Bundeswehr aktuell
Panzer in Richtung Litauen verladen
Freitag, 27. Juli 2018, 13:15 Uhr
Die Panzersoldaten des Panzerbataillon 393 aus Bad Frankenhausen haben am heutigen Freitag einen Teil ihre Kampfpanzer auf Waggons verladen. Ziel des nicht nur einzigen Transportes ist Litauen...
Das Panzerbataillon 393 aus Bad Frankenhausen, löst das Jägerbataillon 292 aus Donaueschingen Anfang August nach ihrer halbjährigen einsatzgleichen Verpflichtung in Litauen ab. Heute wurden in Sondershausen 12 Kampfpanzer Leopard 2 und ein Bergepanzer Büffel auf die Bahn für den Transport nach Rukla verladen.
Damit startete die Verlegung von Fahrzeugen der vierten Rotation der enhanced Forward Presence (eFP) Battlegroup.
Für die Bewohner des Kyffhäuserkreises ist es nichts Neues, wenn die Panzer von Bad Frankenhausen nach Sondershausen rollen. Jedes Mal wenn es zum Schießen oder anderer Manöver geht rollen die Panzer zum Hauptbahnhof Sondershausen. Heute am Morgen war es gehen 04:30 Uhr.
Auch wenn es die Anwohner oft nicht so sehen, aber die Panzer kamen mit "weichen Sohlen". Wenn die Panzer über die Straßen rollen werden extra Gummi-Stollen aufgelegt um die Straßen zu schonen und den Lärm wenigstens etwas zu senken. Bei der Verladung heute nutzte kn die Chance, sich das "Schuhwerk des Panzers" näher anzusehen.
Interessant immer wieder, wenn die breiten Panzer auf die Waggons rollen. Der Verlademeister der Bahn prüft mit einer Lehre, dass der Panzer auch keinen Zentimeter zu weit über den Waggon hinausragt. Per Handzeichen wird vom Soldaten links per Handzeichen an einen weiteren Soldaten (Pfeil nach rechts auf dem Waggon gemeldet, wie der Panzer rollen soll. Von dort geht die Zeichengebungen an den Panzerfahrer (Strich nach oben). Hier einige bewegte Bilder von der Verladung.
Panzer in Richtung Litauen verladen
Um was geht es bei dem Einsatz in Litauen? Der Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37 Oberst Gunnar Brügner erläuterte Fakten zu enhanced Forward Presence (eFP).
Die Aufstellung von vier Battlegroups (BG) im Rahmen der erweiterten Vornepräsenz "enhanced Fonvard Presence (eFP) in Polen und den baitischen Staaten, die auf dem NATO-Gipfel in Warschau im Juli 2016 beschlossen wurde, ist abgeschlossen.
Wahrend in Polen die USA, in Lettland Kanada und in Estland Großbritannien federführend sind, hat Deutschland die Verantwortung fur die enhanoed Forward Presence Battlegroup Litauen (eFP BG LTU) übernommen. Fur das erste Halbjahr 2017 war das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach mit der Fuhrung beauftragt. lm zweiten Halbjahr 2017 übernahm das Panzergrenadierbataillon 371 aus Marienberg die Verantwortung, gefolgt vom Jägerbatailion 292 aus Donaueschingen.
Im August 2018 übernimmt das Panzerbataillon 393 aus Bad Frankenhausen die Führung der eFP BG LTU und damit zum zweiten Mal ein Bataillon der Panzergrenadierbrigade 37.
Oberst Gunnar Brügner (re.), hier mit Oberstleutnant Matthias Paar vom Versorgungsbataillon 131, ebenfalls in Bad Frankenhausen in der gleichen Kaserne (Kyffhäuser-Kaserne) stationiert, beobachten die Verladung.
Der deutsche Beitrag umfasst dauerhaft rund 550 Soldatinnen und Soldaten. Dieser Beitrag beinhaltet auch Abstellungen aus den Bereichen der Streitkräftebasis, des Zentralen Sanitätsdienstes, des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen sowie des Kommandos Cyber- und Informationsraum.
Das Panzerbataillon 393 stellt mit rund 400 Soldatinnen und Soldaten die Führung, Anteile einer Stabs- und Versorgungskompanie sowie eine Kampftruppenkompanie für sechs Monate nach Litauen für den eFP-Auftrag.
