kyffhaeuser-nachrichten.de
Meldung aus dem Landratsamt

„Argumentationstraining gegen diskriminierende Äußerungen“

Donnerstag, 06. Juni 2019, 15:40 Uhr
App für Opfer von Stalking vorgestellt: Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis führte ein Seminar zur Thematik „Argumentationstraining gegen diskriminierende Äußerungen“ durch, und Thema auch eine neue App für Opfer von Stalking …

Vormittag traf sich das Netzwerk im Bürgerzentrum Cruciskirche Sondershausen.

Neu App (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neu App (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Katharina Töppe, Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamts Kyffhäuserkreis hatte die Begrüßung übernommen.
Der Auftakt zu dieser Veranstaltung war aber ein Pressegespräch zu eine rtechnische Neuheit - die Stalking Opfern eine Möglichkeit der Beweissicherung bietet.

Neu App (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neu App (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Matthias Kellner Außenstellenleiter des „Weißen Ring“ fü den Kyffhäuserkreis stellte die neue App vor:

App für Opfer von Stalking

Mit einer selbst entwickelten App will der WEISSE RING, Deutschlands größte
Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität, Betroffenen von Stalking ein effektives, digitales
Hilfsmittel an die Hand geben.

Stalking ist psychische Gewalt und eine schwerwiegende Straftat. Die Opfer leiden teils
jahrelang unter den Folgen der permanenten Nachstellung und Belästigung. Sie werden
verfolgt, belästigt und bedroht — und das meist über einen unerträglich langen Zeitraum.

Für den WEISSEN RING als Hilfsorganisation stellt Stalking ein zunehmend wichtigeres Thema
in der Opferarbeit dar“. Mit unserer App, die gemeinsam mit der WEISSER RING Stiftung entwickelt wurde, soll Stalking-Opfern jetzt ermöglichen, Stalking- Handlungen zu dokumentieren und Beweise für die Ermittlungsbehörden zu sichern


Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2018 haben die Behörden im vergangenen Jahr
deutschlandweit fast 19.000 Stalking-Fälle registriert. 80 Prozent der Täter sind Männer, 80Prozent der Opfer wiederum sind Frauen, in rund 75 Prozent der Falle sind sich Täter und
Opfer bekannt.

,,Die Dunkelziffer ist bei diesem Delikt allerdings weitaus höher. Wir gehen
von mindestens 200.000 bis 300.000 Fallen jährlich aus“, erläuterte der Bundesvorsitzende
des WEISSEN RINGS bei einer früheren Veranstaltung. Lediglich in etwa einem Prozent der Falle komme es zu Verurteilungen. Denn oftmals wissen die Betroffenen nicht, wie sie die Tathandlungen
beweisen sollen.

Das soll die NO STALK App bewirken:

Stalking-Opfer können mittels ihres Smartphones Fotos, Videos und Sprachaufnahmen von Stalking-Vorfällen erstellen. Durch die direkte und unmittelbare Dokumentation wird eine authentische Beweissammlung ermöglicht. Die Dateien werden im Moment ihres Entstehens verschlüsselt und bei bestehender Internetverbindung unmittelbar auf einem Server in einem deutschen Rechenzentrum ebenfalls verschlüsselt hinterlegt. Im Moment der Übermittlung werden die Dateien auf dem Smartphone gelöscht. Auf dem externen Server verbleiben sie sicher und geschützt vor unbefugtem Zugriff, bis die Betroffenen sich dazu entschließen, sich Hilfe bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu holen und den Behörden die Dateien als Beweise für ein mögliches Strafverfahren gegen Stalker zur Verfügung zu stellen. Entschlüsselt werden können die
Dateien dabei nur durch den Benutzer selbst. Weitere Infos zur App gibt es unter

www.nostalk.de.

Die App selbst ist kostenfrei und kann im App Store oder bei Google Play heruntergeladen werden.
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de