Neues aus Sondershausen
Erneuerung des Entwässerungsnetzes
Mittwoch, 08. Mai 2019, 15:16 Uhr
Im Schlosshof von Schloss Sondershausen wird das Entwässerungsnetz erneuert. Dazu diese Meldung der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten...
Das marode Entwässerungsnetz von Schloss Sondershausen muss erneuert werden. Die Leitungen sind sehr alt und haben durch Senkungsbewegungen im Baugrund, die vom früheren Kali-Abbau herrühren, erhebliche Schäden davon getragen.
Zwei Abschnitte im nordöstlichen und südlichen Außenbereich des Schlosses sind bereits saniert, nun stehen von Mai bis Oktober umfangreiche Arbeiten im Schlosshof bevor. Die Erneuerung der Leitungstrassen ist auch Grundvoraussetzung für die künftigen statischen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen am Alten Nordflügel und am Turm. Hier war kontinuierlich Wasser in die Gründung eingesickert, was auch zur Gefährdung der Gebäudestandsicherheit beigetragen hat.
Vorsorglich werden die Rohre aus biegsamem Material verlegt und in einen fließfähigen Flüssigboden aus Kunststoff gebettet. Damit lassen sich Beeinträchtigungen durch mögliche Bodenbewegungen reduzieren.
Foto: Historische Pflasterung im Schlosshof von Schloss Sondershausen, Rimbachplan, Bad Liebenstein-Schweina
Die Sanierung betrifft auch die kunstvoll angelegte Schlosshofpflasterung aus dem 19. Jahrhundert. Das Kalksteinpflaster ist konzentrisch auf den Brunnen ausgerichtet, zu den Hofecken hin läuft es in Bahnen aus, so dass sich ein eindrucksvolles Gesamtbild ergibt. Entlang des Westflügels und des Neuen Nordflügels sind Laufzonen aus großformatigen Platten eingelassen. Um die Eingriffe in die historische Pflasterung so gering wie möglich zu halten, werden die Kanaltrassen weitgehend innerhalb der Laufzonen verlegt.
Die Laufzonen werden dann mit materialgleichen Platten auch auf den Bereich des Alten Nordflügels ausgeweitet. Damit wird zusätzliche die barrierefreie bzw. barrierearme Erschließung zur Hofküche, zum Sterngewölbe und den Sanitäranlagen im Alten Nordflügel erreicht. Die verbleibende Trassierung der Kanäle orientiert sich soweit möglich am Verlegemuster des historischen Pflasters. Die Leitungstrassen werden zusätzlich für die neue Stromversorgung genutzt. Rund 700.000 Euro werden für die Maßnahme benötigt.
Die Begehbarkeit des Schlosshofs ist bereits ab Oktober gewährleistet. Die Wiederherstellung der Pflasterflächen erfolgt in der ersten Hälfte 2020, so dass der Schlosshof voraussichtlich im Sommer 2020 wieder für die Thüringer Schlossfestspiele zur Verfügung steht.
Autor: khhDas marode Entwässerungsnetz von Schloss Sondershausen muss erneuert werden. Die Leitungen sind sehr alt und haben durch Senkungsbewegungen im Baugrund, die vom früheren Kali-Abbau herrühren, erhebliche Schäden davon getragen.
Zwei Abschnitte im nordöstlichen und südlichen Außenbereich des Schlosses sind bereits saniert, nun stehen von Mai bis Oktober umfangreiche Arbeiten im Schlosshof bevor. Die Erneuerung der Leitungstrassen ist auch Grundvoraussetzung für die künftigen statischen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen am Alten Nordflügel und am Turm. Hier war kontinuierlich Wasser in die Gründung eingesickert, was auch zur Gefährdung der Gebäudestandsicherheit beigetragen hat.
Vorsorglich werden die Rohre aus biegsamem Material verlegt und in einen fließfähigen Flüssigboden aus Kunststoff gebettet. Damit lassen sich Beeinträchtigungen durch mögliche Bodenbewegungen reduzieren.
Foto: Historische Pflasterung im Schlosshof von Schloss Sondershausen, Rimbachplan, Bad Liebenstein-Schweina
Die Sanierung betrifft auch die kunstvoll angelegte Schlosshofpflasterung aus dem 19. Jahrhundert. Das Kalksteinpflaster ist konzentrisch auf den Brunnen ausgerichtet, zu den Hofecken hin läuft es in Bahnen aus, so dass sich ein eindrucksvolles Gesamtbild ergibt. Entlang des Westflügels und des Neuen Nordflügels sind Laufzonen aus großformatigen Platten eingelassen. Um die Eingriffe in die historische Pflasterung so gering wie möglich zu halten, werden die Kanaltrassen weitgehend innerhalb der Laufzonen verlegt.
Die Laufzonen werden dann mit materialgleichen Platten auch auf den Bereich des Alten Nordflügels ausgeweitet. Damit wird zusätzliche die barrierefreie bzw. barrierearme Erschließung zur Hofküche, zum Sterngewölbe und den Sanitäranlagen im Alten Nordflügel erreicht. Die verbleibende Trassierung der Kanäle orientiert sich soweit möglich am Verlegemuster des historischen Pflasters. Die Leitungstrassen werden zusätzlich für die neue Stromversorgung genutzt. Rund 700.000 Euro werden für die Maßnahme benötigt.
Die Begehbarkeit des Schlosshofs ist bereits ab Oktober gewährleistet. Die Wiederherstellung der Pflasterflächen erfolgt in der ersten Hälfte 2020, so dass der Schlosshof voraussichtlich im Sommer 2020 wieder für die Thüringer Schlossfestspiele zur Verfügung steht.

