kyffhaeuser-nachrichten.de
Kulturszene aktuell

Kammermusik mit Feuerwerk

Sonntag, 04. November 2018, 10:11 Uhr
Um „Träumereien“ ging es gestern im Kammerkonzert der Max-Bruch-Gesellschaft in Sondershausen. Aber die Besucher wurde jäh aus ihren Träumereien gerissen. Was gestern da los war, erfahren Sie hier...

Seit 2009 erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit: die Kammerkonzerte der Deutschen Max-Bruch-Gesellschaft Sondershausen e. V. mit Musikern des Loh-Orchesters. Gestern ging es in Sondershausen im Bürgerzentrum Cruciskirche in die nächste Runde.

Kammerkonzert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kammerkonzert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Juliane Hirschmann begrüßte die Gäste, die leider dieses Mal nicht so zahlreich kamen, wie sonst, auch wenn das Bild etwas täuscht, die meisten Gäste saßen oben auf den Treppen und der Tribüne.

Kammerkonzert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kammerkonzert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Diese Konzerte bieten die seltene Möglichkeit, die Musiker aus nächster Nähe in kleinen Formationen zu erleben. Wann kann man schon mal die Musiker des Loh-Orchsters einzeln Horn erleben, Ronald Uhlig am Klavier und Costel Bejan am Horn.

Kammerkonzert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kammerkonzert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Beeindruckend die Furiosität aber auch die Zartheit des Klanges des Violoncellos mit Matthias Weiker ud sehr gut mit Ronald Uhlig am Klavier harmonierend. Einzeln hört man das bei Konzerten des ganzen Orchestern als Laie, der kn ja immer noch ist, kaum raus. Ein echtes Hörerlebnis.

Kammerkonzert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kammerkonzert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Stimmungsvoll begann das Duo Martina Zimmermann am Kontrabass und Stefan Landes am Vibraphon mit einem Stück von Antonin Dvorak. Aber jäh wurde die Stimmung unterbrochen. Nur wenige Meter entfernt vom Bürgerzentrum Cruciskirche starteten die Schausteller des Martinimarkts Sondershausen ihr Höhenfeuerwerk. Da war Pech aber abzusehen, denn Start des Feuerwerks sollte nach Ende des Laternenumzugs sein.

Im Mittelpunkt standen gestern kammermusikalische Werke von Max Bruch, dem berühmten ehemaligen Hofkapellmeister der fürstlichen Hofkapelle, der Vorläuferin des Loh-Orchesters.

Eine ungewöhnliche Besetzung hatte das Stück „Dream of a Whale“ von der jungen ukrainischen Komponisten Anna Korsun mit zwei Kontrabässen (Stefan Blum, Martina Zimmermann), einer Posaune (Jens Nissen), einem Horn (Costel Bejan) und einem singenden Schlagzeuger (Stefan Landes). „Dream of a Whale“ ist das Werk, das Anna Korsun den Gewinn des Sondershäuser Kompositionswettbewerbs und den Aufenthalt in der Musikstadt einbrachte. Das hier entstandene Werk kommt im 6. Sinfoniekonzert zur Uraufführung.

Weiter erklangen Werke von Antonín Dvorák, Edward Elgar und Franz Strauss. Das von der Sparkassenkunststiftung für den Kyffhäuserkreis, der Stadt Sondershausen, den Stadtwerken Sondershausen und der „Wippertal“ WBG mbH geförderte Konzert fand in Kooperation mit der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen e. V. und der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH statt.
Interpreten waren
Violancello – Matthias Weiker, Kontrabass – Martina Zimmermann und Stefan Blum, Horrn – Costel Bejan, Posaune – Jens Nissen, Schlagzeug – Stefan Landes, Klavier – Kuniko Kobayashi und Ronald Uhlig, Dirigat – Felix-Immanuel Achtner.

Kammerkonzert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kammerkonzert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Foyer gab es CDs zu erstehen.
Auch wenn es bei diesem sehr hörenswerten Kammerkonzert zu einem ungeplanten Knalleffekt kam, die Musiker warf es nicht aus der Bahn und das Publikum honorierte das mit viel berechtigtem Beifall, aber bitte beim nächsten Mal mit noch mehr Besuchern. Es lohnte sich zu kommen.
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de