ins Gehege kommen.

Mit den steigenden Teilnehmerzahlen wurde jedoch der Bedarf an Helferinnen und Helfern für die sog. Kleinarbeit immer größer, auch weil einige von ihnen aus Alters- oder Gesundheitsgründen ausgeschieden sind.
Es gilt, die Startunterlagen und Infos für jeden Läufer einzutüten und am Tag selbst, die Nachmeldungen entgegen zu nehmen.
Der Dank ist diesen Frauen und Männern gewiss!!! Selbiges gilt auch für den Jugend- Stadtrat.

Seit der Schlossplatz die Sportler und die Gäste empfängt und verabschiedet, gibt es keine idealere Stätte für diesen jeweils ersten kulturellen Höhepunkt des Jahres in der Kurstadt. Zwischen Regionalmuseum und Kyffhäuser-Therme sind sämtliche notwendigen Einrichtungen für das „Event“ Internationaler Kyffhäuser-Berglauf aufgebaut. Hier trifft man sich zur Läufermesse mit „Alten Kameraden“ und Neulingen.
Es ist angenehm zu sehen, auf welche Weise ortsansässige Firmen das Event Berglauf unterstützen (Gerüst- und Tribünenaufbau; Kaufmärkte; Autohäuser).

Es gäbe aus der 40- jährigen Geschichte des Berglaufes ganz sicher noch sehr viel mehr Lesens- und Wissenswertes zu berichten und die Aneinanderreihung mittelbarer und unmittelbarer Helfer wird stets unvollständig und lückenhaft sein und bleiben.

Weil aber letztendlich der Sport den Mittelpunkt der Betrachtung bildet, ist es an dieser Stelle unvermeidlich, zwei der allergrößten Männer, die den Kyffhäuser- Berglauf vor- und nach ihren Olympiasiegen bestritten, nämlich
WALDEMAR CYRPINSKI und NILS SCHUMANN zu nennen.

Waldemar ist uns auch in den schweren Jahren treu geblieben. Wenn auch nicht mehr regelmäßig als Läufer, so ist er immer für seine Fans als Ratgeber oder als Kaufmann präsent.

Am Ende seien noch die Uderslebener Sportfreunde mit ihrem Imbiss- und Getränkeangebot dankend erwähnt. Hier bietet sich die letzte Möglichkeit für die Sportler noch einmal aufzutanken.
Fast am Ziel der Strapaze muntern die Sängerinnen des Frankenhäuser Frauenchores mit ihrem Gesang auf dem Schlachtberg die Läufer und Biker noch einmal auf.

40 JAHRE BERGLAUF -- 40 JAHRE VOLKSFEST
im Jahr des 200- jährigen Kurstadt- Jubiläums

Ende

Helmut Hochfeld
Zeitzeuge 40 Jahre Kyffhäuser-Berglauf
Berglauf (Foto: Stadt Bad Frankenhausen) Berglauf (Foto: Stadt Bad Frankenhausen)
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de