Neues aus Sondershausen
Das leistet die Geriatrie
Dienstag, 30. April 2019, 17:37 Uhr
Krankenhaus Sondershausen für die medizinischen Bedürfnisse einer älter werdenden Gesellschaft gut aufgestellt: Das leistet die Geriatrie. Dazu diese Meldung aus dem Krankenhaus in Sondershausen...
Der Demographiebericht der Bertelsmann-Stiftung prognostiziert für Sondershausen den größten anteiligen Bevölkerungszuwachs in der Gruppe über 80-jähriger Menschen. Dass die deutsche Gesellschaft älter wird, liegt am medizinischen Fortschritt und der guten medizinischen Versorgung. Das Krankenhaus Sondershausen ist mit seiner geriatrischen Fachabteilung für die Versorgung älterer Patient*innen sehr gut aufgestellt.
Jürgen Bruncke, Chefarzt der Fachabteilung für Geriatrie am Krankenhaus Sondershausen, erläutert: In der geriatrischen - also altersmedizinischen – Fachabteilung behandeln wir sogenannte multimorbide Patientinnen und Patienten fortgeschrittenen Alters. Multimorbide bedeutet, dass bei einem Patienten mehre Krankheitsbilder gleichzeitig vorliegen, die eine Behandlung erfordern. Wir sind darauf spezialisiert, alle Krankheitsbilder im Auge zu haben und in Kooperation mit den anderen Fachabteilungen des Krankenhauses zu diagnostizieren und zu behandeln. Ziel unserer Therapie ist immer eine Entlassung aus dem Krankenhaus zurück in die Häuslichkeit. Das gilt auch für die Aufnahme in unserer geriatrischen Tagesklinik, in der Patientinnen und Patienten teilstationär aufgenommen werden. Sie erhalten alle notwendigen Behandlungen, die ein Krankenhaus leisten kann, können aber zu Hause schlafen. Das ist nicht zu verwechseln mit der Unterbringung in einer ambulanten Tagespflegeeinrichtung.
Die Fachabteilung für Geriatrie des Krankenhauses Sondershausen verfügt über 40 Betten, die Tagesklinik für Geriatrie über 10 Plätze zur teilstationären Aufnahme. Die freundlichen Räume der Station sind behindertengerecht gestaltet. Für Patient*innen mit demenziellen Erkrankungen wurden bei der Einrichtung ebenfalls besondere Maßnahmen ergriffen wie Blumenmotive an Türen zur leichteren Orientierung.
Besonders stolz ist Chefarzt Jürgen Bruncke auf den gut ausgestatteten Snoezelraum: Das Snoezelen ist ein Konzept aus den Niederlanden. Der Snoezelraum ist angenehm eingerichtet. Bei leiser, entspannender Musik können liegend oder sitzend Lichteffekte betrachtet werden. Die damit verbundenen Reize lösen Behaglichkeit und Wohlbefinden aus. Ängste werden durch ein Gefühl der Geborgenheit genommen.
Zwei Fachschwestern für Geriatrie/Gerontopsychiatrie sind für die individuelle Pflege leichterer psychischer Erkrankungen ausgebildet. Eine weitere Schwester hat sich auf dem Gebiet der Aromatherapie qualifiziert. Die Anwendung ätherischer Öle kann zur Linderung von Krankheiten und zur Steigerung des Wohlbefindens beitragen. Besonders Patient*innen mit Entwicklung einer Demenzerkrankung sind für Therapien im Snoezelraum empfänglich.
Mit der steigenden Lebenserwartung nimmt auch die Zahl der Patient*innen zu, die von einer Demenzerkrankung betroffen sind. Die Ursachen einer solchen Entwicklung sind vielfältig. Neben degenerativen Prozessen und Durchblutungsstörungen am Gehirn stellen Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus, Vitamin- und Hormonmangelerscheinungen, Abflussbehinderungen des Nervenwassers im Gehirn, Nebenwirkungen von Medikamenten und weitere Erkrankungen Gründe für eine Demenzentwicklung dar. Auch die Isolation älterer Menschen, fehlende soziale Kontakte und damit ein Leben in Zurückgezogenheit begünstigen eine demenzielle Entwicklung.
Das geriatrische Team um Chefarzt Bruncke ist multiprofessionell aufgestellt und für die besonderen Erfordernisse der Altersmedizin geschult. So beteiligen sich Ärzt*innen, Krankenpfleger*innen, Physiotherapeut*innen, Ergotherapeut*innen, Logopäd*innen, Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen unterstützt von Diätassistent*innen und Seelsorger*innen an einem gesamtheitlichen Behandlungskonzept.
Neben den körperlichen Fähigkeiten werden bei den Patient*innen regelmäßig die kognitiven, also die mit der Informationsverarbeitung im Gehirn verbundenen Fähigkeiten betrachtet. So gelingt es, frühzeitig Hinweise auf den Beginn möglicher demenzieller Erkrankungen zu erhalten und erste Schritte einzuleiten, um den Erkrankungsverlauf günstig zu beeinflussen. Wichtig ist dabei die enge Zusammenarbeit mit den Hausärzt*innen, den ambulanten Pflegediensten und Pflegeheimen, den Selbsthilfegruppen Angehörige Demenzkranker und ganz besonders mit den betreuenden und pflegenden Angehörigen. Diese habe die Möglichkeit, an Dienstagen nach Terminvereinbarung individuelle Hinweise vom Pflegepersonal und von Therapeut*innen zur Versorgung ihrer Familienangehörigen in der Häuslichkeit zu erhalten.
Chefarzt Jürgen Bruncke: Wir freuen uns mit allen Patient*innen, denen es gelingt, nach zwei bis drei Wochen intensiver Behandlung in deutlich gebessertem Zustand und damit mit reduziertem Hilfebedarf und größerer Selbständigkeit wieder nach Hause zurückkehren zu können.
