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Kommunalpolitiker äußern sich

CDU Kyffhäuserkreis mit Parteitag

Sonntag, 26. August 2018, 00:58 Uhr
In Sondershausen fand Freitag der Kreisparteitag der CDU Kyffhäuserkreis statt. Kernpunkt war die Wahl eines neuen Vorstandes, kn berichtete bereits, aber es gab noch mehr...

CDU Kyffhäuserkreis mit Parteitag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) CDU Kyffhäuserkreis mit Parteitag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Erstmalig im Bürgerzentrum Cruciskirche tagend kamen gestern 57 Parteimitglieder von aktuell 248 Mitgliedern zum Parteitag. Hier die Mitgliederstatistik:
Mitgliederstatistik

Für die Wahl des Vorsitzenden gab es nur einen Bewerber.
In geheimer Wahl wurde Stefan Schard zum Kreisvorsitzenden der CDU Kyffhäuserkreis gewählt. Von zu dem Zeitpunkt 54 wahlberechtigten Mitgliedern erhielt er 49 Ja Stimmen, 4 Nein Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Über das Wahlergebnis insgesamt hatte kn bereits berichtet;
CDU Kyffhäuserkreis hat neuen Vorsitzenden

CDU Kyffhäuserkreis mit Parteitag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) CDU Kyffhäuserkreis mit Parteitag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Eröffnet wurde der Parteitag von Jörg Steinmetz. Er übernahm auch den Rechenschaftsbericht, da der bisherige Vorsitzende Jens Krautwust alle politischen Ämter niergelegt hatte und aus der CDU ausgetreten war. Zu Beginn wurde der verstorbenen fünf Parteimitglieder gedacht.

Steinmetz sprach von einer zwiespältigen politischen Situation:

- Den Menschen ginge es gut, auch hier im Kyffhäuserkreis bei stark gesunkener Arbeitslosigkeit.

- Die Stimmung unter den Menschen ist schlecht. Die Funktionäre verlieren an Akzeptanz unter der Bevölkerung. Das nutzen bestimmte Kreis aus. Steinmetz: Wir müssen mehr mit den Bürgern im Kreis reden.

Rückblickend auf die letzten Wahlen bescheinigte er allen Kandidaten für den engagierten Wahlkampf und dankte allen Unterstützern.
In Wiehe und Helbdündorf konnten die Bürgermeisterämter verteidigt werden, bedauerte aber die verlorenen Wahlkämpfe in Greußen und Sondershausen. Der von der CDU unterstützte parteilose Steffen Gröbel schaffte es ins Rathaus Ebeleben. Warum die Stichwahl in Sondershausen noch verloren ging, war für Steinmetz immer noch unverständlich, hatte doch Kandidat Schard im 1. Wahlgang noch mit 41 Prozent bei sieben Bewerbern klar vorn gelegen.

CDU Kyffhäuserkreis mit Parteitag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) CDU Kyffhäuserkreis mit Parteitag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Ex-Bürgermeister Joachim Kreyer bekam Glückwünsche dafür, dass er fast 30 jahrelang als Bürgermeister die Geschicke der Stadt Sondershausen geleitet hatte.

Steinmetz: Wir müssen verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Die Bewährung kommt nächstes Jahr wenn es unter anderem Europa- und Landtagswahlen gibt. Über Kandidaten dazu wurde noch nicht beraten. Bei einer Enthaltung gab es die Entlastung des bisherigen Vorstandes.

CDU Kyffhäuserkreis mit Parteitag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) CDU Kyffhäuserkreis mit Parteitag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Stefan Schard sprach in seiner Bewerbungsrede: Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir müssen wirkliche Probleme ansprechen. Es kann nicht sein, dass Flüchtlinge mit genausoviel Mittel ausgestattet werden, wie viele Rentner, die Jahrzehnte hier gearbeitet haben. Die Flüchtlingsgrüße hat im Kyffhäuserkreis bei vielen Bürgern zu Ängsten geführt. Viele Bürger verlieren wegen der Flüchtlingspolitik das Vertrauen in die Politik.

Kritisch sah Schard den Stand beim Breitbandausbau im Kyffhäuserkreis. Obwohl als Modellregion Breitbandausbau bewerben ist es zurzeit mehr ein Rohrkrepierer.
Neue Schulen sind gut, aber dort die Ideologie vorherrscht und oft Stunden ausfallen, dann ist das keine gute Entwicklung. Für seine Rede erhielt er viel Beifall.
Hier das Redekonzept, dass Stefan Schard kn freundlicherweise zur Verfügung stellte:
Rede Schard auf Kreisparteitag

CDU Kyffhäuserkreis mit Parteitag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) CDU Kyffhäuserkreis mit Parteitag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Grußworte überbrachte CDU-Landesvorsitzender Mike Mohrig, hier im Gespräch mit dem ältesten Teilnehmer des Parteitages, Karl Hammer (92 Jahre).
Neben landesplitischen Themen dankte er Hartmut Thiele, der sich viel bei der CDU einbringt und auch die Kandidaten im Wahlkampf toll unterstützte.

In den Zwischenzeiten in der die Auszählungen der geheimen Wahl durchgeführt wurden, gab es Wortmeldungen, so auch von Bundestagmitglied Manfred Grund. Er beschäftigte sich mit dem Thema Flüchtlinge. Wenn Rechtsempfinden in der Bevölkerung und Rechtssprechung, wie im Falle das Sami A. (mutmaßlicher Personenschützer von Osama bin Laden) um das Thema Abschiebung so weit auseinander ligen, dann muss man darüber nachdenken.
Autor: khh

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