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Sohn der Stadt geehrt

Montag, 28. Januar 2019, 20:58 Uhr
Mit einer Feierstunde erinnerte Sondershausen am späten Nachmittag an den 200.Todestag des Philosophen und Dichters Johann Karl Wezel, der in Sondershausen geboren wurde und auch dort starb....

Sohn der Stadt geehrt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sohn der Stadt geehrt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Blauen Saal von Schloss Sondershausen hatten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Sondershausen eingefunden, um einen der bedeutendsten Künstler der Stadt Sondershausen zu ehren.

Sohn der Stadt geehrt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sohn der Stadt geehrt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die Begrüßung der Gäste übernahm Sondershausens Bürgermeister Steffen Grimm. Grimm erinnerte daran, dass schon die Zeitgenossen von Wezel den Künstler würdigten. Seine Äußerungen zum Zeitgeschehen, wie der Kindererziehung ist durchaus jetzt noch aktuell, so Grimm.
Er bedauerte, dass 1986 das Geburtshaus von Wezel abgerissen wurde. Heute erinnert nur noch eine Stele in der Wezel-Straße daran.

Sohn der Stadt geehrt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sohn der Stadt geehrt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Doe Sondershäuser Madrigalisten umrahmten die Veranstaltungen mit passenden Musikstücken, unter der Leitun von Prof. Dr. Eckart Lange.

Sohn der Stadt geehrt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sohn der Stadt geehrt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zur Feierstunde war die Vorsitzende der Johann-Karl-Wezel-Gesellschaft Jutta Heinz die Festrednerin. Sie erinnerte daran, dass die Stadt Sondershausen viel für das Andenken an Wezel sorgt. Sie würdigte auch, dass Karl-Heinz Meyer viel für die Erforschung Wezels geleistet hat.

Heinz erinnerte, dass Wezel kein leichtes Leben hatte und in ärmlichen Verhältnissen in sondershausen starb, wie eine Aufzeichnung ergab (Begräbnis gratis).

Zu seiner Zeit war er durchaus bekannt wie Goethe und wirkte in Leipzig, Wien, Bautzen und Berlin, und natürlich in Sondershausen. Es wäre schön, so Heinz, die Schüler würden nicht nur in die Schule und die Bibliothek gleichen Namens gehen, sondern auch seine Bücher lesen.

Allerdings muss man bei aller Begeisterung für Wezel sagen, dass Interesse in der Stadt hat bei den Bürgern stark nachgelassen, und die Johann-Karl-Wezel-Gesellschaft hatten nicht nur gewaltige Nachwuchsprobleme, sondern in den letzten Jahren kaum noch Veranstaltungen. Die Webseite der Gesellschaft wurde eingestellt und außer in www.sondershausen.de und http://www.literaturland-thueringen.de/artikel/johann-karl-wezel-in-sondershausen/ gibt es kaum etwas im Internet zu finden.

Sohn der Stadt geehrt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sohn der Stadt geehrt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Um so erfreulicher, dass die Deutschlehrerin Sybille Gast der Johann-Karl-Wezel-Schule Sondershausen aus dem Roman "Herrmann und Ulrike" Passagen auswählte, die durch Schülerinnen und Schüler vorgelesen wurden, wofür es viel Beifall gab. Mit einer Aufmerksamkeit dankte Bürgermeister Grimm den Gestaltern der Feierstunde,

Autor: khh

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