Foto - Krankenhaus Sondershausen
Autor: khhDer Demographiebericht der Bertelsmann-Stiftung prognostiziert für Sondershausen den größten anteiligen Bevölkerungszuwachs in der Gruppe über 80-jähriger Menschen. Dass die deutsche Gesellschaft älter wird, liegt am medizinischen Fortschritt und der guten medizinischen Versorgung. Das Krankenhaus Sondershausen ist mit seiner geriatrischen Fachabteilung für die Versorgung älterer Patient*innen sehr gut aufgestellt.
Jürgen Bruncke, Chefarzt der Fachabteilung für Geriatrie am Krankenhaus Sondershausen, erläutert: In der geriatrischen - also altersmedizinischen – Fachabteilung behandeln wir sogenannte multimorbide Patientinnen und Patienten fortgeschrittenen Alters. Multimorbide bedeutet, dass bei einem Patienten mehre Krankheitsbilder gleichzeitig vorliegen, die eine Behandlung erfordern. Wir sind darauf spezialisiert, alle Krankheitsbilder im Auge zu haben und in Kooperation mit den anderen Fachabteilungen des Krankenhauses zu diagnostizieren und zu behandeln. Ziel unserer Therapie ist immer eine Entlassung aus dem Krankenhaus zurück in die Häuslichkeit. Das gilt auch für die Aufnahme in unserer geriatrischen Tagesklinik, in der Patientinnen und Patienten teilstationär aufgenommen werden. Sie erhalten alle notwendigen Behandlungen, die ein Krankenhaus leisten kann, können aber zu Hause schlafen. Das ist nicht zu verwechseln mit der Unterbringung in einer ambulanten Tagespflegeeinrichtung.
Die Fachabteilung für Geriatrie des Krankenhauses Sondershausen verfügt über 40 Betten, die Tagesklinik für Geriatrie über 10 Plätze zur teilstationären Aufnahme. Die freundlichen Räume der Station sind behindertengerecht gestaltet. Für Patient*innen mit demenziellen Erkrankungen wurden bei der Einrichtung ebenfalls besondere Maßnahmen ergriffen wie Blumenmotive an Türen zur leichteren Orientierung.
Besonders stolz ist Chefarzt Jürgen Bruncke auf den gut ausgestatteten Snoezelraum: Das Snoezelen ist ein Konzept aus den Niederlanden. Der Snoezelraum ist angenehm eingerichtet. Bei leiser, entspannender Musik können liegend oder sitzend Lichteffekte betrachtet werden. Die damit verbundenen Reize lösen Behaglichkeit und Wohlbefinden aus. Ängste werden durch ein Gefühl der Geborgenheit genommen.
Zwei Fachschwestern für Geriatrie/Gerontopsychiatrie sind für die individuelle Pflege leichterer psychischer Erkrankungen ausgebildet. Eine weitere Schwester hat sich auf dem Gebiet der Aromatherapie qualifiziert. Die Anwendung ätherischer Öle kann zur Linderung von Krankheiten und zur Steigerung des Wohlbefindens beitragen. Besonders Patient*innen mit Entwicklung einer Demenzerkrankung sind für Therapien im Snoezelraum empfänglich.
Mit der steigenden Lebenserwartung nimmt auch die Zahl der Patient*innen zu, die von einer Demenzerkrankung betroffen sind. Die Ursachen einer solchen Entwicklung sind vielfältig. Neben degenerativen Prozessen und Durchblutungsstörungen am Gehirn stellen Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus, Vitamin- und Hormonmangelerscheinungen, Abflussbehinderungen des Nervenwassers im Gehirn, Nebenwirkungen von Medikamenten und weitere Erkrankungen Gründe für eine Demenzentwicklung dar. Auch die Isolation älterer Menschen, fehlende soziale Kontakte und damit ein Leben in Zurückgezogenheit begünstigen eine demenzielle Entwicklung.
Das geriatrische Team um Chefarzt Bruncke ist multiprofessionell aufgestellt und für die besonderen Erfordernisse der Altersmedizin geschult. So beteiligen sich Ärzt*innen, Krankenpfleger*innen, Physiotherapeut*innen, Ergotherapeut*innen, Logopäd*innen, Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen unterstützt von Diätassistent*innen und Seelsorger*innen an einem gesamtheitlichen Behandlungskonzept.
Neben den körperlichen Fähigkeiten werden bei den Patient*innen regelmäßig die kognitiven, also die mit der Informationsverarbeitung im Gehirn verbundenen Fähigkeiten betrachtet. So gelingt es, frühzeitig Hinweise auf den Beginn möglicher demenzieller Erkrankungen zu erhalten und erste Schritte einzuleiten, um den Erkrankungsverlauf günstig zu beeinflussen. Wichtig ist dabei die enge Zusammenarbeit mit den Hausärzt*innen, den ambulanten Pflegediensten und Pflegeheimen, den Selbsthilfegruppen Angehörige Demenzkranker und ganz besonders mit den betreuenden und pflegenden Angehörigen. Diese habe die Möglichkeit, an Dienstagen nach Terminvereinbarung individuelle Hinweise vom Pflegepersonal und von Therapeut*innen zur Versorgung ihrer Familienangehörigen in der Häuslichkeit zu erhalten.
Chefarzt Jürgen Bruncke: Wir freuen uns mit allen Patient*innen, denen es gelingt, nach zwei bis drei Wochen intensiver Behandlung in deutlich gebessertem Zustand und damit mit reduziertem Hilfebedarf und größerer Selbständigkeit wieder nach Hause zurückkehren zu können.
Foto - Krankenhaus Sondershausen

