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Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei

Weihnachtskugeln mit eigenem Namen

Dienstag, 11. Dezember 2018, 17:57 Uhr
Aus dem Landkreis Nordhausen kommen sie, aus Berga, Kindelbrück und Erfurt – die Floristinnen und Floristen, die sich dieses Jahr mit dem Thema Märchen befasst haben, um die 14. Adventsausstellung der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei zu bereichern. Herausgekommen sind fabelhafte Werke zu Schneeweißchen und Rosenrot, Aschenputtel oder Alice im Wunderland...


„Märchen: Es war einmal“ ist die Schau überschrieben, die noch bis 30. Dezember läuft. Das historische Brennereiensemble – Heimat des Feinen Alten Nordhäuser Doppelkorns – ist in ein Weihnachtsland verwandelt. Im Mühlenraum, wo sonst der Roggen gemahlen wurde, wuchs binnen Tagen ein sagenhafter Wald mit Trollen und Kobolden.

Im Brennraum haben sich die Goldmarie, Prinz und Prinzessin, ein großer Bär der Spielwarenmanufaktur Bad Kösen oder auch der fliegende Koffer eingefunden. Alles tauchte ein Sondershäuser Lichtkünstler in eine magische Szenerie.

Das Kontor, wo einst alle Aufträge eingingen, ist den Thüringer Märchendichtern Theodor Storm und Ludwig Bechstein gewidmet. Ersterer war in Heiligenstadt als Kreisrichter tätig und schrieb dort Märchen wie „Der kleine Häwelmann“ und „Die Regentrude“. „Storm war ein großer Weihnachtsfreund“, erzählt Dr. Gideon Haut. Der Leiter des Stormmuseums in Heilbad Heiligenstadt arbeitete für die Ausstellung intensiv zu. Unter anderem entwarf der Dichter von „Knecht Ruprecht“ ein Weihnachtsnetz für den Tannenbaum.

In dieses kann man Süßes und Nüsse legen und an den Baum hängen. Einen solchen Storm-Baum errichtete Ausstellungskuratorin Marion Baumert aus Erfurt.

Bechstein seinerseits ist den Nordhäusern lieb und teuer, weil er den Nordhäuser Korn schon 1848 in seinem Märlein pries, wie der Teufel den Branntwein erfand. Er soll den Nordhäusern gezeigt haben, wie das Brennen geht. Seither schenken sie in alle Welt hinein ihren Korn.

Vor allem aber sind es die Floristen, die die Schau zu etwas Besonderem machen. Unter anderem mit dem inzwischen 9. Adventskranzwettbewerb. So viele Kränze wie nie – 16 an der Zahl – sind auf den Kornfässern im historischen Keller der Brennerei aufgereiht. Die Jury hat bereits entschieden, nun ist das Publikum an der Reihe. Überdies sorgen rund 20 Weihnachtsbäume für Stimmung, einige davon mit echtem Thüringer Glasschmuck aus Steinheid.
Auf dem Innenhof der Brennerei stellt übrigens der Eichsfelder Bildhauer Heinz Günther Holzplastiken mit märchenhaften Motiven aus. Nicht zuletzt verzaubert die Ausstellung mit Scherenschnitten zu Märchen, den klassischen, aber auch dreidimensionalen Scherenschnitten.

Die Schau öffnet bis 30. Dezember (außer 24.-26.12.) täglich von 10 bis 17 Uhr. Am dritten Adventswochenende bietet Thüringer Glasdesign aus Steinheid Weihnachtskugeln mit individueller Aufschrift an.

Eintritt: 4 Euro (inkl. 1 Euro Coupon für den Echter Nordhäuser Shop)
Autor: red

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