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Hommage an Clara Schumann von Clytus Gottwald

Sonnabend, 08. Juni 2019, 00:57 Uhr
Der Doyen der zeitgenössischen Chormusik hat drei Klavierlieder von Clara Schumann ausgewählt und sie für sechsstimmigen Chor A-Cappella transkribiert. Diese drei Bearbeitungen sind eine Hommage an Clara Schumanns zu ihrem 200. Geburtstag und dem Landesjugendchor Thüringen als Initiator gewidmet. Im Abschlusskonzert der Liszt-Biennale 2019 stehen weitere Werke von Gottwald-Transkriptionen auf dem Programm...


Für die zeitgenössische A-Cappella-Musik ist der 1925 geborene Chordirigent, Komponist, Musik-wissenschaftler und Theologe Clytus Gottwald von wesentlicher Bedeutung. Er studierte Gesang, Chorleitung (bei Kurt Thomas), desweiteren Evangelische Theologie, Soziologie und Musikwissenschaft in Tübingen und Frankfurt.

1960 gründete er die Schola Cantorum, ein Ensemble von 18 Berufssänger*innen, mit denen er das Ziel verfolgte, die Kompatibilität von Neuer Musik und Chormusik wieder herzustellen. Das Ensemble brachte mehr als 80 Werke zur Ur- und Erstaufführungen bis zu seiner Auflösung 1990.
Mehr als 20 Jahre bis 1988 - war Gottwald Redakteur für Neue Musik beim heutigen SWR in Stuttgart, zudem behielt er seine internationale Tätigkeit als Chordirigent währenddessen bei.

Die anspruchsvollen Transkriptionen für Chor A-Cappella von Clytus Gottwald werden von allen großen Chören begeistert aufgenommen und weltweit mit großem Erfolg aufgeführt. In seinen Transkriptionen von Orchesterwerken und vor allem Klavierliedern überträgt er vokale Satztechniken der Neuen Musik auf traditionelle Kompositionen, wobei er die Strukturen der Werke in äußerst differenziertem Klang ohrenfällig macht.

Hommage an Clara Schumann von Clytus Gottwald (Foto: Landesjugendchor)
Für den Landesjugendchor Thüringen hat Clytus Gottwald drei Klavierlieder von Clara Schumann transkribiert und sie dem Landesjugendchor Thüringen gewidmet.
Sie kommen im Abschlusskonzert der Liszt-Biennale Thüringen 2019 am Pfingstmontag, 10. Juni in Sondershausen, Trinitatiskirche zur Uraufführung.
Clara Schumann / Clytus Gottwald, 3 Klavierlieder
Transkription für sechsstimmigen Chor A-Cappella,
initiiert und gewidmet dem Landesjugendchor Thüringen
1) "Ich stand in dunklen Träumen" op. 12,1 [Heinrich Heine]
2) Volkslied "Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht" o.op. [Heinrich Heine]
3) "Liebst du um Schönheit" op. 12,4 [Friedrich Rückert]

Im Abschlusskonzert der Liszt-Biennale 2019 stehen weitere Werke von Gottwald-Transkriptionen auf dem Programm, die allesamt einen Bezug zu Liszt und Wagner haben. Als weitere Novität erklingt nach 120 Jahren erstmals wieder die 2. Beethoven-Kantate von Franz Liszt, uraufgeführt durch den Komponisten am 29. Mai 1870 in Weimar.


Pfingstmontag, 10.06.2019, 17.00 Uhr, Sondershausen, Trinitatiskirche
Abschlusskonzert der Liszt-Biennale 2019
Landesjugendorchester Thüringen, Leitung: Juri Lebedev
Landesjugendchor Thüringen, Leitung: Nikolaus Müller
Julia Wagner, Sopran | Annekathrin Laabs, Alt | Tobias Berndt, Bariton

Programm:
Franz Liszt, Festklänge. Sinfonische Dichtung Nr. 7
Clara Schumann, 3 Klavierlieder.
Transkription für Chor A-Cappella von Clytus Gottwald [Uraufführung]
Franz Liszt, Ungarische Rhapsodie für Orchester Nr. 2 d-moll
Bearbeitung Juri Lebedev
Richard Wagner, Träume. | Im Treibhaus. Aus: Wesendonck-Lieder.
Bearbeitet für 16 Stimmen A-Cappella von Clytus Gottwald
Franz Liszt, Richard Wagner Venezia.
Bearbeitet für Doppelchor von Clytus Gottwald
Franz Liszt, Zur Säcular-Feier Beethovens. Kantate für Soli, Chor und Orchester
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