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1. Mitteldeutscher Tag der Elektromobilität

Alles elektrisch

Donnerstag, 04. April 2019, 15:00 Uhr
Autos, Fahrräder, Roller, Lkw und Motorräder - elektrisches Fahren ist auf dem Vormarsch. Ein Zeichen: der bisher eher kleine "Tag der Elektromobilität" in Nordhausen wird in diesem Jahr deutlich umfangreicher ausfallen. Auf dem Autodrom will man Ende Mai die ganze Bandbreite der E-Mobilität präsentieren, vom Fahrrad bis zu Umweltschutz und Brennstoffzelle...

Alles elektrisch - Daniel Krieg und Eric Benkenstein von der Firma Intrasol organisieren den 1. Mitteldeutschen Tag der Elektromobilität (Foto: Angelo Glashagel) Alles elektrisch - Daniel Krieg und Eric Benkenstein von der Firma Intrasol organisieren den 1. Mitteldeutschen Tag der Elektromobilität (Foto: Angelo Glashagel)

2015 hatte man in Werther erstmals zum Tag der Elektromobilität geladen. Man konnte das "Werther-Mobil" und die passende Ladeinfrastruktur sowie das eine oder andere Fahrzeug vorstellen, viel mehr gab es nicht zu sehen, das Thema E-Mobilität steckte noch in den Kinderschuhen.

Vier Jahre später befassen sich Stadtrat und Kreistag mit dem elektrischen Verkehr auf der Straße, in Nordhausen rollen Car-Sharing Stromer durch die Stadt und nahe Bielen entsteht die erste Elektro-Tankstelle. Die Elektromobilität ist im Alltag angekommen, zumindest was den Diskurs angeht.

In der Breite bleibt die Alternative zu Diesel und Benziner ein Novum auf deutschen Straßen, doch auch das dürfte sich ändern. Wie, das soll der "1. Mitteldeutsche Tag der Elektromobilität" am 25. Mai zeigen. Die Elektro-Pioniere der Firma "Intrasol" haben sich in Zusammenarbeit mit diversen Partnern und der Unterstützung des Thüringer Umweltministeriums vorgenommen, einmal die ganze Breite der Thematik auszuleuchten.

"Wir hatten das ursprünglich kleiner geplant, haben aber bald gesehen das dass Interesse enorm zugenommen hat", sagt Eric Benkenstein, einer der Gründer des jungen Unternehmens. Statt ein paar Fahrzeugen mit Elektromotor soll es Ende Mai mehr zu sehen und erfahren geben. So viel mehr, dass man die Veranstaltung auf das Autodrom verlegt hat.

Vom Pedelec bis zum E-Brummi sollen die Besucher verschiedenste Gefährte testen können. Mehrere Nordhäuser Autohäuser sind mit ihren neuen Fahrzeugen vertreten und laden zu Testfahrten ein, einige Fahrradläden werden ihre Zweiräder beim "EVN E-Bike Tesitval" präsentieren, dazu kommen kleinere E-Roller, die jüngst in Berlin für den Verkehr freigegeben wurden, eine "Elektro-KTM" und ganz dicke Brummer: Elektro-Lkw.

"Bei der Elektromobilität geht es nicht nur um die Fahrzeuge und das Fahren. Wir werden auch verschiedene Fachvorträge anbieten, etwa zur Ladeinfrastruktur bei Mietobjekten oder aktuellen Förderprogrammen. Die Stadtwerke werden zum Thema E-Busse informieren und wir stellen unseren "High-Power-Charger", die Stromtankstelle bei Bielen vor", erzählt Stadtplaner Daniel Krieg. Mit der Nordhäuser Firma Maximator haben sich zudem Experten in Sachen Wasserstoff-Betankung und Brennstoffzelle angekündigt, auch das gehöre zur Elektromobilität dazu und könne nicht außer acht gelassen werden, sagt Krieg.

Für die Nachhaltige Versorgung des Tages sorgt der Verein Schrankenlos mit Speiß und Trank aus fairem Handel, Angebote für junge Besucher organisieren Happylino und die AOK.

Der erste wirklich große Tag der Elektromobilität findet am 25. Mai von 10 bis 18 Uhr auf dem Autodrom statt und soll als Auftakt für ähnliche Veranstaltungen im Freistaat dienen. Elektrisch geht es also voran in Nordhausen, nicht nur im Diskurs.
Angelo Glashagel
Autor: red

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