Der Kommandeur des Panzerbataillon 393, Oberstleutnant Rene Braun konnte die Verladung selbst nicht überwachen, denn er befindet sich bereits vor Ort in Litauen (Rukla). Landrätin Antje Hochwind und der erste Beigeordnete des Bürgermeisters Bad Frankenhausen, Dr, Andreas Räubers, übergaben dem Kommandeur des Panzerbataillon 393, Oberstleutnant René Braun, einen Erinnerungsgruß aus der Heimat mit. Das passierte bei der offizielle Verabschiedung, kn berichtete.
Weiterhin ist vorgesehen, die eFP BG LTU insbesondere fur Übungsvorhaben durch Kampfunterstützungskräfte (z.B. Aufklärung oder Artillerie) anlassbezogen zu verstärken. Hierfür können auftragsangepasst rund 250 Soldatinnen und Soldaten nach Litauen entsandt werden.
Zusammen mit Deutschland werden sich im Zeitraum der Federführung des Panzerbataillons 393 drei weitere Nationen (Belgien, Tschechien und Niederlande) mit Kräften an der eFP BG LTU beteiligen. Die Entsendung erfolgt in Abstimmung mit den NATO-Partnern und in enger Kooperation mit unseren litauischen Partnern. Die eFP BG LTU wird vor Ort an multinationalen Übungen teilnehmen und gemeinsam mit den litauischen Streitkräften Ausbildung betreiben. Diese gemeinsamen Aktivitäten sind wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit mit unseren multinationalen Partnern.
Seit 2015 fanden im NATO-Rahmen zahlreiche Ubungs- und Ausbildungsaktivitaten statt. Weiterführende Informationen finden Sie unter:
www.einsatz.bundeswehr.de
www.deutschesheer.de
Insgesamt werden ab Ende Juli rund 60 Container und 150 Fahrzeuge in mehreren Bahntransporten nach Litauen gebracht. Der Großteil der deutschen Soldatinnen und Soldaten wird Ende Juli in Rukla eintreffen.
Nach der Verladung, ab 11 Uhr entscheidet dann die Bahn AG, wie der Transport rollt. Der Transport soll am 31. Juli in Litauen eintreffen. Dazwischen gibt es noch eine wichtige Aktion. Wer mit dem Zug schon in den Osten Europas gefahren war, kennt das. An der polnischen Grenze müssen die Waggons auf die größere Spurweite Osteuropas umgestellt werden, das ebenfalls nochmals Zeit kostet.
Autor: khhDas Panzerbataillon 393 aus Bad Frankenhausen, löst das Jägerbataillon 292 aus Donaueschingen Anfang August nach ihrer halbjährigen einsatzgleichen Verpflichtung in Litauen ab. Heute wurden in Sondershausen 12 Kampfpanzer Leopard 2 und ein Bergepanzer Büffel auf die Bahn für den Transport nach Rukla verladen.
Damit startete die Verlegung von Fahrzeugen der vierten Rotation der enhanced Forward Presence (eFP) Battlegroup.
Für die Bewohner des Kyffhäuserkreises ist es nichts Neues, wenn die Panzer von Bad Frankenhausen nach Sondershausen rollen. Jedes Mal wenn es zum Schießen oder anderer Manöver geht rollen die Panzer zum Hauptbahnhof Sondershausen. Heute am Morgen war es gehen 04:30 Uhr.
Auch wenn es die Anwohner oft nicht so sehen, aber die Panzer kamen mit "weichen Sohlen". Wenn die Panzer über die Straßen rollen werden extra Gummi-Stollen aufgelegt um die Straßen zu schonen und den Lärm wenigstens etwas zu senken. Bei der Verladung heute nutzte kn die Chance, sich das "Schuhwerk des Panzers" näher anzusehen.
Interessant immer wieder, wenn die breiten Panzer auf die Waggons rollen. Der Verlademeister der Bahn prüft mit einer Lehre, dass der Panzer auch keinen Zentimeter zu weit über den Waggon hinausragt. Per Handzeichen wird vom Soldaten links per Handzeichen an einen weiteren Soldaten (Pfeil nach rechts auf dem Waggon gemeldet, wie der Panzer rollen soll. Von dort geht die Zeichengebungen an den Panzerfahrer (Strich nach oben). Hier einige bewegte Bilder von der Verladung.
