Meldung aus dem Landratsamt
Probleme bei der Landwirtschaft diskutiert
Dienstag, 30. April 2019, 13:14 Uhr
Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) und der Vorsitzende des Bauernverbandes des Kyffhäuserkreis e.V., Dr. Wolfgang Peter hatten für den gestrigen Montag zuir Landwirtschaftskonferenz des Landkreises geladen...
Gemeinsam sollten die aktuellen Probleme der Landwirte der Region als auch offene Fragen der Agrarpolitik beraten und besprochen werden.
Im Präsidium hatten Platz genommen: Dr. Wolfgang Peter, vom Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz den Abteilungsleiter für Naturschutz und Nachhaltigkeit Dr. Hans-Jürgen Schäfer, Landrätin Antje Hochwind-Schneider., vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Staatssekretär Dr. Klaus Sühl sowie Dr. Ingo Zopf Abteilungsleiter Landwirtschaft im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft.
Neben Landwirten der Region und Amtsleitern aus dem Landratsamt war auch die Politik stark vertreten, so die Bundestagsmitglieder Kersten Steinke (Die Linke) und Manfred Grund (CDU), die Landtagsmitglieder Dorothea Marx (SPD) und Manfred Scherer (CDU), so wie die Bürgermeister von Kyffhäuserland Knut Hoffmann (CDU) und Sondershausen Steffen Grimm (pl).
Die Begrüßung hatte Dr. Peter übernommen und sprach gleich von der Frustration bei den Landwirten. Das Wetter liegt den Landwirten schwer im Magen. Nach der Dürre im vorigen Jahr ist beim Niederschlag in diesem Jahr schon wieder ein Defizit von 77 Litern je Quadratmeter zu verzeichnen.
Der Regen der letzten Tage hat daran nicht viel geändert und könnte in drei bis fünf Tagen verbraucht sein. Es ist jetzt schon absehbar, dass es dieses Jahr keine große Ernte geben wird.
Zweiter Hauptkonfliktpunkt liegt im Zusammenwirken mit der Gesellschaft.:
- Zu viel Nitrat im Grundwasser? Nicht mehr ausreichend düngen?
- Tieren mehr Platz bieten und Billigpreis erzielen
- Boden möglichst nicht pflügen und gleichzeitig auf Glyphosat verzichten
- Ställe hermitisch abdichten, alles mit Luftwäschern ausrüsten und natürlich alles ohne Geld vom Staat.
Schon bei obligatorischen Besuch eines Landwirtschaftsbetriebes vor der Konferenz (Agrarunternehmen Seega) zeigte sich ein großes Problem, Wasser und nicht nur durch das Wetter.
Hochwind-Schneider ging nochmals auf das letzte Jahr ein und gab zu bedenken, unter den Bedingungen der Dürre hätte es in früherer Zeit ein Hungersnot gegeben. Das Image der Landwirtschaft liegt im Argen, hier muss etwas gemacht werden.
Dr. Sühl kündigte an, dass in der neu zu erwartenden Förderperiode er EU ein Absinken der Mittel zu erwarten ist. Solche Treffen mit den Landwirten sei ihm wichtig. Seine Mahnung, wir sich als ostdeutsche Landwirt zu leise und sollten das Licht nicht unter den Scheffel stellen.
Die ostdeutschen Strukturen in der Landwirtschaft seien gut. Wir müssen mehr offene Höfe zeigen, um den Städtern zu zeigen, was wir machen. Wir müssen mehr für unsere Landwirtschaft werben.
Er warnte aber auch, dass es bereits Stimmen gäbe, die Tierproduktion in Thüringen ganz einzustellen. Und wo bekommen wir dann regionale Produkte her, so seine Frage.
Mit Blick auf die Erträge wünschte er, dass der Mai kühl und nass wird und den Bauern Scheun und Fass füllt (Altes Sprichwort).
Hauptdiskussionspunkt waren die Probleme des Grundwassers und die Frage, wie und wie viel darf gedüngt werden. Es geht um das Nitrat im Grundwasser, dass in einigen Regionen Thüringens und des Landkreises zu hoch ist.
Problem dabei, bei großen sogenannten Grundwasserkörpern ist die Nitratbelastung zu hoch, obwohl bei darüber liegenden Böden keine Überdüngung vorliegt. Ob hier eine so genannte Binnendifferenzierug hilft ist die Streitfrage.
In Thüringen will man es nicht, in Sachsen und Sachsen-Anhalt wird es praktiziert. Nur eines schein klar, deutschlandweit muss es wegen der EU eine neue Düngemittelverordnung geben, sonst drohen Deutschland erheblich Strafzahlungen.
