Neues aus Sondershausen
Eine Woche früher als geplant
Samstag, 03. November 2018, 00:01 Uhr
Der nächste Vortrag aus der Reihe Aufgeschlossen in Schlossmuseum von Sondershausen findet zu einem vorgezogenen Termin statt. Hier die Einzelheiten...
Eine Woche früher als im Jahresprogramm angekündigt findet am kommenden Dienstag, dem 6. November 2018, um 18.30 Uhr, im Schloss Sondershausen, Rosa Salon, der nächste Vortrag aus der Reihe Aufgeschlossen statt. Dr. theol. Hans Mikosch, Probst i.R. des Sprengels Gera-Weimar, spricht zur Geschichte der Lutherakademie Sondershausen, die über viele Jahre ihren Sitz im Westflügel des Sondershäuser Schlosses hatte:
Die Luther-Akademie (Sondershausen e.V.) wurde 1932 in einer konzertierten Aktion des Landes Thüringen, der Thüringer Evangelischen Kirchen, nicht zuletzt der Gräfin Anna-Luise von Schwarzburg-Sondershausen in Sondershausen gegründet.
Bis zu zweihundert Professoren und Studierende aus Deutschland und dem lutherisch geprägten Europa (Skandinavien, Baltikum etc.) nahmen pro Jahr an den oftmals vom Loh-Orchester umrahmten Tagungen teil. Sonderrhausen wurde zu einer Musik- und Stadt des wissenschaftlichen Austauschs. Gegenüber dem NS-Regime, nach dem 2. Weltkrieg gegenüber der Regierung der DDR bedeutete es einen Spagat, bei den einzuladenden Vortragenden "politisch neutral" zu bleiben.
Gleichwohl finden sich Namen wie Rudolf Alexander Schroeder, Max Planck, Erzbischof Eidem (Schweden). Einem Prisma vergleichbar kam es zu einer Konzentration historischer, theologischer Ansichten in europäischer Breite.
Der bekannte deutsche Theologe Gerhard Ebeling hat in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts formuliert, "dass der in seinem irdischen Leibesleben auch mit Zöllnern und Dirnen" verkehrende Christus die Kirche nicht dazu bestimmt" habe, dass sie selbstgenügsam nur für sich da sei..". Die Erbauung des Leibes Christi ist mit dem Dasein für die Welt identisch. Ganz im Sinne Martin Luthers gesprochen und anzufragen, was das heute für unsere Kirche und Gesellschaft bedeutet. Darüber wird zu reden sein.
Hans Mikosch
Autor: khhEine Woche früher als im Jahresprogramm angekündigt findet am kommenden Dienstag, dem 6. November 2018, um 18.30 Uhr, im Schloss Sondershausen, Rosa Salon, der nächste Vortrag aus der Reihe Aufgeschlossen statt. Dr. theol. Hans Mikosch, Probst i.R. des Sprengels Gera-Weimar, spricht zur Geschichte der Lutherakademie Sondershausen, die über viele Jahre ihren Sitz im Westflügel des Sondershäuser Schlosses hatte:
Die Luther-Akademie (Sondershausen e.V.) wurde 1932 in einer konzertierten Aktion des Landes Thüringen, der Thüringer Evangelischen Kirchen, nicht zuletzt der Gräfin Anna-Luise von Schwarzburg-Sondershausen in Sondershausen gegründet.
Bis zu zweihundert Professoren und Studierende aus Deutschland und dem lutherisch geprägten Europa (Skandinavien, Baltikum etc.) nahmen pro Jahr an den oftmals vom Loh-Orchester umrahmten Tagungen teil. Sonderrhausen wurde zu einer Musik- und Stadt des wissenschaftlichen Austauschs. Gegenüber dem NS-Regime, nach dem 2. Weltkrieg gegenüber der Regierung der DDR bedeutete es einen Spagat, bei den einzuladenden Vortragenden "politisch neutral" zu bleiben.
Gleichwohl finden sich Namen wie Rudolf Alexander Schroeder, Max Planck, Erzbischof Eidem (Schweden). Einem Prisma vergleichbar kam es zu einer Konzentration historischer, theologischer Ansichten in europäischer Breite.
Der bekannte deutsche Theologe Gerhard Ebeling hat in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts formuliert, "dass der in seinem irdischen Leibesleben auch mit Zöllnern und Dirnen" verkehrende Christus die Kirche nicht dazu bestimmt" habe, dass sie selbstgenügsam nur für sich da sei..". Die Erbauung des Leibes Christi ist mit dem Dasein für die Welt identisch. Ganz im Sinne Martin Luthers gesprochen und anzufragen, was das heute für unsere Kirche und Gesellschaft bedeutet. Darüber wird zu reden sein.
Hans Mikosch