Panzer in Richtung Litauen verladen
Die Aufstellung von vier Battlegroups (BG) im Rahmen der erweiterten Vornepräsenz "enhanced Fonvard Presence (eFP) in Polen und den baitischen Staaten, die auf dem NATO-Gipfel in Warschau im Juli 2016 beschlossen wurde, ist abgeschlossen.
Wahrend in Polen die USA, in Lettland Kanada und in Estland Großbritannien federführend sind, hat Deutschland die Verantwortung fur die enhanoed Forward Presence Battlegroup Litauen (eFP BG LTU) übernommen. Fur das erste Halbjahr 2017 war das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach mit der Fuhrung beauftragt. lm zweiten Halbjahr 2017 übernahm das Panzergrenadierbataillon 371 aus Marienberg die Verantwortung, gefolgt vom Jägerbatailion 292 aus Donaueschingen.
Im August 2018 übernimmt das Panzerbataillon 393 aus Bad Frankenhausen die Führung der eFP BG LTU und damit zum zweiten Mal ein Bataillon der Panzergrenadierbrigade 37.
Oberst Gunnar Brügner (re.), hier mit Oberstleutnant Matthias Paar vom Versorgungsbataillon 131, ebenfalls in Bad Frankenhausen in der gleichen Kaserne (Kyffhäuser-Kaserne) stationiert, beobachten die Verladung.
Der deutsche Beitrag umfasst dauerhaft rund 550 Soldatinnen und Soldaten. Dieser Beitrag beinhaltet auch Abstellungen aus den Bereichen der Streitkräftebasis, des Zentralen Sanitätsdienstes, des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen sowie des Kommandos Cyber- und Informationsraum.
Das Panzerbataillon 393 stellt mit rund 400 Soldatinnen und Soldaten die Führung, Anteile einer Stabs- und Versorgungskompanie sowie eine Kampftruppenkompanie für sechs Monate nach Litauen für den eFP-Auftrag.
Der Kommandeur des Panzerbataillon 393, Oberstleutnant Rene Braun konnte die Verladung selbst nicht überwachen, denn er befindet sich bereits vor Ort in Litauen (Rukla). Landrätin Antje Hochwind und der erste Beigeordnete des Bürgermeisters Bad Frankenhausen, Dr, Andreas Räubers, übergaben dem Kommandeur des Panzerbataillon 393, Oberstleutnant René Braun, einen Erinnerungsgruß aus der Heimat mit. Das passierte bei der offizielle Verabschiedung, kn berichtete.
Weiterhin ist vorgesehen, die eFP BG LTU insbesondere fur Übungsvorhaben durch Kampfunterstützungskräfte (z.B. Aufklärung oder Artillerie) anlassbezogen zu verstärken. Hierfür können auftragsangepasst rund 250 Soldatinnen und Soldaten nach Litauen entsandt werden.
Zusammen mit Deutschland werden sich im Zeitraum der Federführung des Panzerbataillons 393 drei weitere Nationen (Belgien, Tschechien und Niederlande) mit Kräften an der eFP BG LTU beteiligen. Die Entsendung erfolgt in Abstimmung mit den NATO-Partnern und in enger Kooperation mit unseren litauischen Partnern. Die eFP BG LTU wird vor Ort an multinationalen Übungen teilnehmen und gemeinsam mit den litauischen Streitkräften Ausbildung betreiben. Diese gemeinsamen Aktivitäten sind wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit mit unseren multinationalen Partnern.
Seit 2015 fanden im NATO-Rahmen zahlreiche Ubungs- und Ausbildungsaktivitaten statt. Weiterführende Informationen finden Sie unter:
www.einsatz.bundeswehr.de
www.deutschesheer.de
Insgesamt werden ab Ende Juli rund 60 Container und 150 Fahrzeuge in mehreren Bahntransporten nach Litauen gebracht. Der Großteil der deutschen Soldatinnen und Soldaten wird Ende Juli in Rukla eintreffen.
Nach der Verladung, ab 11 Uhr entscheidet dann die Bahn AG, wie der Transport rollt. Der Transport soll am 31. Juli in Litauen eintreffen. Dazwischen gibt es noch eine wichtige Aktion. Wer mit dem Zug schon in den Osten Europas gefahren war, kennt das. An der polnischen Grenze müssen die Waggons auf die größere Spurweite Osteuropas umgestellt werden, das ebenfalls nochmals Zeit kostet.




