Auf der einen Seite kann es aber nicht sein, dass mit pauschalen Auflage von 20 Prozent weniger Dünger es auf Dauer zu einer Unterversorgung der Böden kommt, so Dr. Peter.
Autor: khhGemeinsam sollten die aktuellen Probleme der Landwirte der Region als auch offene Fragen der Agrarpolitik beraten und besprochen werden.
Im Präsidium hatten Platz genommen: Dr. Wolfgang Peter, vom Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz den Abteilungsleiter für Naturschutz und Nachhaltigkeit Dr. Hans-Jürgen Schäfer, Landrätin Antje Hochwind-Schneider., vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Staatssekretär Dr. Klaus Sühl sowie Dr. Ingo Zopf Abteilungsleiter Landwirtschaft im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft.
Neben Landwirten der Region und Amtsleitern aus dem Landratsamt war auch die Politik stark vertreten, so die Bundestagsmitglieder Kersten Steinke (Die Linke) und Manfred Grund (CDU), die Landtagsmitglieder Dorothea Marx (SPD) und Manfred Scherer (CDU), so wie die Bürgermeister von Kyffhäuserland Knut Hoffmann (CDU) und Sondershausen Steffen Grimm (pl).
Die Begrüßung hatte Dr. Peter übernommen und sprach gleich von der Frustration bei den Landwirten. Das Wetter liegt den Landwirten schwer im Magen. Nach der Dürre im vorigen Jahr ist beim Niederschlag in diesem Jahr schon wieder ein Defizit von 77 Litern je Quadratmeter zu verzeichnen.
Der Regen der letzten Tage hat daran nicht viel geändert und könnte in drei bis fünf Tagen verbraucht sein. Es ist jetzt schon absehbar, dass es dieses Jahr keine große Ernte geben wird.
Zweiter Hauptkonfliktpunkt liegt im Zusammenwirken mit der Gesellschaft.:
- Zu viel Nitrat im Grundwasser? Nicht mehr ausreichend düngen?
- Tieren mehr Platz bieten und Billigpreis erzielen
- Boden möglichst nicht pflügen und gleichzeitig auf Glyphosat verzichten
- Ställe hermitisch abdichten, alles mit Luftwäschern ausrüsten und natürlich alles ohne Geld vom Staat.
Schon bei obligatorischen Besuch eines Landwirtschaftsbetriebes vor der Konferenz (Agrarunternehmen Seega) zeigte sich ein großes Problem, Wasser und nicht nur durch das Wetter.
Hochwind-Schneider ging nochmals auf das letzte Jahr ein und gab zu bedenken, unter den Bedingungen der Dürre hätte es in früherer Zeit ein Hungersnot gegeben. Das Image der Landwirtschaft liegt im Argen, hier muss etwas gemacht werden.
Dr. Sühl kündigte an, dass in der neu zu erwartenden Förderperiode er EU ein Absinken der Mittel zu erwarten ist. Solche Treffen mit den Landwirten sei ihm wichtig. Seine Mahnung, wir sich als ostdeutsche Landwirt zu leise und sollten das Licht nicht unter den Scheffel stellen.
Die ostdeutschen Strukturen in der Landwirtschaft seien gut. Wir müssen mehr offene Höfe zeigen, um den Städtern zu zeigen, was wir machen. Wir müssen mehr für unsere Landwirtschaft werben.
Er warnte aber auch, dass es bereits Stimmen gäbe, die Tierproduktion in Thüringen ganz einzustellen. Und wo bekommen wir dann regionale Produkte her, so seine Frage.
Mit Blick auf die Erträge wünschte er, dass der Mai kühl und nass wird und den Bauern Scheun und Fass füllt (Altes Sprichwort).
Hauptdiskussionspunkt waren die Probleme des Grundwassers und die Frage, wie und wie viel darf gedüngt werden. Es geht um das Nitrat im Grundwasser, dass in einigen Regionen Thüringens und des Landkreises zu hoch ist.
Problem dabei, bei großen sogenannten Grundwasserkörpern ist die Nitratbelastung zu hoch, obwohl bei darüber liegenden Böden keine Überdüngung vorliegt. Ob hier eine so genannte Binnendifferenzierug hilft ist die Streitfrage.
In Thüringen will man es nicht, in Sachsen und Sachsen-Anhalt wird es praktiziert. Nur eines schein klar, deutschlandweit muss es wegen der EU eine neue Düngemittelverordnung geben, sonst drohen Deutschland erheblich Strafzahlungen.
Auf der einen Seite kann es aber nicht sein, dass mit pauschalen Auflage von 20 Prozent weniger Dünger es auf Dauer zu einer Unterversorgung der Böden kommt, so Dr. Peter.





