Globale Ökologie
Ressourcen für 2018 aufgebraucht
Mittwoch, 02. Mai 2018, 09:00 Uhr
Drei Erden bräuchte die Menschheit, wenn alle Menschen so konsumieren und wirtschaften würden, wie wir in Deutschland. Dies geht aus Untersuchungen der Forschungsorganisation Global Foodprint hervor. Für 2018 wären die Ressourcen der Menschheit schon jetzt aufgebraucht, meint Bodo Schwarzberg...
Der Begriff ökologischer Fußabdruck ist ein Maß für den Ressourcenverbrauch des Menschen im Verhältnis zur Regenerationsfähigkeit der natürlichen Ressourcen. Die Menschen in Deutschland haben 2018 bereits so viele Ressourcen verbraucht, dass sie ökologisch gesehen für den Rest des Jahres auf Pump leben. Und der Trend ist eindeutig.
Die Verbrennungsmotoren beispielsweise werden zwar immer effektiver, zugleich aber steigen die CO2-Emmissionen des Straßenverkehrs weiter an. Ein Grund: Immer stärkere Motoren, - der Trend zum übermotorisierten Straßengeländewagen SUV und generell der weiter zunehmende Straßenverkehr. Wenngleich wir jetzt erst die Auswirkungen von Jahrzehnte zurückliegenden Emissionen spüren; der zurückliegende klimatologische Rekordapril ist ein unmissverständliches Alarmzeichen in einer Kette kaum zählbarer Alarmzeichen. Schließlich war er wiedermal der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Parallel dazu sinkt der Anteil extensiv genutzter und nicht versiegelter Flächen in Deutschland, rund 25 Hektar werden täglich bebaut oder zubetoniert. Wir sehen dies auch in unserem Landkreis. Die Landwirtschaft wird trotz eines medialen Ökohyps nicht wirklich naturverträglicher. Die Artenvielfalt sinkt dramatisch durch einen Komplex vieler menschgemachter Faktoren. Unter anderem werden z.B. in den Tropen Regenwälder vernichtet, um Soja für deutsches Milchvieh anzubauen. Das zeigt die Globalität des Problems ökologischer Fußabdruck und zugleich eine Schwierigkeit, diesen gordischen Knoten zu entschärfen.
Die genannten können auf Grund der vielen zu berücksichtigenden anthropogenen Faktoren daher auch nur einige Beispiele von vielen sein. Doch allein sie stehen bereits im Widerspruch zu den Zielen der Bundesregierung, die CO2-Emmissionen zu senken, die tägliche Versiegelung zu bremsen, das Artensterben zu stoppen und die Landwirtschaft umweltschonender wirtschaften zu lassen.
Im sozialen Bereich würden derartige Defizite wahrscheinlich einen Generalstreik auslösen.
Im existenzsichernden ökologischen Bereich aber fordern nur wenige: "Die neue Bundesregierung muss die Klima- und die Agrarpolitik zusammendenken", fordert z.B. Lena Michelsen vom Entwicklungsnetzwerk Inkota in einer Mitteilung gemeinsam mit anderen Organisationen, nachzulesen in einem Artikel der Welt.
Beispielsweise finden die stark klimarelevanten Lachgas- und Methanemissionen aus landwirtschaftlichen Betrieben kaum einmal Eingang in entsprechende umweltpolitische Entscheidungen. Der Trend beim ökologischen Fußabdruck bescheinigt uns, dass die Politik nicht wirklich verstanden hat, auf welch dramatische Szenarien wir zusteuern – aber leider auch, dass die Folgen dessen uns nicht unmittelbar wehtun.
Keines der oben genannten Ziele ist gegenwärtig in Reichweite. Um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten, wäre eine Wirtschaftsrevolution nötig. Der globale Overshot-Tag erreicht uns übrigens im August. Von da an lebt die gesamte Menschheit für den Rest des Jahres auf Kosten künftiger Generationen und vor allem der Ärmsten der Armen.
Bodo Schwarzberg
Der Begriff ökologischer Fußabdruck ist ein Maß für den Ressourcenverbrauch des Menschen im Verhältnis zur Regenerationsfähigkeit der natürlichen Ressourcen. Die Menschen in Deutschland haben 2018 bereits so viele Ressourcen verbraucht, dass sie ökologisch gesehen für den Rest des Jahres auf Pump leben. Und der Trend ist eindeutig.
Die Verbrennungsmotoren beispielsweise werden zwar immer effektiver, zugleich aber steigen die CO2-Emmissionen des Straßenverkehrs weiter an. Ein Grund: Immer stärkere Motoren, - der Trend zum übermotorisierten Straßengeländewagen SUV und generell der weiter zunehmende Straßenverkehr. Wenngleich wir jetzt erst die Auswirkungen von Jahrzehnte zurückliegenden Emissionen spüren; der zurückliegende klimatologische Rekordapril ist ein unmissverständliches Alarmzeichen in einer Kette kaum zählbarer Alarmzeichen. Schließlich war er wiedermal der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Parallel dazu sinkt der Anteil extensiv genutzter und nicht versiegelter Flächen in Deutschland, rund 25 Hektar werden täglich bebaut oder zubetoniert. Wir sehen dies auch in unserem Landkreis. Die Landwirtschaft wird trotz eines medialen Ökohyps nicht wirklich naturverträglicher. Die Artenvielfalt sinkt dramatisch durch einen Komplex vieler menschgemachter Faktoren. Unter anderem werden z.B. in den Tropen Regenwälder vernichtet, um Soja für deutsches Milchvieh anzubauen. Das zeigt die Globalität des Problems ökologischer Fußabdruck und zugleich eine Schwierigkeit, diesen gordischen Knoten zu entschärfen.
Die genannten können auf Grund der vielen zu berücksichtigenden anthropogenen Faktoren daher auch nur einige Beispiele von vielen sein. Doch allein sie stehen bereits im Widerspruch zu den Zielen der Bundesregierung, die CO2-Emmissionen zu senken, die tägliche Versiegelung zu bremsen, das Artensterben zu stoppen und die Landwirtschaft umweltschonender wirtschaften zu lassen.
Im sozialen Bereich würden derartige Defizite wahrscheinlich einen Generalstreik auslösen.
Im existenzsichernden ökologischen Bereich aber fordern nur wenige: "Die neue Bundesregierung muss die Klima- und die Agrarpolitik zusammendenken", fordert z.B. Lena Michelsen vom Entwicklungsnetzwerk Inkota in einer Mitteilung gemeinsam mit anderen Organisationen, nachzulesen in einem Artikel der Welt.
Beispielsweise finden die stark klimarelevanten Lachgas- und Methanemissionen aus landwirtschaftlichen Betrieben kaum einmal Eingang in entsprechende umweltpolitische Entscheidungen. Der Trend beim ökologischen Fußabdruck bescheinigt uns, dass die Politik nicht wirklich verstanden hat, auf welch dramatische Szenarien wir zusteuern – aber leider auch, dass die Folgen dessen uns nicht unmittelbar wehtun.
Keines der oben genannten Ziele ist gegenwärtig in Reichweite. Um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten, wäre eine Wirtschaftsrevolution nötig. Der globale Overshot-Tag erreicht uns übrigens im August. Von da an lebt die gesamte Menschheit für den Rest des Jahres auf Kosten künftiger Generationen und vor allem der Ärmsten der Armen.
Bodo Schwarzberg
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: redDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
